Spannendes Finale zwischen Rot-Weiss und Bornheim

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Im Endspiel um den Frankfurter Fußball-Kreispokal stehen sich am Sonntag (16 Uhr) auf neutralem Platz die beiden Verbandsligisten Rot-Weiss Frankfurt und SG Bornheim Grün-Weiss gegenüber. Wie schon mehrfach in den vergangenen Jahren ist die Sportanlage an der Hügelstraße in Eckenheim der Austragungsort des Finales. Neben dem begehrten Silberpokal und den von Pokalsponsor „Bitburger“ bereitgestellten Geld- und Sachprämien geht es für beide Clubs natürlich um die Qualifikation für den lukrativen Hessen-Pokalwettbewerb. Obwohl beide Vereine mehrfach ihr Unverständnis über die späte Ansetzung nach dem letzten Ligaspiel kundtaten, wollen und müssen sich die Finalisten mit der Ansetzung arrangieren.
Szene aus dem letzten Verbandsligaspiel zwischen Bornheim und Rot-Weiss. Foto: Mithat Gürser.
Rot-Weiss Frankfurt – SG Bornheim Grün-Weiss (Sonntag, 16 Uhr)

Rot-Weiss hat sich in den letzten vier Jahren zu einer echten Pokalmannschaft entwickelt. Die „Roten“ stehen nach 2019 und 2020, als Kapitän Patrick Gürser jeweils den Cup in die Höhe strecken durfte, zum dritten Mal im Endspiel und wollen auch diesmal als Sieger vom Platz gehen. Der Weg bis dorthin gestaltete sich mitunter mühsam. Zwar hatte Rot-Weiss in Runde eins bei B-Ligist Corumspor (13:1) keine Mühe, aber in der erst im Februar diesen Jahres ausgespielten 2. Runde musste mit dem späteren Verbandsliga-Absteiger Spvgg. Oberrad (2:1) ein harter Brocken aus dem Weg geräumt werden.

Ebenso unangenehm waren die Auswärtshürden im Achtelfinale bei Gruppenliga-Absteiger SG Westend (1:0) und im Viertelfinale bei dessen bisherigen Ligakonkurrenten Spvgg. Fechenheim (2:1). Im Halbfinale mussten die „Roten“ bei Kreisoberligist SV Heddernheim nach dem 2:2 in der regulären Spielzeit ins Elfmeterschießen, welches sie mit 8:7 gewannen. Nach einer ungeachtet des Klassenerhaltes doch insgesamt eher mäßigen Saison mit Platz zwölf zum Rundenende setzt das Team von Trainer Benjamin Löbert wie schon desöfteren auf Verstärkungen aus dem starken U19-Jahrgang. „Wir werden eine gemischte Mannschaft aus gestandenen Senioren und A-Jugendspielern aufbieten und sind heiß auf das Spiel“, sagt Löbert. Angesichts von vorhergesagten 35 Grad im Schatten dürfte es so oder so eine heiße Angelegenheit werden. Was den „Roten“ auch Mut macht: In der Verbandsliga wurde Bornheim in beiden Spielen besiegt (2:1/3:1).

„Ich erwarte jetzt aber ein anderes Spiel“ (Rot-Weiss-Trainer Benjamin Löbert).

„Ich erwarte jetzt aber ein anderes Spiel, das wir natürlich für uns entscheiden wollen“, sagt Löbert vor seinem vorerst letzten Spiel im Seniorenbereich. Torhüter Daniel Duschner steht unterdessen nicht mehr zur Verfügung, da sein Wechsel zu Regionalliga-Absteiger FC Gießen perfekt ist und dort schon bald die Vorbereitung auf die Saison beginnt. Für ihn wird entweder Firat Al Masri oder A-Jugend-Keeper Georg Hinrichsen im Tor beginnen. Bei Vizemeister Bornheim ist Trainer Sascha Volk guter Dinge, „eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen. Wir nehmen die Sache sehr ernst und sind hochmotiviert, schließlich haben wir auch ein ganzes Jahr dafür gespielt.“ Auf die Bornheimer traf das nur bedingt zu, denn in der 1. Runde kam die SGB kampflos bei A-Ligist Germania 94 weiter. Nachdem der bisherige Verbandsliga-Konkurrenten SV BKC Bosnien in Runde 2 ausgeschaltet wurde (2:1) mussten noch drei Kreisoberliga-Hürden genommen werden. Knapp ging es im Achtelfinale bei TuS Makkabi (1:0), aber auch im Viertelfinale beim FC Kalbach (5:3 im Elfmeterschießen) sowie im Halbfinale beim FC Kosova (3:2) zu.

„Rot-Weiss ist schwer einzuschätzen“ (Bornheims Trainer Sascha Volk).

Volk werden im Endspiel die verletzten Routiniers Niklas Troll und Simon Horn fehlen, Marius Troll ist schon im Urlaub. Tim Fließ könnte trotz gebrochener Nase mit Maske auflaufen. „Rot-Weiss ist schwer einzuschätzen. Im Gegensatz zum Hinspiel hatten sie im Rückspiel durch den Umbruch ein ganz anderes Gesicht.Ich bin aber sehr positiv gestimmt, dass wir diesmal gewinnen können“, meint Volk. Zuletzt konnte Bornheim 2018 noch als Gruppenligist gegen den FFV Sportfreunde (2:1) den Kreispokal gewinnen. Da keine weiteren Amateurspiele im Kreis stattfinden, ist trotz der hohen Temperaturen mit einem erhöhten Zuschaueraufkommen zu rechnen. Der Eintrittspreis beträgt regulär 3 Euro. Die Einnahmen werden wie im Pokal üblich abzüglich der Schiedsrichterkosten zwischen den beteiligten Vereinen geteilt. Das Spiel steht unter der Leitung des in die Verbandsliga aufgestiegenen Schiedsrichters Sebastian Wiesner (Frankfurt). Vor der Begegnung findet um 14.30 Uhr noch die Auslosung für den am 31. Juli mit der 1. Runde startenden Kreispokal der Saison 2022/23 statt. Bereits am heutigen Samstag treffen im Kreispokal-Finale der SOMA-Mannschaften der FC Tempo und der FC Kalbach ebenfalls an der Hügelstraße (18 Uhr) aufeinander.

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