Ex-Concorde Harrabi trifft für Kalbach

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Am drittletzten Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt gewann Tabellenführer FC Kalbach hauchdünn mit 1:0 bei Concordia Eschersheim. Verfolger Spvgg. Griesheim siegte mit 8:2 bei Absteiger FV Saz-Rock. Nun warten die Beteiligten auf das Ergebnis der Sportgerichtsverhandlung bezüglich des abgebrochenen Spiels zwischen Posavina und Griesheim. Der FC Maroc wahrte seine theoretische Chance auf den Klassenerhalt und zog den FC Croatia durch den 3:1-Erfolg noch tiefer in den Abstiegssumpf. Griesheim Tarik, einer der vier feststehenden Absteiger, trat bei TuS Makkabi nicht an.
Fußballkultur am Rosegger: Wandbild mit Diego Armando Maradona in grün-weiß.
FV Saz-Rock – Spvgg. 02 Griesheim 2:8 (2:3)

Der Absteiger überraschte den Tabellenzweiten im ersten Abschnitt mit gutem Fußball und lag zwischenzeitlich sogar mit 2:1 in Führung. Griesheim zeigte in dieser Phase zu wenig und nahm die Begegnung beim mittlerweile 189 Gegentore aufweisenden Kellerkind auf die leichte Schulter. Anders als in den Köpfen der Spieler verankert wurde es jedoch kein Spaziergang an der Mühlwiese. Erst nach dem Seitenwechsel ließ bei Saz-Rock die Kondition nach und Griesheim konnte sein dominantes Spiel mit schönen Toren aufziehen. Spielgestalter Benjamin Zeisel war mit drei Toren maßgeblich am Kantersieg beteiligt. „Wir haben erst nach der Pause in die Spur gefunden und dann 100 und nicht mehr 20 Prozent gegeben. Da kam von Saz-Rock auch nichts mehr auf unser Tor“, sagte Griesheims Trainer Marco Santonastaso.

Schiedsrichter: Keine Angabe. Zuschauer: 65.
Tore: 0:1 Angelo Castrovillari (11.), 1:1 Muhammed Idrisoglou (21.), 2:1 Osman Özlük (29.), 2:2 Benjamin Zeisel (36.), 2:3 Taha Azaitouni (45.), 2:4, 2:5 Benjamin Zeisel (60./71.), 2:6 Mohamed Amjahid (82.), 2:7 Bilal Hamdaoui (84.), 2:8 Jefrey Aboagye (90.).
FC Croatia – FC Maroc 1:3 (0:2)

Croatia war im ersten Abschnitt nicht in der Lage, der Wichtigkeit der Partie angemessen zu agieren. In der einseitigen ersten Hälfte hatte Maroc keine Mühe, die Begegnung zu kontrollieren und mit 2:0 in Führung zu gehen. „Die erste Hälfte war zum Vergessen, nach der Pause wurde es besser“, erklärte Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta. Die Gäste, die bis dahin in der Defensive alles sicher im Griff hatten und gefährliche Angriffe initiierten, kamen nach Propadalos Anschlusstreffer zeitweise in Bedrängnis. Croatia hätte schon ein Remis gelangt, um Maroc in die A-Klasse zu verabschieden, doch daraus wurde nichts. Maroc-Torhüter Hazem Tit verhinderte mehrmals das 2:2. Stattdessen machte Hussain nach einem wiederholten individuellen Fehler der Kroaten den Auswärtssieg der Marokkaner perfekt. „Jetzt wird es schwierig. Ich hoffe, dass wir noch einen Sieg einfahren. Obwohl einige Leistungsträger gefehlt haben dürfen wir nicht meckern. Wir müssen die Köpfe heben und versuchen ruhig zu bleiben“, ergänzte Konta. Marocs Sportlicher Leiter Omar El Idrissi freute sich, dass Maroc die kleine Chance auf den Klassenerhalt wahrt: „Wir sind noch am Ball. Nach dieser Topleistung gab es Riesenjubel. Endlich haben hier alle kapiert, worum es geht.“

