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Union Niederrad verschafft sich Luft

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Union Niederrad verschaffte sich durch den 3:0-Sieg bei der GSU Hellas weiter Luft im Kampf um den Klassenerhalt und holte den zweiten Sieg in Folge ohne Gegentor. Mit 25 Punkten liegen die Unioner nun elf Zähler vor dem Aufsteiger, der aktuell den Relegationsplatz belegt.

Union Niederrad ist auf dem Weg zum Klassenerhalt. Foto: Archiv Mithat Gürser. 

GSU Hellas – FC Union Niederrad 0:3 (0:2)

Die Partie fand an der Hahnstraße in Niederrad statt, wo der griechische Verein seit dieser Saison seine Heimspiele austrägt. Von einem Derby zu sprechen, wäre aber aufgrund des fehlenden Bezuges der GSU Hellas zum Stadtteil Niederrad nicht angemessen. „Wir hatten wieder viel Pech“, meinte der Sportliche Leiter Theodoros Vassiliou bezugnehmend auf vier verletzungsbedingte Wechsel. So musste zur Halbzeit auch Torhüter Charalampos Semertzidis mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt und durch Dimitrios Bochlos ersetzt werden. „Die Seuche war da, außerdem musste noch einer wegen eines Kreuzbandrisses und ein anderer wegen einer Überdehnung raus“, sagte Vassiliou.

„Die Niederräder waren im Zweikampf aggressiv, in manchen Situationen hätte es auch die Rote Karte geben können. Wir haben den Spielrhythmus verloren“, erklärte Vassiliou. Die Gäste konnten durch zwei Tore vom 21-jährigen „Achter“ Paul Jähne (33./38.) mit 2:0 in die Pause gehen. Zunächst markierte Jähne aus 30 Metern per Distanzschuss das erste Tor, nachdem der GSU-Keeper den Ball unkontrolliert in die Mitte spielte. Beim zweiten Treffer reagierte Jähne am schnellsten, als ein Kopfball gegen die Latte ging. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Mohamed Azeggaghe mit seinem 14. Saisontor auf 3:0 per Foulelfmeter (80.).

Vassiliou kündigte außerdem an, dass sein Club erwäge zum Kellerduell am 12. April beim FFV Sportfreunde aufgrund des orthodoxen Osterfestes nicht anzutreten, wenn der Kontrahent im Abstiegskampf einer Verlegung nicht zustimme. „Wir haben das auf der Rückrundenbesprechung angesprochen und den Klassenleiter informiert, bekommen aber vom Gegner keine Antwort. Für unsere griechischen Spieler ist der Ostersonntag heilig, da kann keiner spielen. Wenn wir dadurch absteigen, dann ist es eben so. Das nehmen wir in Kauf. Aber wir spielen auch nicht am christlichen Ostersonntag, deswegen hoffen wir noch auf eine Terminänderung“, sagte Vassiliou.

Für Unions Vorsitzenden Khalid Lamjahed war die Schiedsrichterleistung „ganz schwach, das waren fragwürdige Entscheidungen. Bei den ersten zwei Fouls hat er und direkt die Gelbe Karte gegeben, davon einem Sechser, der danach aus dem Spiel genommen war. Zweite Halbzeit waren wir feldüberlegen, haben reihenweise Chancen vermasselt. Wenn wir die Liga halten wollen, war das ein Pflichtsieg. Aber wir haben uns hier nicht mit Ruhm bekleckert.“ Für die GSU Hellas geht es am Sonntag zum BSC Schwarz-Weiß 19 (15 Uhr). Union Niederrad erwartet zeitgleich Germania Enkheim.

   

„Für unsere griechischen Spieler ist der orthodoxe Ostersonntag heilig, da kann keiner spielen.“

GSU-SPORTDIREKTOR THEODOROS VASSILIOU

Schiedsrichter: Markus Volk (SG Modau). Zuschauer: 70.

Tore: 0:1, 0:2 Paul Jähne (33./38.), 0:3 Mohamed Azeggaghe (80./Foulelfmeter).