Tempo gewinnt Balkan-Derby – 300 Zuschauer

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Der FC Tempo gewann am Sonntag in der Kreisoberliga Frankfurt das brisante Balkan-Derby gegen den FC Kosova vor 300 Zuschauern an der Ginnheimer Woogwiese mit 2:1 (1:0) und setzte sich auf den zweiten Tabellenplatz, der ja zur Teilnahme an der neuen Relegationsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West berechtigt. Wichtig war vor allem, dass die Begegnung ohne Zwischenfälle über die Bühne gebracht werden konnte. 
Tempo-Kapitän Goran Grijak. Foto: Mithat Gürser.
FC Tempo – FC Kosova 2:1 (1:0)

Nachdem es im Hinspiel der Vorsaison zu einem Spielabbruch gekommen war, blieb es diesmal bis auf kleinere Reibereien zwischen den Fangruppen im Rahmen. „Die Ehrenämtler auf beiden Seiten konnten die Situation schnell und gut lösen“, berichtete Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic und ergänzte: „300 Zuschauer sahen ein spannendes Spiel auf dem Ginnheimer Acker.“ Dort musste gespielt werden, da der Kunstrasen noch gesperrt ist.  Auch Kosovas Spielausschuss-Chef Rudi Statovci zog eine zufriedene Bilanz: „Das Spiel war fair, drumherum blieb es friedlich. Ein paar Idioten, die Palaver machen sind auf beiden Seiten immer dabei. Die konnten aber schnell ruhig gestellt werden.“

Sportlich gesehen blieben die Serben im fünften Saisonspiel ungeschlagen. Entscheidender Mann bei Tempo war Nikola Dokovic, dem beide Heimtreffer gelangen (25./55.). Die Gäste mussten in der 63. Minute die erste 10-Minuten-Strafe hinnehmen. Als auch die Gastgeber eine Zeitstrafe erhielten (67)., verkürzte aus dem Gewühl heraus Mostafa El Aadmi auf 2:1 (72.).

Kosova schafft den Ausgleich nicht mehr 

Mancher Zuschauer hatte ein Eigentor von Nemanja Pantovic gesehen. Wegen einer Notbremse erhielt Kosovas Torhüter Murati Erjol die Rote Karte (82.). Da kein Ersatzkeeper zur Verfügung stand, stellte sich Kapitän Frenklin Sefa zwischen die Pfosten. Als dann in der 88. Minute noch ein Heimakteur eine Zeitstrafe bekam, beendeten beide Mannschaften die umkämpfte Begegnung mit zehn Spielern. Zum angestrebten Ausgleich reichte es für Kosova aber nicht mehr.

„Wir haben gekämpft, es wurde sich nichts geschenkt. Schade, ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, meinte Statovci, der einst in den 80er Jahren selbst für Tempo spielte. Damals galt der 1973 gegründete Fußballclub noch als ein gesamtjugoslawischer Club. „Tempo war der verdiente Gewinner, wir hatten etwas mehr Glück. Die Verantwortlichen beider Vereine haben ihr bestes gegeben, dass das Spiel ausgetragen wird. Somit sind wir jetzt mit dem dritten Sieg knapp an Tabellenführer Hausen dran“, resümierte Marcetic.  

Schiedsrichter: Karsten Pfeiffer (Nieder-Wöllstadt). Zuschauer: 300.
Tore: 1:0, 2:0 Nikola Dokovic (25./55.), 2:1 Mostafa El Aadmi (72.).

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