Skip to content

Schlusslicht GSU Hellas: Achtungserfolg in Heddernheim

By | Published | Keine Kommentare

Der SV 07 Heddernheim kam gegen Schlusslicht GSU Hellas nicht über ein 3:3 hinaus und fiel in der Tabelle auf Rang vier zurück. Der Aufsteiger landete an der Brühlwiese einen Achtungserfolg und bewies, dass man sich im Kampf um den Klassenerhalt keineswegs aufgibt.

Da war es fast schon dunkel, denn dieses Spiel begann erst um 15 Uhr. Foto: PA.

SV 07 Heddernheim – GSU Hellas 3:3 (2:2)

Erstmals seit dem 20. Mai 2007, also seit über 18 Jahren, empfingen die Heddernheimer eine Mannschaft der GSU Hellas. Seinerzeit hatte es noch unter der Regie des legendären Peter Göbel einen 10:2-Sieg über den späteren Absteiger gegeben. Diesmal reichte es gegen den Neuling und Tabellenletzten trotz dreimaliger Führung nur zu einem 3:3. Die Heddernheimer zehren noch vom Superstart mit fünf Siegen und 15 Punkten. In den folgenden neun Partien wurden nur noch elf Zähler gesammelt. Dabei waren die Gastgeber auch ohne Antonie Willeführ optimal gestartet und waren früh in Führung gegangen. Auf Vorlage von Cherano Willeführ vollendete Luka Filip Brnas mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0 (2.). Dann verursachte Kapitän Dogan Nazim Erbulan einen Freistoß, erhielt die einzige Heddernheimer Gelbe Karte, die zum Ende noch Folgen haben sollte.

Den fälligen ruhenden Ball verwandelte Alexandros Christos Selepesis direkt zum Ausgleich für die Griechen (9.). Dann aber traf auf der anderen Seite nach einem Eckball von Giuliano Amante am langen Pfosten Christos Papadopoulos gegen seinen Ex-Verein, den er zum Aufstieg geschossen hatte (13.) und verzichtete auf exzessiven Torjubel. Im eigenen Strafraum ließ man dann GSU-Kapitän Georgios Rafail Vassiliou zu viel Platz und das Schlusslicht, das nicht als solcher auftrat, konnte ausgleichen (20.). Heddernheim hatte dann einen Lattenschuss durch Marco Yatci (27.), ehe die Gäste schon nach 34 und 37 Minuten zwei Wechsel und sogar einen Rückwechsel vollzogen. Nach nur drei Minuten schöpferischer Pause wurde Anastasios Kalaitsoglou wieder eingewechselt.

Nachspielzeit in Unterzahl – Gelb-Rot gegen Erbulan (90.).

Nach dem Seitenwechsel schien der Favorit die Partie wieder an sich zu reißen, denn Torjäger Cherano Willeführ gelang per Kopfball auf Flanke von Marco Yatci sein 16. Saisontreffer (50.). Hellas antwortete mit einem Lattenknaller von Vassiliou (55.) und hätte nach einem bösen Schnitzer der Heddernheimer im Spielaufbau durch Vassiliou beinahe zu diesem Zeitpunkt schon ausgeglichen (63.). Der fiel dann in der 80. Minute, als sich SVH-Torhüter Marc Tomczyk bei einem in den Strafraum gespielten Freistoß verschätzte und Leonidas Amanatidis zum 3:3 einschob (80.). Die fünf Minuten Nachspielzeit musste Heddernheim in Unterzahl auskommen, da Erbulan sich eine Position vor ins Mittelfeld schob, dabei sein zweites Foul beging und mit Gelb-Rot runter musste (90.). Enttäuscht zeigte sich SVH-Trainer Andreas Berggold über den schwachen Auftritt, der nicht mit höheren Ansprüchen in Einklang zu bringen sei: „Das Ergebnis ist vom Spielverlauf absolut verdient für Hellas. Trotz des frühen Führungstors haben wir nie richtig ins Spiel gefunden. Das war schlechter, unkonzentrierter Fußball ohne klare Linie. Nach so einer Leistung braucht keiner erzählen, dass wir weiter oben mitspielen oder von sonstigen Zielen träumen. Hellas war giftig und bissig, den Punkt haben sie redlich verdient.“

Der neue GSU Hellas-Trainer Miroslav Lukacic war nach seinem ersten Punktgewinn zufrieden: „Das Gegentor in der zweiten Minute war ärgerlich, aber danach haben wir unser Ding durchgezogen. Einsatz und Wille waren da. Das 3:3 war verdient, den Punkt nehmen wir gerne mit.“ Nächsten Sonntag wollen sich die Heddernheimer gegen Germania Enkheim wieder besser präsentieren (15 Uhr). Zeitgleich gastiert die GSU Hellas bei der SG Harheim.

Schiedsrichter: Oliver Krause (SKG Ober-Beerbach). Zuschauer: 77.

Tore: 1:0 Luka Filip Brnas (2.), 1:1 Alexandros Christos Selpesis (9.), 2:1 Christos Papadopoulos (13.), 2:2 Giorgios Rafail Vassiliou (20.), 3:2 Cherano Willeführ (50.), 3:3 Leonidas Amanatidis (80.).