Schiedsrichter: Suat Sen (Groß-Gerau). Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Ahmed Zagba (21.), 0:2 Aziz Derrou (41.), 1:2 Ivan Propadalo (51.), 1:3 Mutaz Husain (77.).
FC Kosova – SV 07 Heddernheim 2:3 (2:1)

In der umkämpften und temporeichen Partie hatten die Gäste zunächst Vorteile, dann hatte Kosova bis zur Pause seine beste Phase. Im zweiten Durchgang drückte der SVH und drehte die Begegnung in der Schlussphase. Kurioserweise spielte Heddernheim nur eine Woche nach dem 3:6-Debakel wieder auf dem gleichen Rasenplatz an der Wilhelm-Epstein-Straße, spielte diesmal aber wesentlich besser und effektiver. Nach einer Flanke von Deniz Yatci hatte Sadullah Erkmen die Grün-Weißen in Führung gebracht (27.). Dann verursachte der zum dritten Mal in Folge im Tor stehende Oliver Solarz am Strafraumrand einen Elfmeter gegen Enver Kelmendi, den Frenklin Sefa zum 1:1 verwandelte (38.). Kosova setzte nun weiter nach und nach einer Ecke traf Yll Pelaj aus der Distanz zum 2:1 (44.). Verletzungsbedingt musste zur Halbzeit der dienstälteste Heddernheimer Dawit Demeke – im Jahr 2004 spielte dieser schon für den SVH in der alten Bezirksliga Frankfurt – ausgewechselt werden und wurde durch Abel Aron ersetzt. Die Grün-Weißen erhöhten nach der Pause den Druck und kamen zu zahlreichen Möglichkeiten. Nach einer Ecke von Yatci war es Innenverteidiger Niels Gerbig, der den Ausgleich mit viel Willen per Kopfball erzielte (80.). Ein starker Auftritt kurz vor seiner Auswechslung. In der 90. Minute markierte Christos Papadopoulos aus dem Gewühl heraus sogar noch den Siegtreffer (90.). Kosovas Spielausschuss-Vorsitzender Rudi Statovci erklärte: „Im Grunde genommen war es ein schönes Spiel. Wir haben uns nicht belohnt. Wenn Du bis zur 80. Minute 2:1 führst, dann musst Du hier mindestens ein Unentschieden holen. Das wäre auch gerecht gewesen. Im Fußball gewinnt aber derjenige, der die meisten Tore schießt. Wir haben viele Verletzte und die Umstände auf unserem Sportplatz sind leider nicht optimal, was die Trainingsbedingungen angeht.“ Heddernheims Trainer Andreas Berggold analysierte: „Wir haben an die gute Leistung des 6:2 gegen Makkabi angeknüpft. Wir hatten Kosova gut im Griff, bekommen aber durch zwei Unaufmerksamkeiten zwei Gegentore. Da haben wir nicht gewusst, warum wir in der Halbzeit zurück lagen.“ Nach dem Seitenwechsel sei der Gast verstärkt auf das Kosova-Tor zugestürmt und wurde für die offensive Spielweise belohnt: „Gerbig wollte ich vorher rausnehmen. Ihm fehlt noch die Kraft nach der langen Verletzungspause. Aber er hat das Ding noch gemacht und uns ins Spiel zurückgeholt. Wir waren entschlossen auf Sieg zu gehen, da wir konditionell stärker sind. Dann hatten wir in der 90. Minute das nötige Glück gehabt und noch den Siegtreffer erzielt.“

Schiedsrichter: Dirk Eisenmann (Eppstein). Zuschauer: 85.
Tore: 0:1 Sadullah Erkmen (27.), 1:1 Frenklin Sefa (38./Foulelfmeter), 2:1 Yll Pelaj (44.), 2:2 Niels Gerbig (80.), 2:3 Christos Papadopoulos (90.).
Concordia Eschersheim – FC Kalbach 0:1 (0:0)

