By Pedro | Published | Keine Kommentare

Die Griesheimer gehen als feststehender Meister der Kreisoberliga ins Endspiel und treffen auf den Tabellendritten der Verbandsliga Süd, der noch gute Chancen auf den Aufstieg in die Hessenliga hat. Die mit zehn Punkten Vorsprung die Kreisoberliga-Tabelle anführenden Griesheimer, die nach acht Jahren Abwesenheit in die Gruppenliga Frankfurt West aufsteigen, gewannen nur im Jahr 2014 den Kreispokal. Dem gegenüber stehen die drei Pokalsiege der Bornheimer in den Jahren 2018, 2022 und 2023. Auf dem Weg ins Endspiel hatten die im Volksmund „Schleifer“ genannten Griesheimer auch etwas Losglück. So zog man in der ersten Runde gleich ein Freilos und spielte in den folgenden Runden auswärts bei ambitionierten A-Ligisten.
In Runde zwei wurde der SV Blau-Gelb mit 4:2 ausgeschaltet, im Achtelfinale gab es ein denkwürdiges 9:8 nach Verlängerung beim späteren A-Liga-Meister SV Bonames und auch beim Aufstiegsaspiranten TuS Nieder-Eschbach musste Griesheim in die Verlängerung und setzte sich mit 4:2 durch. Im Halbfinale gab es das einzige Heimspiel, hier wurde Ligakonkurrent SG Harheim mit 3:2 besiegt. Die Bornheimer gewannen in der ersten Runde mit 7:0 beim A-Ligisten FV Hausen, zogen dann gegen den A-Liga-Rückzieher FC City kamplos ins Achtelfinale ein. Hier wurde Kreisoberligist Union Niederrad auswärts mit 3:0 eliminiert.
Im Viertelfinale gab es beim benachbarten Gruppenligisten und Titelverteidiger FG Seckbach ein 2:0 und im Halbfinale gab es den 2:1-Sieg im Heimspiel gegen Ligakonkurrent FC Kalbach. Für Griesheims Trainer Dominic Machado, dessen Team seit 20 Spielen wettbewerbsübergreifend ungeschlagen ist, bedeutet die Finalteilnahme „ein absolutes Highlight.“ Gleichwohl sehen sich die Griesheimer bei noch zwei Klassen Unterschied auf dem Rasenplatz in Nieder-Eschbach als Außenseiter. In Bornheim geht man mit Respekt an die Sache heran, dem Sieger winkt schließlich auch die Teilnahme am lukrativen Hesse-Pokalwettbewerb. „Natürlich sind wir Favorit, aber wir haben es mit dem Kreisoberliga-Meister zu tun, die eine grandiose Saison spielen“, heißt es in der Bornheimer Ankündigung auf den sozialen Netzwerken.

Geleitet wird die Partie vom Hessenliga-Schiedsrichter Tim Wiesner (SV Heddernheim), der sein letztes Spiel im Kreis pfeift. Er zieht nach Osthessen und schließt sich der Schiedsrichter-Vereinigung Hersfeld-Rotenburg an, pfeift aber weiter für seinen Heimatverein. Unterdessen findet das zuvor geplante SOMA-Endspiel nicht statt, da der FC Croatia seine Mannschaft nach dem Finaleinzug abmeldete, das Team am nächsten Tag wieder anmeldete und mittlerweile die Abmeldung vom Justiziar des Hessischen Fußball-Verbandes als verbindlich eingestuft wurde. Somit gewinnt der FC Kalbach den Kreispokal am grünen Tisch und nimmt am Ü35-Hessen-Pokal teil.