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Oberrad mit Zittersieg gegen gute Speuzer weiter

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Mit einem Zittersieg erreichte die Spvgg. 05 Oberrad das Halbfinale im Kreispokal. Gegen das abgeschlagene Schlusslicht der Gruppenliga Frankfurt West, den FFV Sportfreunde 04, gab es bei milden Temperaturen einen knappen 2:1 (1:1)-Sieg. Im Halbfinale hat Oberrad erneut gegen einen Ligakonkurrenten Heimrecht, im Mai kommt es dann zum Duell mit der FG Seckbach. 

Die Spvgg. 05 Oberrad, in neuen grün-weißen Trikots. Foto: PA.

Spvgg. 05 Oberrad – FFV Sportfreunde 04 2:1 (1:1) 

Oberrad startete offensiv und wollte seiner Favoritenrolle gerecht werden. Die ersten beiden Torchancen durch Kenneth Malm und Alessio Ruben de Filippis blieben ungenutzt. Dann gingen die umformierten Sportfreunde durch einen Distanzschuss von Badreldin Miss in Führung (23.). Per Foulelfmeter glichen die Hausherren mit David Bremerich aus (37.). Nach dem Seitenwechsel boten die Gäste mit einer engagierten Leistung weiter Paroli. Speuzer-Trainer Lamine Kaiser war mit den Entscheidungen des Schiedsrichters derweil nicht einverstanden und holte sich in der 66. Minute die Gelbe Karte ab. Oberrad verstärkte durch Einwechslungen den Druck und verpasste die Führung mit einer Riesenchance von Stanislav Druga, der am Tor vorbei schoss (72.).

Die Entscheidung brachte dann ein Freistoß von Bremerich, der direkt im Tornetz landete (81.). Dennoch blieb es in der Schlussphase spannend. Oberrads Ali Wardak erhielt eine Zeitstrafe (ab 87.), die Unterzahl dauerte aber nur fünf Minuten an. Denn der eingewechselte Gästeakteur Oguzhan Okan Cankurt erhielt nach einem rüden Foulspiel an der Seitenlinie die Rote Karte (90./+2). Dies verursachte heftige Diskussionen zwischen Kaiser und hinter der Barriere stehenden Oberräder Zuschauern. Nach acht Minuten Nachspielzeit stand der Oberräder Halbfinal-Einzug fest.

„Die Sportfreunde haben es auch wirklich gut gemacht, standen kompakt“ (Oberrads Trainer Gabriel Bernstein) 

Schon in zwei Wochen, am 9. März, treffen sich die beiden Kontrahenten dann im Ligaspiel wieder. Oberrads Trainer Gabriel Bernstein räumte ein: „Zittersieg vom Ergebnis, ja! Kann man so sagen. Wenn man 90 Minuten das Spiel sieht, waren wir klar die spielbestimmende Mannschaft. Die hundert- oder tausendprozentige Chance hat gefehlt, aber die Sportfreunde haben es auch wirklich gut gemacht, die standen kompakt. Wir haben nach dem Rückstand weiter Fußball gespielt und versucht Chancen zu erarbeiten. Manchmal muss man das Glück erzwingen und das haben wir heute getan mit einer guten Mannschaftsleistung.“

Speuzer-Trainer Lamine Kaiser rang nach dem unglücklichen Ausscheiden nach den Worten: „Für mich ist es bitter, dass eigentlich ein sehr guter Auftritt unsererseits mit der Schiedsrichterleistung fällt. Ich habe da gar keine anderen Worte als katastrophal. Der Elfmeter ist ein Geschenk. Der Freistoß: Wenn ein Spieler aus fünf Metern angeschossen wird und sich dabei schützt, dann ist das auch ein Geschenk. Im Endeffekt resultieren daraus zwei Standards, die geschenkt sind. Da habe ich ein Problem damit. Wenn wir schlecht gewesen wären, wäre das das eine. Aber wir waren mindestens auf Augenhöhe und hätten meines Erachtens wie Oberrad das Weiterkommen verdient gehabt.“ 

Schiedsrichter: Lasse Braun (FC Fortuna). Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Badreldin Miss (23.), 1:1, 2:1 David Bremerich (37./Foulelfmeter, 81.).