By Pedro | Published | Keine Kommentare

Unter den 125 Zuschauern befand sich auch der derzeit noch verletzte Eintracht-Profi Younes Ebnoutalib, der in der D-Jugend noch in Heddernheim spielte und dann über den FC Kalbach, Rot-Weiss Frankfurt, AC Perugia, FC Gießen und SV Elversberg im Bundesliga-Kader der Eintracht landete. Der 22-jährige zeigte sich bodenständig, schaute sich das Spiel aufmerksam an und kennt offensichtlich auch einige Spieler persönlich. Schön auf jeden Fall zu sehen, dass ein Profi nicht vergessen hat, wo er herkommt. Zum Spiel: Croatia war nach den letzten Ergebnissen der Außenseiter, Heddernheim wollte sich für die unfassbare 4:5-Niederlage gegen Viktoria Preußen rehabilitieren.
Und so starteten die „Gäste“ offensiv in die Begegnung und kamen früh durch zwei Tore von Christos Papadopoulos (5./12.) auf die Gewinnerstraße. Das gab die nötige Sicherheit, auch wenn man auf die Standards von Croatia-Kapitän Ante Strljic aufpassen musste. Einen Freistoß lenkte SVH-Tormann Marc Tomczyk an die Latte. Ansonsten waren die Gastgeber spielerisch nicht in der Lage, gefährliche Angriffe zu inszenieren. Heddernheim spielte weiter nach vorne, erhöhte schnell durch Cherano Willeführ (15.) und Yassir Achati, sodass es nach 20 Minuten schon 4:0 stand. Fünf Minuten später gab es Foulelfmeter, den Croatia-Torwart Miro Novokmet gegen SVH-Kapitän Antonie Willeführ parieren konnte (25.). Strljic auf der Gegenseite hatte dann mit einem seiner Freistöße Erfolg, sodass es zur Pause 1:4 stand. Denn die Gäste vergaben mit Marco Yatci (Innenpfosten/38.) und Giuliano Amante (40.) weitere Chancen. Ein eindeutiges Tor von Cherano wurde Sekunden vor der Halbzeit vom genau darauf achtenden Schiedsrichter, wer auf dem Spielberichtsbogen im Innenraum aufenthaltsberechtigt war, nicht anerkannt. Jetzt stand es genauso wie vor einer Woche gegen die Preußen bis zur 74. Minute, aber erstens wiederholen sich Unglücke nicht in so kurzer Abfolge und zweitens auch nicht wenn man daran denkt. Dennoch ließ Heddernheim wieder eine Phase der Nachlässigkeit walten, die diesmal folgenlos blieb. Nach einer Ecke der Croatia klatschte der Ball gegen den Pfosten, aber die Gastgeber brachten in mehreren Versuchen den Ball nicht unter.
Mit dem Freistoßtor von Amante (65.) waren die letzten Zweifel beseitigt – 5:1 (65.). Auf Zuspiel des agilen Marco Yatci schob Cherano zum 6:1 ein (71.). Croatia erzielte immerhin noch ein zweites Tor durch Dino Rascic (82.). In der Schlussphase gab es noch einen Foulelfmeter für Heddernheim, den Antonie Willeführ diesmal zum 7:2 verwandelte (85.), den Schlusspunkt setzte Cherano mit seinem 22. Saisontreffer (88.). Croatia fiel auf den drittletzten Platz zurück, der nach der momentanen Konstellation in der Gruppenliga West (Türkgücü über dem Strich. Germania 94 in der Relegation) den Klassenerhalt bedeuten würde. Es würde also in diesem Szenario nur einen direkten Absteiger und einen Relegationsteilnehmer geben. Wir werden weiter wöchentlich informieren, wenn sich daran etwas ändert. Schwer vorstellbar aber, dass die auf dem Konto stehenden 21 Punkte am Ende in dieser personellen Struktur und Verfassung reichen werden. Trainer Damir Hustic, der selbst auf dem Spielberichtsbogen als Ersatzspieler aufgeführt wurde, klagte: „Wir haben zu viele Ausfälle allein durch vier Rote Karten in den letzten zwei Spielen. Das ist zu viel, das sind auch drei Verteidiger. Wir hoffen, dass vielleicht nur einer oder maximal zwei absteigen. Dann ist meine Rechnung, dass zwei, drei Siege am Ende reichen können, um in der Klasse zu bleiben. Das wird aber schwierig, weil wir viele Änderungen haben. Wir geben aber trotzdem nicht auf. Wir bauen jetzt eine komplett neue Mannschaft auf, wir versuchen alles mögliche, um in der Kreisoberliga zu bleiben. Wir haben jetzt junge Spieler bekommen, auf die können wir unsere Zukunft bauen.“
Nächsten Sonntag geht es erstmal auswärts zur SG Harheim, wo Croatia in der 2. Runde des Kreispokals beim jetzigen Halbfinalisten mit 0:9 unterging. Heddernheims Trainer Andreas Berggold befand: „Wichtig war, dass wir nach den zwei Niederlagen und der herben Niederlage letzte Woche wieder in die Erfolgsspur finden. Da war es egal gegen wen wir spielen, denn wir wollten unser Ding durchziehen und uns auf uns konzentrieren. Das ist uns ganz gut gelungen, obwohl wir in keiner einfachen Situation waren. Ja, wir hatten so 15 Minuten in der zweiten Halbzeit, da haben wir kurz den Faden verloren, aber in der Höhe geht der Sieg absolut in Ordnung gegen einen Gegner, der nicht viel dagegen zu setzen hatte. Wenn wir es konsequenter zu Ende spielen, kann das auch zweistellig ausgehen.“ Man habe eine Reaktion gezeigt, hochkonzentriert gewirkt und bleibt so weiter im Rennen um die beiden vorderen Plätze. Jetzt heißt es kommenden Sonntag nachlegen im ersten Heimspiel seit 2016 gegen den FFV Sportfreunde 04, der nach zwei Abstiegen in Folge wieder am Tabellenende steht. Schon im Hinspiel konnte sich der SVH erst in der Nachspielzeit knapp mit 2:1 durchsetzen. „Die Mannschaft von Sportfreunde ist nicht mehr zu vergleichen mit dem Team aus der Hinrunde. Die haben da zahlreiche Spieler geholt, aber wir wollen keinen Gegner unterschätzen oder auf die leichte Schulter nehmen. Wir wollen den Dreier holen zu Hause und oben dranbleiben“, bekräftigte Berggold.





