By Pedro | Published | Keine Kommentare

Die GSU Hellas erlebte ein böses Erwachen im ersten Relegationsspiel. Nachdem der Aufsteiger die Saison in der Kreisoberliga auf dem drittletzten Rang mit nur 20 Punkten und 53:126 Toren abgeschlossen hatte, wollten sich die Hellenen gegen den Vizemeister der Kreisliga A (Gruppe 1), der seinerseits mit 158:35 Toren 77 Punkte geholt hatte, gut präsentieren. Das misslang jedoch an der Bezirkssportanlage in Niederrad völlig vor rund 250 überwiegend Blau-Gelb-Fans und neutralen Besuchern. Die Gäste vom Niddapark, die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des alten Postsportvereins mit dem alten PSV-Logo auf dem Sondertrikot spielten, hatten gleich mehrere Chancen zur Führung.
Es dauerte auch nicht lange, bis Blau-Gelb in Führung ging. Auf Zuspiel von Daniel Delmhorst traf Noah Unthan zur Führung der Gäste (19.). Während Hellas weiter nur schwer ins Spiel kam, ging der A-Ligist leichtfertig mit seinen Möglichkeiten um. Nach dem Seitenwechsel blieb es bis Mitte der Spielzeit offen, dann machten sich die Vorteile in den Bereichen Ballgewandtheit und Schnelligkeit zugunsten der Gäste auch im Ergebnis deutlich. Unthan erhöhte für die Blau-Gelben (67.), postwendend köpfte Steven Sallan zum 1:2 für die GSU Hellas ein (68.), doch wiederum im Gegenzug traf der brandgefährliche Unthan zum dritten Mal für den Gast (69.). Danach herrschten klare Verhältnisse an der Hahnstraße.
Sollte Ginnheim aufsteigen, gehen zwei von drei durch
Hellas gab sich auf, Blau-Gelb war flinker und schneller und machte durch Nick Wehrheim (84.), Nahom Hailu (88.) und Tito Rühling (90.) noch das halbe Dutzend voll. Damit ist klar, dass Blau-Gelb insbesondere im Falle des Aufstiegs von Lokalrivale Germania Ginnheim jetzt sehr gute Karten hat, nach sieben Jahren wieder in die Kreisoberliga aufzusteigen. Sollte Nieder-Eschbach am Mittwoch nicht höher als 6:1 gewinnen, reicht den ehemaligen Postlern selbst im Falle eines verpassten Ginnheimer Aufstieges schon ein Remis gegen Nieder-Eschbach am 14.6. zum Aufstieg. Das letzte Relegationsspiel ist unabhängig davon in jedem Fall noch auszuspielen. GSU-Trainer Theo Vassiliou war angefressen: „Wir haben total schlecht gespielt, das ist nicht akzeptabel. Da war keine Spannung drin, wir waren mental nicht da. So wurden wir am Ende völlig verdient vorgeführt. Am Mittwoch will ich sehen, dass wir Widerstand leisten und eine Reaktion zeigen. Wir wollen eine Reaktion zeigen. Wenn wir dann absteigen, dann ist es eben so.“
Für Blau-Gelb-Trainer Sascha Schwuchow war das 6:1 „hochverdient. Wir hätten aber schon früher deutlicher führen müssen. Mit einem knappen Sieg wäre ich vor dem Spiel zufrieden gewesen. Wir haben das Spiel kontrolliert und waren gut im Rhythmus. Jetzt sieht es schon gut aus, dass wir es in die Kreisoberliga schaffen.“
Schiedsrichter: Tobias Reinhardt (JFC Feldberg). Zuschauer: 250.
Tore: 0:1, 0:2 Noah Unthan (19./67.), 1:2 Steven Sallan (68.), 1:3 Noah Unthan (69.), 1:4 Nick Wehrheim (84.), 1:5 Nahom Hailu (88.), 1:6 Tito Rühling (90.).
Bildergalerie: Wir danken unserem unermüdlichen Fotografen Mithat Gürser für seinen Einsatz an der Hahnstraße.
![]()