By Pedro | Published | Keine Kommentare
„Der klare Sieg war auch die richtige Antwort auf die 2:4-Niederlage vor einer Woche bei der TSG Frankfurter Berg“, unterstreicht Kossack. Gerade im Hinblick auf das Spitzenspiel am 30. März zu Hause gegen Eritrea sei der Dreier sehr wichtig gewesen. Die Rückkehr in die Kreisliga A, aus der die Reserve der Schleifer nach der Saison 2016/17 abgestiegen war, wird immer mehr ins Visier genommen. Herausragender Akteur gegen die Goldsteiner Reserve war Rafed Matmati. Der 22-jährige Stürmer markierte vier Tore (3./35./60./62.).
Zudem trafen sein Bruder Ali Matmati (25.), Mark Kinder (40.) und Semir Ribic (55./75.). In der Regel gehört Rafed Matmati dem Kader der Ersten Mannschaft an, die an diesem Sonntag in der Kreisoberliga spielfrei war. Im Team von Trainer Dominic Machado kam der starke Rechtsfuß in elf Partien zum Einsatz und erzielte drei Tore. Seit Sommer 2021 spielt Matmati bei den „Schleifern“. Sein Stammverein ist jedoch der BSC Schwarz-Weiß 19. In der Jugend spielte der Fußballer bei Rot-Weiss Frankfurt, von wo er nach Griesheim wechselte.
Er verbrachte von 2018 bis 2020 aber auch jeweils eine Saison in den Nachwuchsleistungszentren des FSV Frankfurt und des SV Wehen Wiesbaden. „Ein kraftvoller Fußballer, der läuferisch sehr stark ist“, sagt Trainer Christian Kossack, der für die Reserve verantwortlich ist. Matmati ist ein Spieler, der aufgrund seiner fußballerischen Ausbildung Potenzial für mehr mitbringt. Allerdings arbeitet der Tunesier am Flughafen als Schichtarbeiter und kann deswegen nicht immer trainieren und fehlt auch mal an den Sonntagen.
„Das war eine Gesamtleistung der Mannschaft, die mich gut in Szene gesetzt hat“, blieb Matmati nach dem Kantersieg bescheiden. Warum es für ihn nicht für höhere Aufgaben gereicht hat? „Corona hat seinerzeit auch dazwischengegrätscht“, sagt Matmati. Denn als der Angreifer für Wehen Wiesbaden in der U17-Bundesliga spielte, wurde die Saison 2019/20 im März abgebrochen. „Danach bin ich zurück zu Rot-Weiss und habe mich erstmal um Ausbildung und Job gekümmert. Fußball ist für mich jetzt eine gute Ablenkung vom Berufsleben. Es soll Spaß machen“, sagt Matmati.