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Heddernheim übertrifft 100-Tore-Marke, bleibt aber in der KOL

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Nach einer über weite Strecken guten Saison des SV 07 Heddernheim, der zur Winterpause auf Rang eins stand und bis weit in den April hinein Zweiter war, besteht nach dem 6:2-Sieg bei der SG Harheim die Gewissheit, dass sich der Traum vom Aufstieg nicht verwirklicht hat. Trotz des Übertreffens der 100-Tore-Marke bleiben die Heddernheimer in der Kreisoberliga, denn Platz zwei ist am letzten Spieltag rechnerisch nicht mehr zu erreichen. 
Immerhin wieder ein Erfolgserlebnis und damit wieder ein Siegerfoto seit 29. März gab es für die in grau spielenden Fußballer des SV 07 Heddernheim. Foto: PA.  
SG Harheim – SV 07 Heddernheim 2:6 (2:1)

Die Harheimer, die an Pfingsten ihr 80-jähriges Vereinsjubiläum feiern, wurden von Trainer Josip Coric betreut. Durch die Niederlage fiel Harheim auf Rang acht zurück, den die SGH mindestens sicher hat. Am letzten Spieltag in der bedeutungslosen Partie beim FC Posavina am 31. Mai (17.30 Uhr) kann Rang sieben noch erreicht werden.

Nach dem Trainerwechsel in der Winterpause von Christian Balzer zum Duo Gabriel Bernstein/Josip Coric blieben die Harheimer in ihrem mittlerweile vierten Kreisoberliga-Jahr im soliden Mittelfeld. Gegen Heddernheim starteten die Gastgeber fulminant und führten bereits nach neun Minuten mit 2:0. Luca Sattler traf aus 25 Metern zum 1:0 (5.), dann verursachte SVH-Verteidiger Dogan Nazim Erbulan einen Foulelfmeter, den Johannes Gladeck verwandelte (9.). Im Vorjahr hatten die Heddernheimer hier mit 0:7 verloren, dann im Hinspiel 7:0 gewonnen. Und diesmal? Der Gast kam nur schleppend in die Partie, war dann aber nach einer Viertelstunde auf Betriebstemperatur. Nach einer Flanke von Giuliano Amante köpfte Ayman Gasoos an den Pfosten (19.). Noch in der gleichen Minute bediente Amante seinen Bruder Antonie Willeführ, der Kapitän schob zum 2:1 ein. Auf der gut gefüllten Anlage ging es so in die Pause, aus der Heddernheim entschlossen herauskam. Nachdem die Hausherren auf der Torhüterposition Fabian Zscheich durch Leon Widdekind ausgetauscht hatten, musste dieser schon nach 14 Sekunden gegen Amante hinter sich greifen (46.). Marco Yatci war es vorbehalten, das 100. Saisontor zu markieren (54.).

Weiter ging es in eine Richtung und nach einem Foul an Christos Papadopoulos verwandelte Antonie Willeführ den Elfmeter zum 4:2 (73.). Kurz danach erhöhte Papadopoulos (76.). Den Schlusspunkt setzte Deniz Yatci (84.). Harheims neuer Spielausschuss-Vorsitzender Gregor Gaulrapp erklärte: „Hintenraus haben die Reserven gefehlt, wir konnten wenige Leute von der Bank bringen. Wir sind stark geschwächt und standen mit fünf Leuten auf dem Platz, die schon vorher bei der Zweiten Mannschaft gespielt haben. Da haben die Kräfte gefehlt und Heddernheim war dann eiskalt und so kommt es zu diesem hohen Ergebnis, das ärgerlich ist. Wir sind gut gestartet und haben unsere ersten beiden Chancen genutzt. Ich bin stolz, dass wir mit diesem Aufgebot gekämpft und alles gegeben haben.“ In der nächsten Saison erwarte man in Harheim ein besseres Abschneiden insgesamt, „das ist unser Anspruch und das erwarten wir auch von uns selbst“, so Gaulrapp. SVH-Trainer Andreas Berggold war nach seinem vorletzten Spiel mit dem Auftritt zufrieden: „Für uns war es wichtig, mal über den Kampf ins Spiel zu finden. Die letzten Meter gehen, die letzten Prozentpunkte rausholen. Wir sind aber mit dem 0:2-Rückstand nach neun Minuten durch zwei Konter schwer ins Spiel gekommen. Durch zwei Steckpässe in die Tiefe sind wir überlaufen worden. Da haben wir nicht gut agiert. Um so länger das Spiel dauerte, um so besser kamen wir auf dem Platz zurecht. Spielentscheidend war das 2:2 direkt nach der Pause, so konnten wir den Schalter umlegen und sind in Wallung gekommen. Kompliment an die Mannschaft für die souveräne zweite Halbzeit mit fünf Toren.“

Berggold bedauerte noch einmal die Schwächeperiode von nur einem Punkt aus vier Spielen, die letztlich die Relegationsteilnahme kostete: „Wir hatten alles in den vergangenen Wochen in der Hand, Zweiter zu werden. Dieses Heft haben wir unnötigerweise aus der Hand gegeben. Da waren wir selbst schuld, denn die Gegner waren nicht unbedingt besser. Das ist schade, dass es letztlich nicht gereicht hat.“ Nach seinem letzten Spiel am 31. Mai bei GSU Hellas (15 Uhr), in dem es für den Gegner aber auch für den Heddernheimer Platznachbarn FC Croatia gegen den Abstieg geht, wird Berggold nach neun Jahren und viereinhalb Monaten an der Brühlwiese verabschiedet. „Das wird einem immer mehr bewusst, um so näher dieser Tag kommt. Ich genieße momentan jedes Spiel, jedes Training. Ich hatte tolle neuneinhalb Jahre in Heddernheim, diese Zeit werde ich nie vergessen. Ich freue mich auf das letzte Spiel, danke an den Verein für diese tolle Zeit.“

 

„Wir sind stark geschwächt und standen mit fünf Leuten auf dem Platz, die schon vorher bei der Zweiten Mannschaft gespielt haben.“

HArheims Spielausschuss-Vorsitzender GREGOR GAULRAPP
  • Schiedsrichter: Rene Filges (SV Staden).
  • Zuschauer: 192.
  • Tore: 1:0 Luca Sattler (5.), 2:0 Johannes Gladeck (9./Foulelfmeter), 2:1 Antonie Willeführ (19.), 2:2 Giuliano Amante (46.), 2:3 Marco Yatci (54.), 2:4 Antonie Willeführ (73./Foulelfmeter), 2:5 Christos Papadopoulos (76.), 2:6 Deniz Yatci (84.).