Ein intensives Spiel am Rosegger mit wenigen Torchancen. „Es war ein 50/50-Spiel und hätte auf beide Seiten kippen können“, erklärte Concordia-Trainer Andre Winter. Im ersten Abschnitt hatten die Eschersheimer einen Lattentreffer zu verzeichnen. Auf der anderen Seite wurde nach einer Kalbacher Ecke auf der Linie geklärt. Winter berichtete, dass nach 30 Minuten ein regulärer Treffer der Concordia nicht anerkannt worden sei. Den Querpass von Louis Haarhaus auf Metin Cosgun verwertete dieser ins Tornetz, aber der Schiedsrichter pfiff Abseits. „Mir ist es immer wieder ein Rätsel, warum Schiedsrichter Querbälle vor dem Torwart als Abseits pfeifen. Das impliziert ja quasi, dass der mitgelaufene Spieler die Abseitsregel nicht kennt“, wunderte sich Winter. Das entscheidende Tor durch den Ex-Eschersheimer Ricardo Harrabi sei zudem aus Abseitsposition erzielt und anerkannt worden (60.). Zu sehr wollte Winter über den Schiedsrichter nicht meckern, der auch seiner Ansicht nach einen schweren Stand in einem temporeichen Spiel gehabt habe. „Ich will eher darauf eingehen, dass wir ein überragendes Spiel gemacht haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns in solchen Spielen in der nächsten Saison belohnen werden“, teilte Winter mit. Der Sportliche Leiter der Kalbacher Manfred Meyer zollte der Concordia ein Kompliment: „Die Eschersheimer waren sehr diszipliniert und engagiert. Man hat uns angemerkt, dass wir drei Spiele aussetzen mussten. Torhüter Fabian Lanthaler war der Vater des Sieges. Ich bin stolz, wie wir hier mit viel Einsatz gegen diesen starken Gegner bestanden haben“, ergänzte Meyer.

Schiedsrichter: Horst Schierer (Bad Camberg). Zuschauer: 150.
Tor: 0:1 Ricardo Harrabi (60.).
Union Niederrad – FC Tempo 2:3 (1:1)

Die Partie an der Heinrich-Seliger-Straße bot Spannung und viele Torchancen bis zum Schluss. Bei den Niederrädern musste improvisiert werden. Ins Tor ging A-Jugend-Spieler Tino Knak. Stammkeeper Eihab Weninger wirkte als Feldspieler mit. In der hart geführten, aber jederzeit fairen Partie hatte Tempo viel Ballbesitz mit einer reifen Spielanlage. Union hielt sehr gut dagegen und hätte laut dem Vorsitzenden Khalid Lamjahed „ein Unentschieden verdient gehabt.“ Der Niederräder Paul Gundermann wurde nach einem Foulspiel der Gäste mit Verdacht auf Knöchelbruch ins Krankenhaus gebracht. „Wir haben gezeigt, dass wir mit solchen Topmannschaften mithalten können“, meinte Lamjahed. Tempos Stürmer Goran Grijak war an allen drei Treffern der Serben beteiligt und von Niederrads Defensive nur schwer in den Griff zu bekommen. Auf Heimseite wurden zwei Elfmeter vergeblich reklamiert.

Schiedsrichter: Ahmet Karakus (Obertshausen). Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Goran Grijak (17.), 1:1 Antonio Anic (31.), 1:2 Bojan Miljus (52.), 1:3 Goran Grijak (85.), 2:3 Mohamed Azeggaghe (88.).
FC Posavina – SC Weiss-Blau 3:1 (2:1)

