Wie 2023 platzte der Traum vom erstmaligen Aufstieg in die Hessenliga im Finale der Relegation. Die SG Bornheim/Grün-Weiß konnte auch drei Jahre später den letzten Schritt nicht gehen und musste sich dem Hessenligisten CSC 03 Kassel auf neutralem Platz in Eichenzell vor 645 Zuschauern mit 2:4 (0:1) geschlagen geben.
Bornheimer Fans waren stimmungsmäßig on top. Foto: PA.
CSC 03 Kassel – SG Bornheim/Grün-Weiß 4:2 (1:0)
Rund 250 lautstarke Anhänger unterstützten die „Bernemer“ im Kreis Fulda mit koordinierten Dauergesängen.
Ein Faktor, der das Bornheimer Team trug, denn Kassel zeigte sich vom Support des Frankfurter Stadtteilclubs sichtlich überrascht und beeindruckt. Dennoch ging der CSC durch Ex-Profi Alban Meha in Führung (16.). Ab diesem Zeitpunkt kontrollierten die Nordhessen das Geschehen, während Bornheim über die kämpferische Linie im Spiel blieb. Die Halbzeit am Tannenhof verlängerte sich um 15 Minuten, da ein Gewitter aufzog. Nach dem Seitenwechsel schien nach Mehas 2:0 (57.) alles klar zu sein, doch Bornheim kam zurück. Einen Foulelfmeter verwandelte Bilal Zerouali zum 2:1 (61.).
Getragen von der Euphorie wollte Bornheim zu viel
Kurz darauf traf CSC-Spieler Jan Iksal die Latte. Der soeben eingewechselte Standardspezialist Hicham Boujerad verwandelte dann einen Freistoß zum 2:2 (74.). Das rief eine Emotionsexplosion bei den Bornheimer Anhängern hervor, einige liefen aus der Emotion heraus auf den Platz, um mit den Spielern zu jubeln. Schiedsrichter Alexander Hauser wies daraufhin den Bornheimer Kapitän Lukas Knell an, den Bornheimer „Vorsänger“ für Ordnung sorgen zu lassen. Danach wollten die Bornheimer getragen von der Euphorie vielleicht zu viel, während sich bei Kassel Frust breit machte. Ersatzkeeper Alexander Bartuli bekam wegen Reklamationen Gelb-Rot (82.). Als sich alle auf eine Verlängerung einstellten, schlug Kassel zweimal zu.
Leon Koch (90.) und Jon Mogge (90.+1) sicherten dem CSC den Klassenerhalt. In der Nachspielzeit hatten sich die Bornheimer Bilal Zerouali und Ben Schwarz (90 +7) nicht mehr im Griff und flogen wegen Tätlichkeiten mit der Roten Karte vom Platz. Der in die Sportliche Leitung wechselnde CSC-Trainer Lothar Alexi war „erleichtert. Wir hatten Schwierigkeiten, uns trotz der guten Mittelfeldachse zu lösen. Nach dem 2:0 müssen wir das sauberer zu Ende spielen.“ Der Bornheimer Trainer Taner Yalcin, der zu Rot-Weiß Walldorf wechselt, war dagegen nicht enttäuscht: „Wir haben fast das Maximum aus dieser Mannschaft rausgeholt. Die Fans haben uns komplett getragen. Schade, dass der letzte Schritt nicht vollendet wurde.“
Schiedsrichter: Alexander Hauser (FC Waldbrunn). Zuschauer: 645.
Tore: 1:0 Alban Meha (16.), 2:0 Alban Meha (57.), 2:1 Bilal Zerouali (61., Foulelfmeter), 2:2 Hicham Boujerad (74.), 3:2 Leon Koch (90.), 4:2 Jon Mogge (90.+1).
Gelb-Rote Karte: Alexander Bartuli (Kassel/82.) auf der Ersatzbank. Rote Karten: Bilal Zerouali, Ben Schwarz (beide Bornheim/90.+7).