By Manfred | Published | Keine Kommentare

Während Türkgücü Frankfurt und der SV Bosnien/Herzegowina ihre Nachholspiele nicht bestreiten konnten, fand das Spiel des FC Tempo beim FC Olympia Fauerbach statt. Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic stimmte in die Klagen anderer Verantwortlicher zum frühen Startbeginn ein: „Für alle Mannschaften war es eine schwere Vorbereitung und wir hoffen, dass der Verband den Amateurvereinen den Respekt zeigt, dass man nicht schon im Februar Fußball spielen muss, weil man nicht trainieren konnte. Das gilt für die Kreisebenen vor allem in Frankfurt und wir hoffen, dass der Verband dies ändern wird, da man kaum trainieren konnte, das liegt mir am Herzen.“
Zum Spiel: der FC Tempo, der immerhin trotz einiger Absagen sieben Vorbereitungsspiele bestreiten konnte, begann die Partie überlegen und konnte bereits in der 7.Minute in Führung gehen, Tomislav Stekovic nutzte eine Hereingabe und vollendete aus 18 Metern zum 1:0. Vor den Strafräumen passierte in der Folge nicht viel, in der 29.Minute traf Nikola Radakovic mit einem Freistoß aus 20 Metern am Außenpfosten und in der 34.Minute scheiterte Vladimir Trucic mit einem Kopfball am Querbalken, Fauerbachs einzige Chance in der ersten Hälfte war in der 31.Minute ein Schuss von Hakan Güngör, den Tempos Schlussmann Filip Stojikovic parieren konnte.
In der zweiten Hälfte stellte Fauerbachs Trainer Tufan Tosunoglu um und beorderte Toptorjäger Jakob Harald Thum weiter nach hinten, damit er das Spiel ankurbeln sollte, an der Harmlosigkeit des Spiels der Gastgeber änderte sich nichts. Schiedsrichter Thorsten Eick zog konsequent seine Linie durch und ließ sich auch durch einige Schauspieleinlagen der Fauerbacher irritieren, auch die Forderungen nach gelben Karten von Seiten der Fauerbacher nach jeder Berührung der Spieler beeinflusste ihn nicht, nach der ersten härteren Situation zog er konsequenterweise gegen einen Spieler des FC Tempo die gelbe Karte, doch dies war der Fauerbacher Bank nicht genug, die die rote Karte forderten, was zu einem kleinen moderaten Meinungsaustausch zwischen Schiedsrichter und Trainer Tosunoglu führte. Fortwährende Diskussionen der Spieler konterte der Schiedsrichter mit dem Satz: „wollen wir endlich mal wieder Fußball spielen?“
10 Minuten vor Schluss griff Fauerbachs Trainer noch zu einem letzten taktischen Kniff und wollte den hochgewachsenen Stürmer Valon Mehmeti mit einem Rückwechsel einwechseln, um in der Schlussphase mit langen hohen Bällen zu agieren, auch dieser Wechsel verlief nicht fehlerfrei. Mit den Worten „der war schon drin“ lief Mehmeti ohne Freigabe des Schiedsrichtergespanns auf das Feld und erhielt prompt die gelbe Karte, nach dem Beifallsklatschen von Fauerbachs Trainer bekam auch Tosunoglu gelb. In der Endphase des Spiels hatte Tempo die besseren Chancen, Goran Grijak scheiterte in der 82.Minute an Fauerbachs Schlussmann Dominic Minnert, in der 85.Minute traf Arsen Kryvobedryi nur das Lattenkreuz. So endete das Spiel mit einem nicht unverdienten 1:0 für die Gäste aus Frankfurt.
Zoran Marcetic nach dem Spiel: „Es war erwartet, dass wir ein schweres Spiel haben, weil wir auch nicht optimale Trainingsbedingungen hatten wie auch alle anderen Vereine im Rhein-Main-Gebiet oder Raum Frankfurt. Aber ich denke, dass wir wieder gezeigt haben, dass wir eine disziplinierte Mannschaft sind und kein Gegentor kassiert haben und die zweitbeste Abwehr der Liga haben. Wir hatten dreimal Aluminium, wenn wir die gemacht hätten, wäre es ein sicheres Spiel. Aber am Ende wurde es noch einmal laut von außen, von den einheimischen Zuschauern und den Fauerbachern, die es versucht haben, das Spiel mit Emotionen zu drehen, was nicht geklappt hat. Und wir fahren mit drei Punkten nach Ginnheim nach Hause.“
Nach den anderen Nachholspielen der Liga (Karben verlor in Friedrichsdorf und Bad Nauheim gewann in Wehrheim) scheint der Kampf um den Relegationsplatz zu einem Vierkampf zu werden, Oberrad, Tempo, Seckbach und Bad Nauheim trennen nur drei Punkte. Am nächsten Wochenende empfängt der FC Tempo dann den mit drei weiteren Minuspunkten belasteten VfL Germania 94.


















