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Viel neues in Heddernheim: 4:3 in Praunheim

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Viel neues beim SV 07 Heddernheim. Nachdem der Aufstieg in der Schlussphase der letzten Saison verspielt wurde, hat nun Trainer Ivan Susak den Stab des langjährigen Coaches Andreas Berggold übernommen. Bisher wurden zwölf Neuzugänge geholt, von denen sieben schon im ersten Testspiel bei der SG Praunheim eingesetzt wurden. Beim nahen A-Ligisten gab es zum Auftakt der Vorbereitung einen 4:3-Sieg. 
Der Ex-Niederurseler Maximilian Tran kommt vom Verbandsligisten FC Kalbach. Foto: Mithat Gürser.
SG Praunheim 1908 – SV 07 Heddernheim 3:4 (1:1)

Aber auch beim A-Ligisten aus dem Nordwesten ist so einiges neu. Der neue Trainer Abdelkarim Laaroubi kommt vom Ligakonkurrenten TSG 51. Ebenfalls von einem Ligakonkurrenten, nämlich Schwarz-Weiß Griesheim, kam Alessio Burgio. Und mit Ali Wardak ist ein aus der Praunheimer Jugend stammender höherklassiger Spieler zurück am Schwanenweiher. Zuletzt spielte der Bruder des Seckbacher Kapitäns Milad Wardak in der Gruppenliga bei der Spvgg. Fechenheim. Davor in Oberrad und Seckbach und mit Rot-Weiss Frankfurt steht auch eine Verbandsliga-Station in Wardaks Vita. Heddernheim bot erstmal drei Neue in der Startelf auf. Vom Rödelheimer FC kam Benedikt Kiesecker, er spielt auf der linken Seite. Dazu begann neben dem vom Verbandsligisten FC Kalbach gekommenen Maximilian Tran auch Aamir El Adak (FV Hausen). Die Gäste gingen schnell in Führung. Marco Yatci, der eine starke erste Senioren-Saison spielte, markierte den ersten Treffer der neuen Saison (10.). Dann aber zeigte Wardak seine Klasse, setzte sich über die linke Seite durch und traf zum 1:1 (15.).

Der erste Wechsel ließ nicht lange auf sich warten. Walker Addoquaye kommt vom Hanauer Kreisoberligisten Germania Niederrodenbach und erweckte einen guten Eindruck. Die 53 Zuschauer müssen sich bei beiden Teams nach und nach an neue Gesichter gewöhnen. Nach dem Seitenwechsel ersetzte Pap Assan Njie im Heddernheimer Tor Marc Tomczyk. Jener Njie, der einst für Makkabi gegen Philipp Siegel einen Foulelfmeter parierte. Besonderheit: Das schaffte in der Kreisoberliga sonst kein anderer. Innenverteidiger Ayman Gasoos köpfte dann eine Tran-Ecke zum 2:1 ein (50.). Nachdem Georgios Napole Basogiannis die Riesenchance der Praunheimer zum Ausgleich vergab (57.), kamen mit Justin Bittner und Wladislaw Kirch zwei weitere neue bei den Gästen. Giuliano Amante, kürzlich zum zweiten Mal Vater geworden, widmete sein Tor zum 3:1 seiner Tochter (63.). Am Ende fielen noch drei Tore im Zwei-Minuten-Takt. Mustafa Erdinc für Praunheim zum 2:3 (86.), der in der Vorsaison oft unglücklich agierende Stürmer Luca Fortunato schob einen Abpraller zum 4:2 ein (88.). Den Schlusspunkt setzte Basogiannis, der Keeper Njie überlief und zum 3:4 traf (90.).

„Das waren allgemein in unserer Transferpolitik die wichtigsten Merkmale.“ (Praunheims Trainer Abdelkarim Laaroubi)

SGP-Coach Laaroubi hat kurzfristig Ziele mit dem Verein: „Guten, ansehnlichen Fußball spielen lassen. Disziplin und das ganze mit Spaß. Dann schauen wir mal mit was wir unsere gute Arbeit belohnen werden.“ Zum Verein und den Neuzugängen sagte der frühere Bornheimer: „Der verlorene Sohn Ali Wardak ist zurückgekehrt, da ich ihn schon sehr lange kenne, abgesehen von seinen guten fußballerischen Qualitäten sind die menschlichen wichtiger. Das waren allgemein in unserer Transferpolitik die wichtigsten Merkmale. Gute Fußballer gibt es wie Sand am Meer. Menschlich muss es zum Verein passen und da hat unser Vorstand einen sehr guten Job gemacht. Um die Gerüchte einzudämmen, bin ich mir sicher, dass die SG Praunheim was Ablösen anbelangt in der Liga eher unten anzusiedeln ist.“ Sein Kommentar zum Spiel: „Heddernheim war genau der erste richtige Test und gleich ein guter. Denn es war trotz 3:4-Niederlage ein Duell auf Augenhöhe. Ich bin zufrieden, die Jungs haben die ersten Wochen gut gearbeitet. Wenn die Automatismen greifen, bin ich guter Dinge. Danke an den Trainerkollegen Ivan Susak, wünsche ihm und Heddernheim eine gute Runde.“ Für den neuen SVH-Coach Ivan Susak war es „ein Spiel, das wir in der ersten Halbzeit ziemlich gut im Griff hatten. Auch in der zweiten Halbzeit waren wir zunächst spielbestimmend, haben viele Zweikämpfe gewonnen. Vorne haben wir gute Chancen erspielt, hinten waren wir stabil. Mit den vielen Wechseln gab es Unsicherheiten, vorne haben wir zu viele Chancen ausgelassen.“

Mit den neuen Spielern und deren Impulsen war Susak teilweise zufrieden: „Der eine oder andere Spieler hat mich heute schon überzeugt, bei den anderen muss man sich erst mal einspielen und sich kennenlernen. Das Team wird sich dann automatisch formen.“ Njie bezeichnete Susak als „mitspielenden Torwart, der weiß was er tut.“ Mit dem Rödelheimer Marc Nopp, dem Rückkehrer Soufian Moussaoui aus Ginnheim und dem ehemaligen U19-Nationalspieler Mazedoniens Viktor Talevski waren drei Hoffnungsträger noch gar nicht dabei. „Das sind drei Hochkaräter, die uns noch mehr verstärken“, meinte Susak. Nach dem Abgang von Christos Papadopulos (GSU Hellas) und der fortlaufenden Verletzung von Cherano Willeführ wird noch ein Stürmer gesucht. Geändert hat sich der Plan für Sonntag. Statt gegen Germania Schwanheim daheim geht es nun auswärts zum TSV Dudenhofen (KOL Offenbach/15 Uhr). 

Schiedsrichter: Emrah Ertem (SC Goldstein). Zuschauer: 53. Tore: 0:1 Marco Yatci (10.), 1:1 Ali Wardak (15.), 1:2 Ayman Gasoos (50.), 1:3 Giuliano Amante (63.), 2:3 Mustafa Erdinc (86.), 2:4 Luca Fortunato (88.), 3:4 Georgios Napole Basogiannis (90.).
Bildergalerie: Mithat Gürser!