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Nach friedlichem GL-Derby: Tempo III – Kosova II abgebrochen

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Nachdem das „Balkan-Derby“ in der Gruppenliga Frankfurt West zwischen dem FC Tempo und dem FC Kosova (4:1) vor 312 Zuschauern ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne ging, standen sich im Anschluss in der Kreisliga C (Gruppe 1) im Spitzenspiel noch Tabellenführer FC Tempo III und der Rangzweite FC Kosova II an der Woogwiese gegenüber.

Während in der Gruppenliga (hier die Kapitäne Matijevic von Tempo und Kadrijaj von Kosova mit Schiri Kakmaci) alles friedlich ablief, benahmen sich einige Leute in der C-Klasse daneben. Foto: Mithat Gürser.

FC Tempo III – FC Kosova II 2:1 (2:0) abgebrochen 

Die Partie wurde kurz vor Schluss beim Stande von 2:1 für die Gastgeber vorzeitig abgebrochen. Während die Ersten Mannschaften vor der Vereinshütte bei gemeinsamen Essen und Trinken die Gruppenliga-Partie trotz aller landsmannschaftlichen Rivalitäten Revue passieren ließen, verlief auch das Folgespiel in der untersten Spielklasse zunächst im normalen Rahmen. Stefan Jezdic hatte die Drittvertretung der Serben im ersten Abschnitt mit 2:0 in Führung gebracht (3./42.). Nach dem Seitenwechsel verkürzte die Reserve der Kosovaren durch Michael Junior Lamptey in der Schlussphase (85.). Was danach tatsächlich zum Spielabbruch führte, darüber scheiden sich die Geister.

Nach Informationen von Klassenleiter Frank Kunold, der die Begegnung rund 60 Minuten lang vor Ort verfolgte, soll „die Ursache eine Tätlichkeit eines Auswechselspieler vom FC Tempo III gegen einen Spieler des FC Kosova II in einer Spielunterbrechung nach einem Foulspielentscheidung vom angesetzten Schiedsrichter gewesen sein.“ Tempo-Sportchef Zoran Marcetic berichtete von „einer Provokation eines Kosova-Akteurs gegen eine Zuschauerin, die einen Tumult auslöste. Leider gibt es in den unteren Mannschaften Leute, die sich nicht benehmen können.“

Polizeieinsatz musste die Lage beruhigen

Kosovas Spielausschuss-Chef Rudi Statovci beklagte: „Das ist traurig, denn so was hat im Frankfurter Fußball nichts zu suchen. Nach dem 2:1 sind unsere Spieler von hereinstürmenden Zuschauern und Spielern angegriffen und geschlagen worden.“ Die Folge war ein Polizeieinsatz, um die Lage zu beruhigen. Der Schiedsrichter hatte eine Wartezeit von 30 Minuten angesetzt und informierte beide Mannschaften darüber, dass er für eine mögliche Spielfortsetzung zur Verfügung stünde. Nach Ablauf dieser Frist erschien keine der Mannschaften zur Wiederaufnahme des Spiels, sodass der Referee die Partie endgültig beendete.

Zwischenzeitlich hatte der Schiri dem Trainer der Heimelf mitgeteilt, dass gegen den Spieler mit der Rückennummer 54, David Milosevic, die Rote Karte ausgesprochen wurde. Nun muss sich wie immer das Kreissportgericht unter dem Vorsitz von Swaantje Dirks mit den Vorfällen und der Spielwertung beschäftigen. Es bleibt die Frage, warum das problematische Duell dieser beiden Balkan-Vereine trotz aller Rivalität in der Gruppenliga diszipliniert über die Bühne ging und dann die unteren Mannschaften in der C-Klasse diesen guten Eindruck durch solche Entgleisungen wieder rückgängig machten. Der Fußball ist bei solchen Vorfällen der eindeutige Verlierer. 

Schiedsrichter: Ali-Ekber Sener (Eintracht Frankfurt). Zuschauer: 78.

Tore: 1:0, 2:0 Stefan Jezdic (3./42.), 2:1 Michael Junior Lamptey (85.).