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Bornheim braucht im Sommer einen neuen Trainer

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Jetzt ist es offiziell! Verbandsligist SG Bornheim/Grün-Weiß muss sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Der erst vor der laufenden Runde verpflichtete Taner Yalcin wurde am vergangenen Dienstag beim Hessenligisten SV Rot-Weiß Walldorf gemeinsam mit dem früheren Bornheimer Trainer Sascha Volk als gleichberechtigtes Trainerduo vorgestellt. 

Bornheims Medienbeauftragter Tuncay Danis wird in der kommenden Saison nicht mehr Taner Yalcin, sondern einen anderen SGB-Coach interviewen. Foto: Archiv Andre Sturmeit.

Volk und Yalcin treten dann die Nachfolge von Artur Lemm an, der in Walldorf seit 2021 zunächst als Sportdirektor und dann als Trainer für eine hervorragende Entwicklung zu einem Team im oberen Drittel der Hessenliga verantwortlich zeichnete. Mit dem neuen Duo setzt der Verein aus dem Kreis Groß-Gerau auf Erfahrung, Fachkompetenz und eine klare sportliche Handschrift. Sascha Volk war von Januar 2020 bis Juni 2024 bei der SG Bornheim/Grün-Weiß als Cheftrainer in der Verbandsliga Süd. In dieser Zeit belegte die Mannschaft zweimal den zweiten Tabellenplatz. Besonders knapp verpasste Bornheim in der Saison 2022/23 den Aufstieg in die Hessenliga, als man erst in der Relegation scheiterte. Und das im denkwürdigen Endspiel auf neutralem Platz in Fernwald gegen TuS Dietkirchen nach einem 1:1 in der Verlängerung im Elfmeterschießen.

Zuvor war Volk in der Hessenliga als Co-Trainer der U23 des SV Wehen Wiesbaden tätig und arbeitete zudem als Videoanalyst beim FSV Frankfurt. Derzeit engagiert er sich in der Jugendarbeit beim SC Eintracht Sportfreunde Windecken und ist als Scout für die SG Dynamo Dresden aktiv. Taner Yalcin kann eine umfangreiche Trainerlaufbahn vorweisen. Neben Stationen beim FCA Darmstadt, dem VfR Bockenheim und den Hessenligisten SC Hessen Dreieich (mittlerweile aufgelöst) und SC 1960 Hanau war der A-Lizenz-Inhaber auch zweieinhalb Jahre Co-Trainer der Regionalliga-Mannschaft des FSV Frankfurt. In der aktuellen Runde hat Yalcin die Bornheimer zur Winterpause auf Rang vier geführt und verfügt mit seinem Team durchaus über Aufstiegschancen. Beide Trainer sind zusammen in Bornheim aufgewachsen und trainierten zusammen schon im Bornheimer Jugendbereich.

Taner Yalcin und Sascha Volk übernehmen RW Walldorf zur Saison 2026/27. Foto: Facebook RW Walldorf.

Nun ergab sich durch die Offerte aus Walldorf erstmals die Möglichkeit, auch im Seniorenbereich gemeinsam zu agieren. „Der Verein hat Kontakt zu mir aufgenommen und wollte einen neuen Weg einschlagen“, erklärt Volk, der dann das Angebot an Yalcin weiterleitete und seinen Jugendfreund davon überzeugte, mit einzusteigen. „In Walldorf gibt es hervorragende Strukturen. Das ist ein gutes ambitioniertes Projekt, auf das wir Lust haben“, versichert Volk. Hauptsächlich der gute Unterbau mit der U23 in der Verbandsliga und der U19, sie sich als Hessenliga-Halbjahresmeister erneut für die bundesweite A-Liga qualifizierte, lieferten die besten Argumente, um in das Boot Walldorf einzusteigen. Yalcin fiel es aber nicht leicht, den Bornheimern für die kommende Saison abzusagen: „Ich bin Bernemer und habe Spieler, die Demut und Lernbereitschaft verkörpern. Mit dem ganzen Drumherum mit dem Förderkreis, den Anhängern und den helfenden Händen ist das ein besonderer Verein.“

Derzeit erlebe man in Bornheim auf Rang vier stehend „eine schöne Zeit mit tollen Jungs. Dass ich nach Walldorf gehe, hat nur etwas mit Sascha Volk zu tun, um das gemeinsame Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.“ Am 25. Januar wird mit einer lockeren Trainingseinheit mit Frühstück der Aufgalopp für die Restrunde starten, vier Tage später geht es zum ersten Testspiel nach Seckbach. Mit dabei dann die angekündigten Neuzugänge Teklu Tewelde (Rödelheimer FC) und Felix Casalino (Spvgg. Fechenheim). Aaron Neu, Genki Yukinaga, Amir Amhouder und Jonathan Höser sind dann nicht mehr mit dabei, sie haben den Verein verlassen. 

„Das ist ein gutes ambitioniertes Projekt, auf das wir Lust haben.“

Sascha VOLK