By Pedro | Published | Keine Kommentare

Aus dem Hinspiel vor drei Wochen (1:5) war die Trikotposse noch gut in Erinnerung, deswegen verzichteten die Gastgeber auf ihre angestammte Farbe grau und zogen gleich weiße Spielkleidung an, denn Griesheim trat wie schon im Vorspiel ganz in schwarz auf. „Zwei verlorene Punkte“, meinte Preußen-Trainer Artur Rissling nach der Partie, während der Coach das A-Jugendspiel gegen Enkheim verfolgte.
Nach einer Notbremse von Nick Fiege gegen Preußen-Torjäger Pascal Bausch erhielt der Griesheimer die Rote Karte (28.). Es gab Foulelfmeter, den Bausch gegen Griesheims Torhüter Arman Ghorbani nicht verwandeln konnte, der Ersatzkeeper der Gäste hielt den gut geschossenen Elfmeter überragend. Kurz danach bekam der gelbvorbelastete Ricardo Pereira wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (37.). Ab diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber zwei Mann mehr auf dem Feld. Nach dem Seitenwechsel traf dann auch Bausch mit seinem 22. Saisontreffer zum 1:0 (47.). Die Gäste kamen mit einem abgefälschten Schuss von Marcus Kreckel in doppelter Unterzahl zum Ausgleich (54.). „Wir waren dann die ganze Zeit in ihrer Hälfte, hatten zwei, drei gute Chancen. Wir haben es aber zu kompliziert gemacht. Gegen zwei Mann weniger musst Du das Spiel gewinnen. Die Jungs sind niedergeschlagen, aber Griesheim hat alles reingeworfen und mit Fünferkette und Dreierkette davor alles weg verteidigt. Wir haben es so nicht verdient zu gewinnen“, fasste Preußen-Trainer Artur Rissling.
Griesheims Trainer Dominic Machado rechnete wohl nicht mit einer so zeitnahen Berichterstattung unsererseits, versprach aber sein Statement im Laufe des Montags nachzureichen: „Vielleicht sehe ich dass dann alles auch etwas anders als heute.“ Das tat der Coach dann auch, viel anders als am Sonntag dürfte er die Geschehnisse nicht eingeordnet haben: „Auch nach einer Nacht ist der Frust noch da, bis zur Roten Karte war das ein ausgeglichenes Spiel. Griesheim war noch nicht so richtig im Spiel und Preußen war auch nicht so gefährlich.“ War Machado mit dem ersten Platzverweis noch einverstanden, brachte der Trainer für Gelb-Rot gegen Pereira kein Verständnis auf. „Der Schiedsrichter hat uns gegenüber nach dem Spiel seine Fehlentscheidung bestätigt. Er hätte da keine zweite Gelbe Karte zücken dürfen.“ Vom Gefühl her „ist es merkwürdig, wie einfach Karten gegen Griesheim gezückt werden. Da hängt noch der negative Stempel aus der Vergangenheit am Verein.“
Knapp 60 Minuten habe man in doppelter Unterzahl „gefighted, wir sind marschiert ohne Ende. Das ist nicht so einfach, das sind trotzdem zwei verlorene Punkte, da wir auch das Gefühl hatten hier noch mit vier offensiven Spielern gewinnen zu können gegen ideenlose Preußen ohne klare Torchancen. Respekt vor dieser Leistung mit neun Mann.“ Machado habe mitbekommen, wie ein Ordner der Gastgeber dem Schiedsrichter die Anwendung des DFB-Stopp-Konzeptes erklären oder sogar Anweisungen geben wollte. „Das sind alles so Sachen, die passen genau ins Bild uns gegenüber“, echauffierte sich Machado. Am letzten Spieltag des Jahres treffen die Teams immer auf jenen Gegner, den sie noch nicht hatten und den sie im neuen Jahr gleich zu Beginn wiedersehen. Bei den Preußen ist das Concordia Eschersheim, die man um 14 Uhr empfängt. Bei den Griesheimern heißt der noch nicht bespielte Gegner Union Niederrad, wo man um 15 Uhr gastiert.
„Gegen zwei Mann weniger musst Du das Spiel gewinnen“
Preussen-Trainer artur rissling
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