By Pedro | Published | Keine Kommentare

Einen solch ungewöhnlichen Fall hat es bisher nicht gegeben. Der FC Croatia zog seine SOMA noch am selben Abend in einer von Präsident Mile Kelava unterzeichneten Mail vom laufenden Spielbetrieb zurück.
Diese Maßnahme überraschte insofern, als es sich um eine nicht nur im Pokalwettbewerb sehr erfolgreiche Mannschaft handelt, die in der Ligarunde das Teilnehmerfeld als Spitzenreiter anführte und gute Chancen gehabt hätte, im „Final Four“ der Meisterrunde Kreismeister zu werden.
„Unser Präsident hat das Team ohne Rücksprache mit uns und gegen den Willen anderer Vorstandsmitglieder im Alleingang zurückgezogen“, klagte SOMA-Abteilungsleiter Darko Krolo. Am Tag darauf gab es dann eine erneute Mail an den Kreisfußballwart Thorsten Bastian, in der Kelava die Abmeldung der SOMA-Mannschaft wiederrief. „Nach erneuter interner Abstimmung konnten die zuvor genannten organisatorischen und personellen Herausforderungen zwischenzeitlich geklärt werden, sodass eine ordnungsgemäße und verlässliche Teilnahme am Spielbetrieb wieder gewährleistet ist. Wir bitten Sie daher, die Abmeldung als gegenstandslos zu betrachten und unsere Mannschaft weiterhin im laufenden Wettbewerb zu führen“, heißt es in dem Schreiben.
Das Problem: Da die Abmeldung auf offiziellem Weg über das elektronische Postfach gesendet wurde, ist diese verbindlich. Bastian hatte bereits den Finalgegner FC Kalbach, der seinerseits wegen der parallelen Austragung des „Harry Fischer-Gedächtnisturniers“ am 14. Mai einen Nichtantritt in Erwägung gezogen hatte, bereits zum Kreispokalsieger erklärt, da das Finale aufgrund des Rückzugs nicht stattfinden würde. Bastian hat den Sachverhalt nun an Tim Stehl, den juristischen Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle des HFV weitergeleitet, der sich nun mit dem Sachverhalt beschäftigen wird. Unterdessen bittet Krolo im Sinne der erfolgreichen Mannschaft um eine Ausnahme: „Wir möchten weiter Fußball spielen und haben mit Vereinspolitik nichts zu tun.“