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Frohe Ostern: GSU Hellas gleicht mit drei Toren aus

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Im Kellerduell verspielte Schlusslicht FFV Sportfreunde 04 einen 4:1-Vorsprung in der Nachspielzeit und musste sich nach drei Gegentoren noch mit einem 4:4 gegen die GSU Hellas begnügen. Die Gäste waren entgegen ihren Ankündigungen im Vorfeld trotz des orthodoxen Ostersonntags angetreten. 

Die Sportfreunde in ungewohnten roten Trikots gaben den sicher gelaubten Sieg noch aus der Hand. Foto: Mithat Gürser.

FFV Sportfreunde 04 – GSU Hellas 4:4 (0:1)

Erstmals seit 20 Jahren empfingen die Speuzer eine Mannschaft der GSU und es war eine sehr wichtige Begegnung im Kampf um den Klassenerhalt. Die Gäste lagen zur Halbzeit mit 1:0 durch Steven Sallan in Führung (20.). Nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeber auf. Steven Bauers Ausgleich (50.) war die Initialzündung. Kapitän Sayed Maqsoud Hashimi besorgte die Führung (67.), dann schien der Doppelpack von Modou Lamin Caesay (81./84.) den Sieg zu bringen, der das Team vom Tabellenende weg gebracht hätte. Man hätte den FC Croatia aufgrund des direkten Vergleichs (2:4/3:0-Wertung) überholt und wäre bis auf zwei Punkte an die Griechen herangekommen. Doch die Gäste gaben sich nicht auf und schafften in der Nachspielzeit noch drei Tore.

Christos Karamanlis (90./+2), Ilir Chounta Or Huda (90./+3) und Vladimir Bogdanovic (90./+4) machten das nicht mehr erwartete Resultat zur Realität. Damit hat sich der Antritt der GSU Hellas doch noch gelohnt, denn der Abstand zum Schlusslicht konnte mit fünf Punkten gewahrt bleiben und man hat auch noch drei Punkte mehr als Croatia. Nach der aktuellen Abstiegskonstellation gäbe es nur einen Direktabsteiger, Hellas wäre derzeit sogar gerettet. „Die zweite Halbzeit war gut, die GSU war eigentlich platt. Jeder wollte aber nach dem 4:1 nach vorne gehen und Tore erzielen. Am Ende müssen wir das besser verteidigen. So etwas habe ich noch nicht erlebt, wir haben einen Satzball vergeben“, war Speuzer-Trainer Martin Reyschmidt fassungslos.

GSU Hellas-Sportdirektor Theodoros Vassiliou betonte: „Uns haben drei Stammspieler gefehlt, besonders der Torwart. Wir haben aber die restlichen Spieler aufgrund der Wichtigkeit des Spiels gebeten, zu spielen. Manche kamen direkt von der Kirche oder vom Familienessen. Wir hatten einen Schockmoment im Spiel, als Jan Schnücker fast die Zunge verschluckt hätte. Das Spiel war zehn Minuten unterbrochen, deswegen die Nachspielzeit. Danach war die Moral runtergefahren worden, wir waren mental down. Christos Karamanlis hat die Mannschaft nach dem 1:4 wachgerüttelt. Wenn das Spiel noch länger geht, machen wir noch das 5:4. Dass wir mit einem Punkt raus gehen ist gut, wir sind nun auch mit den Neuzugängen Steven Sallan, der in der Hessenliga bei Rot-Weiß Walldorf spielte und Elias Benhima vom FC Croatia konkurrenzfähig. Ich denke, das müsste am Ende für den drittletzten Platz reichen.“

Am Sonntag fahren die Sportfreunde nach Enkheim, Hellas erwartet die SG Westend erst um 17 Uhr. 

„Manche kamen direkt von der Kirche oder vom Familienessen.“

GSU Hellas-Sportdirektor Theodoros Vassiliou

Schiedsrichter: Steffen Keller (FC Olympia Fauerbach). Zuschauer: 28.

Tore: 0:1 Steven Sallan (20.), 1:1 Steven Bauer (50.), 2:1 Sayed Maqsoud Hashimi (67.), 3:1, 4:1 Modou Lamin Caesay (81./84.), 4:2 Christos Karamanlis (90./+2), 4:3 Ilir Chounta Or Huda (90./+3), 4:4 Vladimir Bogdanovic (90./+4).

Bildergalerie: Unser Fotograf Mithat Gürser schaute zuerst am Rebstock vorbei, vielen Dank!