By Pedro | Published | Keine Kommentare


Hessenliga-Tabellenführer Eintracht Frankfurt II gewann gegen den auf einem Abstiegsplatz stehenden SC Waldgirmes erst am Ende deutlich mit 3:0 (1:0), da die Lahnauer mit ihrem defensiven Bollwerk knapp eine Stunde lang ohne Gegentor blieben. „Über das gesamte Spiel war es trotzdem eine unserer besten Saisonleistungen“, konstatierte Eintracht-Trainer Dennis Schmitt. „Der Gegner hatte glaube ich zehn Prozent Ballbesitz, hatte nicht einen Torschuss und nicht eine einzige Standardsituation gegen uns.“ Das sehr dominante Spiel der Gastgeber brauchte jedoch Zeit und Geduld, um zum Torerfolg zu kommen.
Die Mittelhessen, die das Hinspiel im August mit einer ähnlich defensiven Spielweise mit 2:0 gewonnen hatten, rührten unter der Regie von Co-Trainer Roger Reitschmidt erstmal Beton an. „Das war überhaupt unsere einzige Chance, um hier vielleicht ein 0:0 mitzunehmen“, sagte Reitschmidt, der Cheftrainer Mario Schappert an der Seitenlinie vertrat. Der ist nämlich Lehrer und war mit seiner Schulklasse auf Skifreizeit unterwegs. Chancen am laufenden Band durch Daniel Starodid (6.), Alexander Staff (9.), Lukas Sonnenwald (12./28.) und Marvin Dills (37.) ließ der Aufstiegsaspirant liegen oder scheiterte an SCW-Torhüter Maik Buss, der eine Stativkamera in sein eigenes Tor stellte. Nach 40 Minuten war ein Eckballverhältnis von 8:0 verbucht, am Ende war es ein 12:0. Doch Tore sollten erst nach dem Seitenwechsel fallen, die letzten beiden sogar recht spät. Die Führung nach einer Hereingabe von Paul Wünsch, die Gästespieler Marcus Glasauer ins eigene Tor lenkte (61.), war noch nicht der Durchbruch.
Die Partie blieb knapp, weil die Eintracht weitere Chancen wie durch den Freistoß von Standardexperte Nico Ochojski an den Pfosten, versiebte (83.). Erst der eingewechselte Agyemeng Clement Nana-Sarhene schob einen Abstauber zum 2:0 ein (90.). Ochojski verwandelte in der Nachspielzeit per Foulelfmeter noch zum 3:0 (90.+2). „Wir haben es in beiden Halbzeiten verpasst, das 1:0 zu machen, denn die Chancen waren da“, erklärte Schmitt. „Dann wurde es unangenehm gegen einen Gegner, der mit elf Mann im Sechzehner verteidigt. Das war sehr wichtig, dass wir ruhig geblieben sind.“ Für Roger Reitschmidt war es ein Spiel „zwischen zwei Welten. Wir haben die Taktik mit Mario Schappert so abgestimmt. Für unsere Verhältnisse haben wir das gut verteidigt, Torchancen bleiben aber bei der Qualität nicht aus. Schade um die beiden Tore zum Schluss.“