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Ginnheim hat Platz zwei weiter in der Hand

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Aufsteiger Germania Ginnheim kann die herausragende Saison nach dem 3:1-Sieg beim Rödelheimer FC weiter aus eigener Kraft krönen und den zweiten Tabellenplatz mit Heimsiegen gegen den FC Gudesding und Meister Spvgg. 02 Griesheim absichern und in die Relegationsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West einziehen.

Rödelheims Mert Özbek führt den Ball. Foto: Dago Reinprecht.

1. Rödelheimer FC 02 – FC Germania 08 Ginnheim 1:3 (0:2)

Im Hinspiel hatte es ein spektakuläres 5:5 gegeben, das letzte Heimspiel der Rödelheimer datierte aus der letzten gemeinsamen Kreisliga A-Saison 2022/23. Am 30. April 2023 gewannen die Rödelheimer mit 6:1. Diesmal wurde die Begegnung auf dem seit der Eröffnung des Kunstrasenplatzes selten benutzten Rasen ausgetragen. Schwüle Temperaturen und der ungewohnte, teils etwas holprige, Rasenplatz machten beiden Mannschaften „zu schaffen“ und es entwickelte sich für die zahlreich erschienenen Zuschauer kein schönes Spiel. Viele Abspielfehler, lange Bälle waren an der Tagesordnung und die Ginnheimer gewöhnten sich an das ungewohnte Terrain schneller als die Hausherren. Einen scharfen Fernschuss ließ RFC-Torwart Theo Wedel nach vorne abprallen und Bastian Ullrich erzielte mit seinem Nachschuss die frühe Führung für die Gäste (9.) – das 100. Saisontor!

Es brannte teils lichterloh im Strafraum des Club und in der 39. Minute baute Nico Tahirovic mit einem direkten Freistoß aus 20 Metern in die Torwartecke die Führung aus. Der Club wurde nun gefährlicher und mit langen Bällen über die Abwehrkette wurde immer wieder Niklas Vogt gesucht. Doch dem sonst so treffsicheren Goalgetter des Club versagten in diesem Spiel die Nerven, zwei Mal frei vor dem stark haltenden Germania-Tormann Alexander William Willis, schoss er diesen jeweils an. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild, der Club fuhr einen Angriff nach dem anderen und schnürte die Germania hinten ein. Bis zum Abschluss wurde besser kombiniert, auch die langen Pässe fanden ihre Abnehmer, doch wiederum wurden klare Chancen nicht genutzt.

Für Rödelheim sollte es einfach nicht sein

Niklas Vogt und Marc Nopp tauchten in der 65. Minute frei vor dem Keeper der Ginnheimer auf und konnten ihn beide Male wieder nicht überwinden. Der Anschlusstreffer in der 70. Minute durch Ayoub Hazzazi nach Flanke durch Niklas Vogt gab noch einmal Auftrieb, doch alle Versuche scheiterten an der vielbeinigen Abwehr der Germania. Als man alles nach vorne warf, gab es zuerst noch ein Lattentreffer der Germania und in der 90. Minute plus drei dann das entscheidende dritte Tor durch Fabian Ullrich. Auch danach hatte Niklas Vogt noch einmal die „dicke“ Chance zur Ergebniskorrektur, doch es sollte einfach nicht sein. „Die Mannschaft hat alles gegeben, gekämpft bis zum Umfallen, doch es gibt Tage, da ist das Tor des Gegners einfach vernagelt“, lautete die Konklusion von RFC-Pressesprecher Volker Flauaus. Sein Team hat noch die beiden bedeutungslosen Partien beim SV Viktoria Preußen (17. Mai) und beim BSC Schwarz-Weiß 19 (31. Mai) zu bestreiten.

Für Ginnheims Alterspräsidenten Tonyo Gering „spielte die Germania nicht nur einen technischen Fußball, sondern nahm auch den Kampf an. Rödelheim wechselte das Spielfeld auf den nebenliegenden Rasenplatz, aber meine Ginnheimer zeigten sich auch dort als Rasenplatzdompteur! Auf das Erreichen in dieser Saison kann man sich einfach nur glücklich schätzen. Es ist eine Freude Fan von dieser Mannschaft zu sein. So viele Verletzte wie wir haben ersetzen wir ohne Qualitätsverlust. Einfach eine Top Arbeit.“ Diese gilt es nun in den beiden Heimspielen gegen Gudesding und Meister Griesheim mit sechs Punkten fortzusetzen, dann wäre die zweite Relegationsteilnahme in Folge perfekt.

Schiedsrichter: Dominik Jüch (SG Arheilgen). Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Bastian Ullrich (9.), 0:2 Nico Tahirovic (39.), 1:2 Ayoub Hazzazi (70.), 1:3 Fabian Ullrich (90./+3).