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4:0! Ginnheim stößt Tür zur Gruppenliga auf

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Der Frankfurter Kreisoberliga-Vizemeister Germania Ginnheim hat zum Auftakt der Relegationsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West einen optimalen Start hingelegt. Gegen den 14. der Gruppenliga FSG Burg-Gräfenrode gab es auf neutralem Platz in Oberursel-Oberstedten einen deutlichen 4:0-Sieg.

Die Ginnheimer Anhänger ganz in blau in Oberstedten. Foto: PA.

FSG Burg-Gräfenrode – FC Germania 08 Ginnheim 0:4 (0:1)

Die Ginnheimer mussten am Spieltag eine unerwartete Nachricht verdauen. Die Stammspieler Jost Guinand und Noah Kies sind in der Relegationsrunde nicht einsetzbar, da sie mit Zweitspielrecht auf Kreisebene ausgestattet sind und diese Spielerlaubnis auf Gruppenliga-Ebene nicht gültig ist. Die Spieler können im Aufstiegsfall erst zur neuen Saison eingesetzt werden, sofern sie sich bei ihren Heimatvereinen in ihrem Bundesland abmelden. So ist Stürmer Guinand, mit 14 Toren zweitbester Torschütze der Ginnheimer, noch für den Karlsruher Verein SKV Beiertheim spielberechtigt. Eine ganze Karawane blau gekleideter Ginnheimer Anhänger setzte sich zum ersten Pflichtspiel des Ginnheimer Traditionsclubs außerhalb der Kreisgrenzen in Bewegung, um ihre Schützlinge zu unterstützen. Neben vielen neutralen Zuschauern aus dem Frankfurter Kreis wurden nur wenige Unterstützer der „Roggauer“ ausgemacht, die nur dank der 19 Punkte Abzug für den VfL Germania 94 den direkten Abstieg verhinderten und in der Gruppenliga nur 20 Punkte holten.

Ginnheim legte auf dem Rasenplatz gleich offensiv los. Nach drei Minuten gab es schon Elfmeter für die Germania. Bastian Ullrich verwandelte souverän zum 1:0 (4.). Kurz darauf traf Oualid Bouleboub den Pfosten (7.) und Kian Bonanno vergab eine weitere Chance (8.). Vor 316 Zuschauern, davon weit über die Hälfte Ginnheimer, brachte Alterspräsident Tonyo Gering seinen Lautsprecher mit Mikrofon mit, um Musik einzuspielen und Tordurchsagen zu machen. Nach starkem Beginn ließ Ginnheim die Wetterauer ins Spiel kommen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Nach dem Seitenwechsel dauerte es 20 Sekunden, bis Luis Kröger auf 2:0 erhöhte (46.). Burg-Gräfenrode hatte eigentlich nur eine richtige Torchance und die vergab Markus Vancura nach etwa einer Stunde (59.). Kurz darauf sah der Ginnheimer Fardin Rahimi die Gelb-Rote Karte (60.) und wird im folgenden Relegationsspiel aussetzen müssen.

Usingen – Bad Vilbel 3:1 in Fechenheim 

Selbst in Unterzahl musste Ginnheims Torhüter Daniel Hummel nur noch einmal eingreifen. In der Schlussphase krönte Kröger seine Leistung mit zwei weiteren Kontertoren (76./85.) und stieß das Tor zur Gruppenliga weit auf. Im Parallelspiel in Fechenheim gewann die Usinger TSG gegen den FV Bad Vilbel mit 3:1 (siehe Bericht). Somit treffen am 2. Spieltag am Samstag um 16 Uhr die beiden Sieger und Verlierer aufeinander. Ginnheim kann theoretisch mit einem Sieg gegen die Usinger TSG und einer gleichzeitigen Niederlage von Bad Vilbel in Burg-Gräfenrode den Aufstieg vorzeitig über die direkten Vergleiche klar machen. An der Woogwiese wird eine noch höhere Kulisse erwartet. „Wir haben die Euphorie des Gegners gemerkt. Wir waren letztes Jahr in der selben Position, als wir über die Relegation aufgestiegen sind. Wir haben heute leider den Schneid abgekauft bekommen. Wir hoffen am Samstag im Heimspiel gegen Bad Vilbel, den Konkurrenten aus unserem Kreis, zu gewinnen. Je nachdem wie es in der höheren Relegation ausgeht, wollen wir die theoretische Chance auf Platz zwei wahren“, sagte FSG-Pressesprecher Tim Gerlach.

Ginnheims Trainer Luca-Jerome Labonte sah „ein überragendes Spiel auf einer schönen Anlage mit schönem Platz unter Flutlicht. Den Schwung aus der Saison haben wir mitgenommen. Das wollen wir im nächsten Spiel krönen. Gegen Usingen haben wir ein vorgezogenes Finale. Wäre schön, zu Hause die drei Punkte zu holen um eventuell den Aufstieg schon fix zu machen.“ Der Entzug der Spielberechtigungen für Guinand und Kies kam „etwas überraschend. Wir haben aber über die Saison hinweg immer wieder Ausfälle kompensieren können. Wir sind eine überragende Mannschaft. Hier kann jeder jeden ersetzen. Das hat man wieder gesehen. Unsere Fans waren der 12. Mann. Hier war eine blaue Invasion, das hat uns die Prozentpunkte gegeben, um so ein Ergebnis zu erzielen“, meinte Labonte.  

Schiedsrichter: Paul Wenzek (TSG Wixhausen). Zuschauer: 316.

Tore: 0:1 Bastian Ullrich (4./Foulelfmeter), 0:2, 0:3, 0:4 Luis Kröger (46./76./85.).