Der erste Durchgang war lebhaft an den Riederwaldwiesen. Posavina legte gegen das längst abgestiegene Schlusslicht zwei Treffer vor. Die Gäste agierten über die gesamten 90 Minuten wie gewohnt offensiv, brachten aber außer den Anschlusstreffer nichts zustande. Am Ende fuhr der FCP zum Saisonabschluss einen verdienten Heimerfolg ein. Pressewart Danijel Pavic, der erneut im Tor stand, resümierte: „Wir sind heute mal wieder mit dem letzten Aufgebot aufgetreten und mussten zwei Spieler von der Zweiten mit hoch nehmen. Wir hätten in der ersten Halbzeit alles klar machen müssen, nur waren das Aluminium und der starke Torhüter im Weg. In der zweiten Hälfte haben wir lange zittern müssen, bevor wir kurz vor Schluss doch noch das dritte Tor machen konnten.“ Pavic ergänzte: „Man merkt schon, dass einigen Spielern die Puste ausgeht. Es war eine lange und schwierige Saison für uns. Wir wollen aber die letzten beiden Spiele noch gewinnen und dann in die verdiente Sommerpause. Weiss-Blau wünschen wir viel Glück in der Kreisliga A.“ Am Dienstag (20.15 Uhr) gastiert Posavina in einer vorgezogenen Partie bei Absteiger Griesheim Tarik.

Schiedsrichter: Karsten Schön (Rodenbach). Zuschauer: 55.
Tore: 1:0 Sasa Cancarevic (4.), 2:0 Ivan Dzijan (22.), 2:1 Hatem Fekih (39.), 3:1 Miroslav Baotic (84.).
FC Gudesding – TSKV Türkgücü 5:6 (3:2)

Ein wildes Spiel im Ostpark mit einem typischen Ergebnis der Endphase einer langen Saison. Im Tor der „Guden“ stand Daniel Kunkel aus der Dritten Mannschaft, der die Weitschüsse der Gäste nicht halten konnte. Gefährliche Aktionen gab es reihenweise auf beiden Seiten dank unstabiler Abwehrreihen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, das Match blieb sehr friedlich. „Vielleicht wäre ein 5:5 gerechter gewesen, aber da Türkgücü nie aufgesteckt und immer wieder nach vorne gespielt hat, gönne ich ihnen den Sieg“, erklärte FCG-Vorsitzender Rainer Weiss in seiner fairen Art.

Schiedsrichter: Robert Kaspereit (Bad Homburg). Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Emre Kadimli (15.), 1:1 Seyedmohammadreza Hosseini (25.), 1:2 Murat Tiryaki (36.), 2:2 Seyedmohammadreza Hosseini (43.), 3:2 Aderrafik Imeghry (45.), 3:3 Can Keser (61.), 3:4 Murat Tiryaki (68.), 3:5 Ertugrul Güngör (77.), 4:5, 5:5 Alexander Root (83./90.+2), 5:6 Mete Nakipoglu (90./+5).
TSG Nieder-Erlenbach – FV Hausen 1:5 (1:4)

Die Begegnung am Riedsteg wurde wegen eines Stadteilfestes erst um 18 Uhr angepfiffen. TSG-Trainer Andreas Ludwig meinte: „Das Ergebnis sagt alles, wir hatten uns definitiv mehr vorgenommen. Zumindest dass wir irgendwie mal einen Punkt holen. Hausens Asiaten haben aber eine krasse Qualität und wir waren in 15 Minuten total schlafmützig. Wir haben noch zwei Spiele, die wir ordentlich bestreiten wollen.“ Die Gäste zogen schnell auf 4:0 davon und hatten danach wenig Mühe, den Vorsprung gegen den Absteiger zu verteidigen. FVH-Coach Federico da Costa Coutinho fand die Anstoßzeit ungewöhnlich, aber „von unserer Seite in Ordnung.“ Der Hausener Trainer war „eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr in Nieder-Erlenbach gewesen. Die Anlage ist jetzt schöner denn je. Schade nur, was derzeit mit dem Verein passiert. Ich wünsche Andreas Ludwig, dass da was neues aufgebaut werden kann.“ Zum Spiel sagte Coutinho: „Wir haben relativ schnell 4:0 geführt, das Spielen eingestellt und überwiegend verwaltet. Daraus entstand ein Sommerkick. Das Ergebnis geht in Ordnung, da wir viel durchgewechselt haben. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

Schiedsrichter: Davut Yigit (Bad Orb). Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Shion Tsuji (15.), 0:2 Jo Yonemaru (17.), 0:3 Yassir Al Hahbare (26.), 0:4 Sina Shakouri (28.), 1:4 Hannes Schöck (33.), 1:5 Kenzo Peter (84.).

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