Der 1. Rödelheimer FC 02 kam im Heimspiel gegen den FC Union Niederrad eine Woche nach dem 9:0-Kantersieg gegen den FFV Sportfreunde 04 nicht über ein 1:1 hinaus. Die Gäste von der südlichen Mainseite, treten trotz des Auswärtspunktes auf der Stelle und belegen mit nun 18 Punkten weiter den ersten Abstiegsplatz.
Union Niederrad belegt weiter einen direkten Abstiegsplatz. Foto: Archiv Mithat Gürser.
1. Rödelheimer FC 02 – FC Union Niederrad 1:1 (0:0)
„Wieso die Union so weit unten in der Tabelle steht, ist nach den heute gezeigten Leistungen kaum zu erklären“, stellte RFC-Pressesprecher Volker Flauaus fest. Nach der Anfangsoffensive vom Club mit dem Pfostenschuss von Ali Osman in der 7. Minute übernahm die Union die Initiative, spielte oft geschickt über die Außen, flankte gefährlich in den Strafraum und nur mit größter Anstrengung der Abwehr
inklusive des sicheren und reaktionsschnellen Torhüters Theo Wedel konnte der Club sein Tor „sauber halten“. Nach vorne ging beim Club wenig, es wurde viel zu ungenau gespielt, fast jeder zweite Pass landete in den Füßen der Gäste.
Wenn dann doch einmal das Mittelfeld präzise überbrückt wurde, konnten sich die Stürmer Adam Zazoua, Luka Duka und Ali Osman gegen die körperlich starken Abwehrspieler nicht durchsetzen. Das gleiche Bild in der zweiten Halbzeit und es wunderte niemanden, dass die Union in der 69. Minute in Führung ging. Wieder ein Fehlpass von hinten raus, die Union schaltete schnell und im Nachschuss konnte Okry Chougourou das 1:0 erzielen. Doch dann ging noch einmal ein Ruck durch die Reihen des Club. Durch die Hereinnahme von Marc Nopp kam mehr Struktur ins Spiel, die Union wurde hinten reingedrängt und es ergaben sich einige Chancen, die größte für Ayoub Hazzazi, der aus 25 Metern das freie Tor nicht traf.
Auch Marc Nopp, Ertap Turgut und Niklas Vogt verfehlten das Ziel und so musste wieder einmal der kongeniale Freistoßschütze Niklas Vogt fünf Minuten vor Schluss mit einem direkten Freistoß in das Torwarteck den Ausgleich erzielen. Es gab noch einige Möglichkeiten für beide Seiten, doch es blieb beim Remis, mit dem der Club gut leben kann. Aus Sicht der Niederräder hatte der Vorsitzende Khalid Lamjahed „gelegentliche Chancen in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten gesehen. Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit starteten wir ein Powerplay und hätten führen müssen. Zweite Halbzeit begannen wir schwungvoll und nach der Führung mussten wir dem hohen Tempo Tribut zollen. Rödelheim kam mit einem Freistoß zum Ausgleich. Im Gesamtpaket müssen wir mit dem 1:1 bei der besten Rödelheimer Mannschaft, die ich je in der KOL gesehen habe, leben. Wir haben gut dagegen gehalten. Es wird noch eine lange Rückrunde.“
Rödelheim erwartet am Sonntag um 15 Uhr die SG Westend. Union Niederrad ist bei Concordia Eschersheim zeitgleich zu Gast.
„Es gab gelegentliche Chancen auf beiden Seiten“
Union-Vorsitzender Khalid Lamjahed
Schiedsrichter: Leonard Schäfer (FC Kalbach). Zuschauer: 25.