Özdemir verabschiedet sich mit Doppelpack

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SV 07 Heddernheim – TSG Nieder-Erlenbach 8:2 (2:1)

Wechselt nach nur einem Jahr beim SVH zum FSC Eschborn: Stürmer Ünal Özdemir.

Es war das letzte Saisonspiel des SV 07 Heddernheim, der am letzten Spieltag spielfrei ist. Mit dem dritten Sieg in Folge schlossen die Grün-Weißen eine überdurchschnittlich gute Saison mit 61 Punkten und einem erstaunlichen Torverhältnis von 112:93 ab. Sollte Makkabi sein letztes Spiel gegen den mutmaßlichen Meister Kalbach nicht gewinnen, stünde Rang fünf in der Abschlusstabelle zu Buche. Das wäre die zweitbeste Platzierung in der Kreisoberliga in den letzten zehn Jahren. Nur 2018/19, nach dem direkten Wiederaufstieg aus der A-Klasse, stand der SV 07 mit Rang drei noch besser da. Gegen die seit Wochen als Absteiger feststehende TSG Nieder-Erlenbach boten die Heddernheimer ihrem treuen Publikum in neuen grünen Trikots noch einmal ein Offensivspektakel und gewannen mit 8:2 (2:1). „Vom Ergebnis her bin ich natürlich zufrieden. Wir sind schlecht ins Spiel gekommen. Es war schwer, die Spannung aufzubauen. Wir mussten aber mit einer gewissen Ernsthaftigkeit ins Spiel gehen. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir das viel besser hinbekommen. Da haben wir in eine Richtung gespielt. Für uns war es wichtig, dass wir die 60-Punkte-Marke knacken“, analysierte SVH-Trainer Andreas Berggold.

„Vom Ergebnis her bin ich natürlich zufrieden“ (SVH-Coach Andreas Berggold)

Erstmals seit über dreimonatiger Verletzungspause hütete Stammtorhüter Marcin Czukiewicz, seit 2011 ununterbrochen im Verein, das Tor des Traditionsvereins von der Brühlwiese. Bei drückender Hitze dauerte es 20 Minuten, bis der erste Treffer fiel. Antonie Willeführs Flanke landete bei Tino Matijevic, der per Direktabnahme den Torreigen eröffnete (20.). Acht Minuten später traf Christos Papadopoulos den Pfosten. Dann musste Czukiewicz den ersten Torschuss der Gäste durch Konstantin Stork halten, ehe auf der Gegenseite Deniz Yatci den Ball gegen die Latte knallte.

Präsident Johny Hahn (links) und Spielausschuss-Chef Klaus Schleicher (zweiter von rechts) verabschieden die Spieler Ünal Özdemir und Abel Aron.

Nach einer Matijevic-Ecke köpfte dann Papadopoulos zum 2:0 ein (34.). Nieder-Erlenbachs junge Truppe kam dann per Dropkick durch Hendrik Niko Jung zum Anschluss (37.). Im zweiten Abschnitt verabschiedete sich Stürmer Ünal Özdemir mit zwei Treffern von der Brühlwiese. Erst machte er auf Yatci-Flanke das 4:1 (50.), dann köpfte er eine Matijevic-Hereingabe zum 4:1 ein (57.), ehe er gegen Sadullah Erkmen ausgewechselt wurde. Von Ligakonkurrent Viktoria Preußen gekommen, erzielte Özdemir insgesamt elf Treffer und wechselt nun in die Kreisoberliga Main-Taunus zum FSC Eschborn. Nicht, weil es ihm in Heddernheim nicht gefällt, sondern weil sein Bruder beim FSC Trainer wird. Verlassen wird den Club auch Abel Aron, der vor zwei Jahren vom SV Eritrea kam, sich gut in das Vereinsleben integrierte, aber nicht mehr Spieleinsätze garantiert bekommen konnte.

„Die Niederlage ist leider auch in der Höhe verdient“ (TSG-Trainer Andreas Ludwig)

Erkmen zeichnete auf Flanke von Rojhat Ügüt für das 5:1 verantwortlich (65.), ehe Papadopoulos seinen Saisontreffer Nummer 27 markierte (68.). Nach einem groben Abspielfehler marschierte dann Julian Kinzelmann durch und verkürzte auf 6:2 (74.). Der eingewechselte Oliver Solarz, nach drei Spielen im Tor mal wieder im Feld unterwegs, konnte sich über links durchsetzen und auf Papadopoulos ablegen. Dann kam der bei den Zuschauern beliebte „Büffel“ Serdar Birhimeoglu und schob zum 7:2 ein (80.). Den Schlusspunkt setzte Solarz in alter Torjägermanier (90.). Für TSG-Coach Andreas Ludwig, der in der A-Klasse weiter macht, sagte an alter Wirkungsstätte als Spieler und Trainer: „Die Niederlage ist leider auch in der Höhe verdient. Es blieb nicht viel von dem übrig, was wir gesagt hatten. Ich bin froh, wenn nächste Woche der letzte Spieltag rum ist. Wir müssen entsprechend für die Kreisliga A planen.“

Schiedsrichter: Eduard Basmaci (Gießen). Zuschauer: 88.
Tore: 1:0 Tino Matijevic (20.), 2:0 Christos Papadopoulos (34.), 2:1 Hendrik Niko Jung (37.), 3:1, 4:1 Ünal Özdemir (50./57.), 5:1 Sadullah Erkmen (65.), 6:1 Christos Papadopoulos (68.), 6:2 Julian Kinzelmann (74.), 7:2 Serdar Birhimeoglu (80.), 8:2 Oliver Solarz (90.).

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