By Pedro | Published | Keine Kommentare

Vor zwei Jahren hatte es ein Kreispokal-Spiel der 2. Runde gegeben (0:3), auf Ligaebene war es das erste Heimspiel der Enkheimer gegen die Sportfreunde seit exakt elf Jahren. Am 19. April 2015 gewann Germania Enkheim mit 4:2 gegen die Sportfreunde und stieg über die Relegationsrunde wieder in die Gruppenliga Frankfurt West auf. Aufgrund eines Staus traf der Schiedsrichter leider verspätet ein, sodass der Anpfiff erst um ca. 16.10 Uhr – mit 70 Minuten Verspätung – erfolgen konnte.
Trotz der langen Wartezeit entwickelte sich von Beginn an eine faire und sportlich gute Begegnung. „Wir übernahmen von Anfang an die Kontrolle über das Spielgeschehen und dominierten die Partie über 90 Minuten hinweg. Insgesamt zeigte Germania Enkheim eine souveräne und fokussierte Leistung“, kommentierte Enkheims Vorsitzender und Interimstrainer Ali Özer. Bis zum Pausentee hatten die Gastgeber schon ein halbes Dutzend Tore durch Canluca Leo (6.), Deniz Özer (10.), Christian Loerke (24.), Lars Trams (37./42.) und Kaleab Eyassu (43.) erzielt.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten Reinhardt Rudolf Briandt Lutterodt (71.) und Trams (73./74.) zum Kantersieg, der gut und gerne auch zweistellig hätte ausfallen können. „Den Speuzern wünsche ich viel Erfolg in den kommenden wichtigen Spielen“, ergänzte Özer. Da Germania 94 in der Gruppenliga auf einen Abstiegsplatz fiel, erhöht sich die Anzahl der Absteiger in der KOL derzeit auf zwei. Die Sportfreunde haben jetzt fünf Punkte Rückstand zur GSU Hellas, dem mutmaßlichen Relegationsteilnehmer. Es war bereits die zweite 0:9-Niederlage in der Rückrunde, auch in Rödelheim hatte die Mannschaft mit dem gleichen Resultat verloren und machte jetzt die unrühmlichen 100 Gegentore voll.
Speuzer-Trainer Martin Reyschmidt war über das Debakel entsetzt: „Die Mannschaft hat total versagt. Natürlich ist die verspätete Ankunft des Schiedsrichters nicht optimal gewesen, aber keine Entschuldigung. Das war kein KOL-Niveau von uns, sondern B-Klasse. Natürlich haben wir auch Verletzungspech, aber 9:0 darf man nicht verlieren. Das war desolat, jetzt müssen wir punkten in den letzten vier Spielen, sonst geht es runter.“ Nächsten Sonntag gastiert Enkheim bei Westend, die Speuzer erwarten die formstarken Ginnheimer.