By Pedro | Published | Keine Kommentare

Die Vorgeschichte war bekannt: Am 10. Juni 2025 feierte Germania Ginnheim mit dem 2:1-Heimsieg gegen Viktoria Preußen im letzten Relegationsspiel den erstmaligen Aufstieg in die Kreisoberliga.
Die Preußen blieben nur in der Klasse, weil Germania 94 in der übergeordneten Relegation den Sprung nach oben schaffte. Zudem gab es noch das abgebrochene Erstrundenpokalspiel der Preußen in Praunheim, das vor das Sportgericht ging und wo auch die Ginnheimer wegen Verfehlungen einzelner Zuschauer mit einer Geldstrafe belegt wurden, weswegen das Hinspiel unter Verbandsaufsicht stand. Preußen-Coach Artur Rissling berichtete zu Beginn des Spiels „von vielen Abspielfehlern“. Die Gäste gingen durch den abgefälschten Freistoß von Cafer Eray Güresci in Führung (19.), der „Preuße“ Ali Matmati konnte egalisieren (23.). Dann patzten die Hausherren zweimal, spielten dem Gegner den Ball in den Fuß. Das nutzte Bastian Ullrich gekonnt zu zwei Toren aus (25./35.). „Ginnheim musste nicht viel tun, um verdient in Führung zu gehen, denn wir haben eine schlechte erste Halbzeit gespielt“, sagte Rissling.
Nach dem Seitenwechsel wurde es deutlich besser, die Gastgeber kamen schon vor der Pause mit dem 2:3 durch Mohamed El Kadouri heran (40.). Doch Ginnheim stellte mit Jost Guinand den alten Abstand wieder her (58.). Die Preußen gaben aber nie auf und verkürzten abermals mit Stefano Amore durch sein erstes Tor nach seiner Rückkehr (70.). „Wir haben gedrückt mit Standards ohne große Möglichkeiten zu haben. Ein Sieg wäre unverdient gewesen, ein Punkt wäre meiner Meinung nach verdient. Die letzten Wochen hatten wir etwas Glück, am Sonntag weniger. Wir haben gegen eine gute Ginnheimer Mannschaft verloren und es war klar, dass wir nicht alle Spiele bis zum Ende der Saison gewinnen würden.“ Risslings Team ist nun erstmal spielfrei und erst nach Ostern am 12. April bei Union Niederad am Ball. Ginnheims Sportdirektor Benjamin von Allwörden hatte es so gesehen: „Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung vom Anfang bis zum Ende haben wir den Kampf angenommen und in einem offenen Schlagabtausch waren wir die zwingendere Mannschaft. Bis zum Ende haben wir das durchgezogen und verdient die drei Punkte nach Hause genommen. Nach drei Wochen ohne Sieg fühlt sich das wieder schön an.“
von Allwörden zog noch einen Vergleich aus der Comic-Welt: „Germania Ginnheim würde ich Artur Risslings Kryptonit nennen – in den letzten sechs Spielen seiner Teams gegen uns gab es fünf Niederlagen und ein Unentschieden für den Trainer der Preußen.“ Zur Erklärung: Kryptonit ist ein fiktives, grünes Mineral aus den Superman-Comics, das als Hauptschwäche des Superhelden dient und ihn schwächt oder tötet. Im übertragenen Sinne bezeichnet es die „Achillesferse“ – eine spezifische Schwäche, eine Person oder eine Situation, die einen sonst starken Menschen machtlos oder verletzlich macht. In der realen Welt erwarten die Ginnheimer am Sonntag Union Niederrad (15 Uhr).