By Pedro | Published | Keine Kommentare

Croatia war noch aus Kreisliga A-Zeiten der Angstgegner der Ginnheimer. Lediglich einmal hatte es in acht bisherigen Aufeinandertreffen einen Sieg gegeben. Doch diesmal waren die Unterschiede nach dem 1:1 im Hinspiel zu offensichtlich und deutlich. Die Ginnheimer begannen überfallartig und hatten schon in der Anfangsphase durch Jost Guinand (4.) und Nico Tahirovic (6.) eine 2:0-Führung vorgelegt. Durch den Anschlusstreffer durch Idriss Sarssar (12.) hielten sich die Kroaten im Spiel, haderten aber zu oft mit den Schiedsrichterentscheidungen. Eine Großchance der Gäste verhinderte Ginnheims Torhüter Daniel Hummel.
Kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit Ginnheims dritter Treffer durch Luis Kröger (47.). Ab diesem Zeitpunkt waren die Kroaten geknackt und nach ihrem bis dahin mutigen Aufwand am Ende der Kräfte gegen Ginnheims Spielschnelligkeit. Per Foulelfmeter (57.) und aus dem Spiel heraus (60.) stellte Bastian Ullrich auf 5:1. Eine Rote Karte gegen Gabrijel Jakovic Mitte der zweiten Halbzeit wegen Beleidigung (62.) schwächte ihren Widerstand noch mehr. Ginnheim „fegte“ weiter übers Spielfeld und sorgte mit weiteren drei Treffern durch Tahirovic (64.), Kröger (83.) und einem weiteren Foulelfmeter von Ullrich (90.) für den Kantersieg.
„Als Fan und Zuschauer konnte man die Begegnung in Ruhe genießen. Wir spielen als Aufsteiger einfach eine geile Saison“, konstatierte Ginnheims Alterspräsident Tonyo Gering. „Unser Weg und die Art wie von den verantwortlichen Trainern und Sportchef trainiert und geführt wird ist passend zur Truppe und dem Vereinsklima“, ergänzte Gering. Der FC Croatia durchbrach wie im Vorjahr die Schallmauer von 100 Gegentoren, hat jetzt mittlerweile 104 kassiert. Der Abzug von sechs Punkten wegen des herbeigeführten Spielabbruchs bei den Speuzern wiegt schwer, denn durch den Rückfall von Germania 94 in der Gruppenliga auf einen Abstiegsplatz liegt Croatia nun auf dem ersten von zwei Absteigerplätzen.
Und der Rückstand zum 15. GSU Hellas, der in die Relegation mit den beiden A-Liga-Vizemeistern müsste, beträgt drei Punkte bei einem Spiel mehr. Düstere Aussichten zum Ende einer verheißungsvoll begonnenen, aber chaotisch geführten Saison. Und so limitierte sich Trainer Damir Hustic hinterher darauf zu sagen: „Wir haben die erste Halbzeit gut gespielt. Die zweite Halbzeit haben wir total verschlafen, sodass Ginnheim auf die Siegerstraße gegangen ist.“ Für Ginnheim steht mit dem Gastspiel beim Schlusslicht FFV Sportfreunde am Sonntag die nächste Pflichtaufgabe an. Zeitgleich erwartet Croatia den SV Viktoria Preußen.