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Germania trotzt Bosniern ein Remis ab

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Der SV Bosnien/Herzegowina verlor beim Aufsteiger VfL Germania 94 am Schluss zwei Punkte, in der letzten Minute der Nachspielzeit konnte der Gastgeber durch einen verwandelten Foulelfmeter zum 1:1 ausgleichen.

Schiedsrichter Levin Hentschel führte beide Mannschaften auf den Platz. Foto: MZ

VfL Germania 94 – SV Bosnien/Herzegowina 1:1 (0:0)

Aufgrund des Ramadans einigten sich beide Mannschaften auf das Spiel am Abend, das mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, da der Schiedsrichter die dunkelfarbigen Stutzen beider Mannschaften monierte. Germania, das sich trotz des Abzugs von 19 Punkten noch berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt macht, kam gegen den Spitzenreiter gut aus den Startlöchern, schon nach drei Minuten musste Bosniens Torhüter Amel Dizdarevic nach einem Schuss aus spitzem Winkel eingreifen, und in der 19.Minute spitzelte Jean Bosco Makengo den Ball an Bosniens Torhüter vorbei, er wurde aber noch rechtzeitig von einem Verteidiger von der Linie gekratzt. Die Bosnier kamen in dem Kampfspiel mit vielen Fouls besser ins Spiel, konnten ihre Chancen in der ersten Halbzeit nicht richtig nutzen, weil sie schlecht zielten, die größte vergab Almir Derdemez, der den Ball über den herausstürzenden Torhüter Anton Harbrecht hob und von diesem danach umgerannt wurde, der Ball ging aber am Tor vorbei.

Trotz einiger härterer Vergehen ließ der Schiedsrichter die gelbe Karte in der Tasche, was er in der zweiten Halbzeit allerdings nachholte, wo er schon wegen kleinerer Fouls 9mal zum gelben Karton griff. In der 55. Minute ging der Tabellenführer in Führung, eine Flanke von Hamza Reko wurde in der Mitte verlängert in den Rückraum, wo Almir Ziga zur Stelle war und per Kopf das 1:0 erzielte. Die Germania gab nie auf und kam auch zu ein paar Chancen, während die Bosnier, die noch nicht den Flow der Hinrunde haben, bei Konterchancen die Entscheidung liegenließen. Und so kam es, wie es bei einem knappen 1:0 kommen muss, ein schnell ausgeführter Einwurf der Germania (die Bosnier reklamierten den Einwurf für sich) führte zu einer Ecke in der Nachspielzeit, nach der ein Germania-Spieler im Strafraum zu Boden ging. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Sunny Sallah den 1:1-Ausgleich, danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Im Anschluss an den verwandelten Strafstoß kam es noch zu ein paar Tumulten, da die Germania-Spieler den späten Ausgleich provozierend bejubelten, das Geschehen beruhigte sich danach aber schnell wieder.

Da die letzten drei Strafpunkte in der Tabelle noch nicht eingearbeitet wurden, verbesserte sich Germania punktgleich mit Wehrheim und Türkgücü auf den rettenden 13.Tabellenplatz, haben aber schon zwei Spiele mehr als die Kontrahenten. Die Bosnier vergrößerten trotz des zweiten nicht gewonnenen Spiels in dieser Saison den Vorsprung auf die FG Seckbach auf 15 Punkte. Bosniens Pressesprecher Admir Malohodzic nach dem Spiel: „die erste Halbzeit hatten wir das Spiel sehr gut im Griff, bis auf die Chancenverwertung war es eigentlich sehr gut. In der zweiten Halbzeit ging es mit dem 1:0 auch so weiter, dann haben wir uns ein bisschen sicher gefühlt und nachgelassen, das war leichtsinnig, und dadurch wurden wir auch mit dem 1:1 in der letzten Sekunde bestraft.“

Germanias Trainer Siar Daudi: „die erste Halbzeit war zweigeteilt, die ersten 20 bis 25 Minuten waren wir die stärkere Mannschaft mit zwei halben Aktionen, mit zunehmender Dauer haben wir ein bisschen Kraft nachgelassen, es war sehr anstrengend, so hoch zu pressen, da haben uns die Bosnier mit langen Bällen ein ums andere Mal in Bedrängnis gebracht. Zweite Halbzeit, ich habe das alles nicht mehr so im Blick, es war am Ende glücklich für uns, Elfmetertor in der letzten Sekunde zum 1:1, aber ich denke, im Großen und Ganzen war es ein verdientes Unentschieden.“

Schiedsrichter: Levin Hentschel (KSG Georgenhausen). Zuschauer: 131.

Tore: 0:1 Almir Ziga (55.), 1:1 Sunny Sallah (90.+4, Elfmeter)