By Pedro | Published | Keine Kommentare

Seit knapp 16 Jahren hatte es kein Heimspiel mehr der GSU gegen den FC Croatia gegeben. Seinerzeit, am 21. April 2010, unterlagen die Griechen den Kroaten in der B-Klasse an der Wilhelm-Epstein-Straße mit 0:4. Dieses Ergebnis hätte sich Croatia auch gerne in der Gegenwart gewünscht, aber die 2:0-Führung der Gäste zur Pause reichte nicht aus, denn die Hausherren erkämpften sich wenigstens noch einen Punkt. „Wir hatten eine starke Anfangsphase mit Pfosten- und Lattenschuss und hätten führen müssen. Croatia hatte drei, vier erfahrene Spieler und hat intelligent gespielt. Sie haben erstmal abgewartet und auf Konter gesetzt“, berichtete der Sportliche Leiter der GSU Hellas Theodoros Vassiliou. Tatsächlich führte diese Taktik zunächst zum Erfolg für die Gäste, denn Marko Vuckovic vollendete gleich zwei Angriffe von Croatia (19./35.) und es stand 2:0 für den FC Croatia. Nach dem Seitenwechsel stellte Hellas auf Dreierkette um und verstärkte den Druck. Und es war mit Tomislav Zecevic einer der in der Winterpause von Croatia zu Hellas gewechselten Spieler, der zum Anschlusstreffer traf (59.). Georgios Rafail Vassiliou egalisierte zum 2:2 (74.) und danach war das Spiel offen.
„Die Kroaten haben noch einen Konter gefahren, da hätten wir noch ein drittes Tor fangen können. Das 2:2 ist aber insgesamt gerecht“, meinte Theo Vassiliou, der Vater des Torschützen. Zur Problematik um das nächste Spiel am 12. April beim Schlusslicht FFV Sportfreunde 04 äußerte sich der GSU-Funktionär erneut: „Leider stoßen wir weiter auf ein ablehnendes Verhalten des Gegners und der Klassenleitung bezüglich einer Spielverlegung. Was spricht dagegen, die Begegnung um ein paar Tage vorzuziehen? Leider gibt es einen Verein, der unsportlich ist und drei Punkte geschenkt haben will. Das haben wir in 60 Jahren Vereinsgeschichte noch nicht erlebt.“ Croatia-Trainer Damir Hustic meinte, dass mehr drin war: „Nach dem gezeigten Spiel können wir ehrlich gesagt etwas enttäuscht sein, dass wir nicht alle drei Punkte mitgenommen haben, denn besonders in der ersten Halbzeit waren wir die klar bessere Mannschaft. Nach mehreren gut herausgespielten Aktionen gingen wir mit 2:0 in Führung, beide Treffer erzielte Vuckovic nach Vorlagen von Krunic. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss hätte die Führung sogar noch deutlicher ausfallen können, da wir weitere sehr gute Möglichkeiten hatten.“
In der ersten Halbzeit „hatten wir das Spiel komplett unter Kontrolle, während der Gegner aus dem Spiel heraus praktisch keine nennenswerte Chance hatte. Auch in die zweite Halbzeit sind wir gut gestartet und hatten weiterhin die Kontrolle, doch nach einem unnötigen Foul in einer gefährlichen Zone verkürzt der Gegner auf 1:2.“ Nach dem Gegentor „übernahmen wir erneut die Initiative und kontrollierten das Spiel über weite Strecken, jedoch ließ mit zunehmender Spieldauer die Kraft etwas nach. Das nutzte der Gegner und kam nach einem guten Schuss aus etwa 17 Metern zum Ausgleich zum 2:2.“ In der Schlussphase „wurde das Spiel auf beiden Seiten offener, mit Chancen für beide Mannschaften. Die größte Möglichkeit hatten wir etwa in der 80. Minute, als wir nach einer guten Aktion aus zwei Metern das Tor verfehlten.“
Das Fazit von Hustic: „Am Ende müssen wir trotz der Enttäuschung mit dem Punkt zufrieden sein, auch wenn wir dem Sieg näher waren. Wir haben eines unserer besseren Spiele gezeigt und hätten uns drei Punkte verdient. Vor uns liegt nun die Osterpause, die wir nutzen werden, um uns gut zu erholen und uns auf die Fortsetzung der Saison vorzubereiten.“ Am 12. April erwartet Croatia dann den FC Germania Enkheim (15 Uhr). Lob gab es allenthalben für Schiedsrichter Recai Kivanc (Schwarz-Weiß Wiesbaden). „Der hat sehr gut gepfiffen, über den kann sich keine Mannschaft beschweren“, sagte Vassiliou.
„Mit zunehmender Spieldauer ließ die Kraft nach.“
Croatia-Trainer DAMIR HUSTIC
Schiedsrichter: Recai Kivanc (Schwarz-Weiß Wiesbaden). Zuschauer: 80.
Tore: 0:1, 0:2 Marko Vuckovic (19./35.), 1:2 Tomislav Zecevic (59.), 2:2 Georgios Rafail Vassiliou (74.).