By Pedro | Published | Keine Kommentare

Nach dem Rückritt von Trainer Antonio D´Andrea (wir berichteten) hat Sportvorstand und Vereinsvorsitzender Ali Özer das Training mit Vorgänger Steffen Wittig übernommen. Das soll nur eine Interimslösung in Enkheim sein. „Wir suchen dringend nach einer Lösung“, sagte dazu Özer. Die Partie gegen den BSC habe man über weite Strecken im Griff gehabt, auch wenn die Gäste durch Elmehdi Aaflani in Führung gegangen waren (18.). Kapitän Lars Trams gelang der Ausgleich zum Halbzeitstand (26.). Nach dem Seitenwechsel avancierte der eingewechselte Reservespieler Reinhardt Rudolf Briandt Lutterodt bei seinem Debüt in der Ersten Mannschaft zum Mann des Tages. Seinen Führungstreffer (70.) egalisierte Oktay Vardar (84.) in Unterzahl, nachdem BSC-Akteur Tskaloba Zhgenti wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde (78.).
Die Gäste nutzten das Momentum und legten erneut durch Vardar den dritten Treffer nach (86.). Doch in der Nachspielzeit war es der Mann mit dem sperrigen vierteiligen Namen, der die Enkheimer Heimniederlage abwenden konnte. Lutterodt markierte noch das 3:3 (90./+2). BSC-Trainer Eleyas Kahsay deutete an: „Das war anfangs eine schöne und ansehnliche KOL-Partie, wir hatten den bissigeren Anfangund sind auch verdient in Führung gegangen.“ Und das ersatzgeschwächt, da Coach Kahsay und sein Betreuer Ararat Akkus auf dem Spielberichtsbogen standen. Beim 1:1 hatte der BSC in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren und durch einen schnellen Umschaltmoment der Gastgeber durch einen Konter das 1:1 erhalten, danach ließen die Gäste nach und überließen Enkheim den Ball.
„In der zweiten Halbzeit hatten wir das Gefühl, der Schiedsrichter hätte es auf uns abgesehen. Ein Enkheimer hat für ein Foul zurecht Gelb bekommen, in seiner nächsten Aktion bekommt er für ein Foulspiel mit beiden Beinen noch eine Verwarnung, schlägt dann den Ball weg und wird erneut verwarnt. Danach bekommt unser Spieler Gelb für ein Foul und für das nächste Foulspiel direkt Gelb-Rot, obwohl mein Spieler auch nichts gesagt hat. Da fühlten wir uns benachteiligt. Die Nachspielzeit war dann viel zu lang, wir haben dann noch nach der angezeigten Zeit das 3:3 kassiert. Für uns ist das ärgerlich, denn am Ende hätte das so nicht ausgehen dürfen. Bin froh, dass wir jetzt erstmal ins spielfreie Osterwochenende gehen, denn personell sieht es immer magerer aus“, schilderte Kahsay.
Sein Fazit nach dem Enkheim-Trip: „Fragliche Entscheidungen des Schiedsrichters und eine überlange Nachspielzeit haben uns am Ende zwei Punkte weniger gekostet.“ Nach Ostern gastiert Enkheim beim FC Croatia (15 Uhr). Zeitgleich erwartet der BSC dann den FC Germania Ginnheim.
„Da fühlten wir uns benachteiligt.“
BSC-Trainer ELEYAS KAHSAY
Schiedsrichter: Mohamed El Hassani (SV Gronau). Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Elmehdi Aaflani (26.), 1:1 Lars Trams (26.), 2:1 Reinhardt Rudolf Briandt Lutterodt (70.), 2:2, 2:3 Oktay Vardar (84./86.), 3:3 Reinhardt Rudolf Briandt Lutterodt (90./+2).