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Heddernheim offensiv ideenlos und mit konditionellen Defiziten

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Die neuformierte Mannschaft des SV 07 Heddernheim musste im zweiten Testspiel die erste Niederlage einstecken. Im kurzfristig vereinbarten Match beim TSV Dudenhofen aus der Kreisoberliga Offenbach gab es in limitierter personeller Besetzung eine verdiente 1:3-Niederlage. Vor allem in der offensiven Ausrichtung und konditionell erweckte die Mannschaft von Trainer Ivan Susak keinen guten Eindruck. 
Torschütze Marco Yatci am Ball. Der aus Rödelheim gekommene Benedikt Kiesecker (Nr.2) schaut genau hin. Foto: PA. 
TSV Dudenhofen – SV 07 Heddernheim 3:1 (1:0)

Erstmals seit elf Jahren gastierte Heddernheim zu einem Spiel im Kreis Offenbach. Im Rodgauer Stadtteil Dudenhofen ging es gegen den den Tabellenzehnten der Kreisoberliga Offenbach.

Auf dem dortigen Kunstrasenplatz älterer Bauart standen dem neuen SVH-Trainer Ivan Susak nur 15 Spieler zur Verfügung. Mit vier Neuzugängen gingen die Gäste ins Spiel und hatten gleich Glück, dass ein Tor der Hausherren wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Nach ausgeglichener ersten halben Stunde ging Dudenhofen durch Yannick Bedel in Führung (31.). Nur 26 Zuschauer wollten den Quervergleich zwischen KOL Offenbach und KOL Frankfurt sehen. Nach 39 Minuten nahm Susak schon den ersten Doppelwechsel vor. Zakaria Koubaa und Aamir El Adak kamen für Benedikt Kiesecker und Walker Addoquaye. Nach dem Seitenwechsel verwertete Lucas Lischewski ein Zuspiel zum 2:0 (53.). Von Heddernheim kamen nach vorne zu wenige Ideen, der Sturm ist nicht durchschlagskräftig derzeit. Allerdings gab es auch eine gute Phase. Nach Flanke von Maximilian Tran wuchtete Koubaa den Ball per Kopf gegen die Latte (56.).

„Heute konnten wir kurzfristige Ausfälle nicht kompensieren.“ (SVH-Trainer Ivan Susak).

Kurz darauf kamen auch der Ex-Speuzer Justin Bittner und Berke Cadir, vor drei Jahren aus Unterliederbach gekommen, in die Mannschaft. Cadir wurde mit offensiven Aufgaben versehen und lieferte gleich das Zuspiel zum 2:1 durch Marco Yatci (59.). Sein älterer Bruder Deniz Yatci, vor zehn Jahren aus der eigenen Jugend gekommen und dienstältester Spieler, verpasste den Ausgleich dann kläglich mit einem Schuss über das Tor (71.). Für die Entscheidung sorgte der starke TSV-Spieler Tyrone Merget, der einen Konter der Platzherren am zweiten Pfosten zum 3:1 vollendete (81.). SVH-Torwart Marc Tomczyk verhinderte noch mit einigen Paraden eine höhere Niederlage. „Heute konnten wir kurzfristige Ausfälle nicht kompensieren, zusätzlich gibt es noch Urlauber. Mit sechs Neuzugängen im Aufgebot ist das schwer, zumal wir konditionelle Defizite gezeigt haben. Da fehlt noch der Rhythmus. Ich habe aber neue Erkenntnisse, an was ich arbeiten darf. Das war insgesamt enttäuschend“, erklärte Susak.

Die geringe Torgefährlichkeit erkannte auch der Coach an: „Offensiv muss da mehr kommen, wir hatten drei, vier gute Situationen, die wir nicht konsequent ausspielen. Der Abschluss war nicht präzise genug.“ In der dritten Trainingswoche werden verstärkt das Verschieben und Anlaufverhalten trainiert, konditionell soll mehr Ausdauer her. Weitere Neuzugänge wie Soufiane Moussaoi und Marc Nopp steigen dann in die Vorbereitung ein. Der Verein ist nach wie vor auf der Suche nach einem Mittelstürmer. „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir sind dran, aber die richtig guten Stürmer sind schon woanders untergekommen. Vielleicht zieht noch jemand nach Heddernheim und läuft uns entgegen. Stand jetzt sieht es aber nicht danach aus.“ Am 12. Juli geht es zum KOL Hochtaunus-Club Teutonia Köppern (15 Uhr). „Siege sind wichtig, wir müssen uns aber finden und die Jungs müssen meine Spielidee verinnerlichen. Nächste Woche werden wir mehr Spieler zur Verfügung haben.“ 

Schiedsrichter: Patrick Kallenberg (Germania Klein-Krotzenburg). Zuschauer: 26. Tore: 1:0 Yannick Bedel (31.), 2:0 Lucas Lischewski (53.), 2:1 Marco Yatci (59.), 3:1 Tyrone Merget (81.).