Griesheim Tarik mit Er-Rjah oben dabei

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In der Gruppe 1 der Kreisliga A Frankfurt haben vier Vereine einen optimalen Start hingelegt. Der BSC Schwarz-Weiß 19, der VfR Bockenheim, Germania Ginnheim und der SV Griesheim Tarik weisen neun Punkte aus drei Spielen auf. Am Sonntag setzte sich Tarik unter der Regie des neuen vom SC Weiss-Blau gekommenen Trainers Jamal Er-Rjah mit 2:1 beim SV Bonames durch.

Griesheim Tarik in olivgrün ist der einzige KOL-Absteiger, der sich auf Erfolgskurs befindet. Foto: Cickovic.

SV Bonames – SV Griesheim Tarik 1:2 (1:1)

Der Anpfiff der Begegnung verzögerte sich ein wenig auf dem Bonameser Kunstrasenplatz. Während die Gastgeber in klassischem Rot-Schwarz aufliefen, präsentierte sich Tarik in olivgrüner Spielkleidung. Die Gäste legten mit dem ersten Torschuss von Jahouh Badr gut los. Den Schuss aus 30 Metern parierte SVB-Torhüter Marvin Epp. Kurz darauf ging Bonames schon in Führung. Nach einem schönen Angriff des SVB über Kapitän Eric Thorwarth gelang der Ball zu Michael Berntal, der den Ball gekonnt in den Rückraum einschieben konnte (7.). Die Gäste reagierten mit einem Eckball auf Oualid Naimi, der am zweiten Pfosten zum Kopfball kam, dessen Abschluss aber zu schwach war. Einige wenige Spieler aus der Abstiegssaison tragen noch das Tarik-Dress, im Tor steht jetzt mit Hazem Tit der langjährige Schlussmann des FC Maroc. Außerdem noch dabei Renaldo Trauner, dessen Freistoß aus dem tiefen Halbfeld für erste Gefahr sorgte. Trauner schlug den Ball in den Strafraum, aber der SVB bekam die Flanke verteidigt. Beide Teams waren mit sechs Zählern gestartet, sodass hier schon vom ersten Topspiel der Saison die Rede war. Griesheim Tarik weiter am Drücker kam durch Morouane Elguir beim zweiten Ball aus der Ferne zum Abschluss, aber genau auf Epp. Einem vergebens reklamierten Foulelfmeter durch die Gastelf folgte der Griesheimer Ausgleich. Zunächst aber vergab Yassine Ait die bis dato größte Chance für Tarik. Der SVB agierte zu unseriös in der Verteidigung, sodass die Gäste den Ball erobern konnten. Der Ball wurde ans linke Strafraumeck gespielt, wo Ait frei zum Abschluss kam und vorbei schoss. Zu einfach kassierte Bonames das 1:1: Beim guten Schnittstellenpass auf Naimi, wurde dieser nicht richtig gestört, weder bei der Ballannahme, noch bei der Mitnahme.

Der Gästespieler machte es stark und brachte einen starken Abschluss auf das Tor, der im kurzen Eck einschlug (25.). Der SVG setzte zum nächsten Angriff an, wollte den Bonameser Schock vom Gegentor nutzen. Der Ball kam von der rechten Seite flach in den Rückraum, allerdings ging Elguirs Schuss weit über das Gehäuse des SVB. Nachdem der Schiedsrichter in Form einer Trinkpause zu einer ersten schöpferischen Pause bat, musste Bonames danach tief durchatmen. Denn das musste eigentlich die Führung der Gäste sein, denn der SVB vertändelte absolut leichtfertig den Ball vor dem eigenen Strafraum. Der Ball kam zu Naimi, der alleine vor Epp auftauchte, aber an diesem scheiterte. Die nächste gute Chance für den SVG folgte im Anschluss. Aus ca. 18 Metern kam Ait zum Abschluss, aber Epp parierte abermals. Auch bei Freistößen aus gefährlicher Position konnte Epp sicher zu packen. Dann auch mal wieder Gefahr durch den SVB. Einen guten Pass in die Spitze ließ der SVG durchflutschen. Lewis Mcguire kam an den Ball, aber war wohl zu überrascht und konnte den Ball nicht kontrollieren. Dann legte Thorwarth den Ball vorbei an Keeper Tit, der kam viel zu spät und fiel ihn. „Grobes Foulspiel und eigentlich eine Vereitelung einer klaren Torchance. Das muss eigentlich einen Platzverweis nach sich ziehen, egal ob Elfmeter oder nicht“, schrieb SVB-Pressesprecher Marko Cickovic in seinen Live-Ticker. Elfmeter gab es dann, aber keinen Platzverweis. Berntal trat an, aber Tit parierte und der Nachschuss ging neben das Tor (41.). Zu monieren gab es aber noch das Verhalten der Gäste: „Trotz der Bevorteilung waren sie mit der Leistung des Schiedsrichters nicht einverstanden und reklamierten Handspiel im Strafraum.“

Lange Nachspielzeit in Hälfte eins

„Der Schiedsrichter hat sich vom Geplärre der Gäste weich kochen lassen. Jendrossek kriegte den Ball aus kürzester Distanz an die Hand und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Epp parierte aber den Elfmeter von Oualid Gourad (45./+1). Die Nachspielzeit der ersten Hälfte zog sich aber immer weiter in die Länge und wieder agierte Bonames unkonzentriert in der Defensive. Saad Zadaki aus spitzem Winkel, aber Epp machte das Tor zu. Nach einem Konter ergab sich noch eine gute Möglichkeit für die Hausherren, aber Tormann Tit konnte parieren. Mit zwei Personalwechseln kam Bonames aus den Kabinen und es dauerte bis zur 58. Minute, ehe der erste Torschuss der zweiten Hälfte zu verzeichnen war. Die Gäste waren sich mal wieder nicht einig, da kam der Bonameser Belal Asbahe aus 20 Metern zum Abschluss, der Ball ging aber über den Zaun. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte waren deutlich schwächer im Niveau als die erste Halbzeit. Der SVG kam allerdings nun ein wenig besser ins Spiel. Spieler Devin Altunay bemängelte zwischendurch lautstark die fehlenden Anspielmöglichkeiten im speziellen und das Auftreten im allgemeinen. Vielleicht war das nach exakt einer Stunde Spielzeit ein Weckruf an die Mannschaftskameraden. Mitte der zweiten Hälfte kam dann zum Vorschein, dass die Gäste in Sachen Ausrüstung und Betreuung nicht gut organisiert waren. „Die Gäste haben auch gefühlt nur ihre Trikots und die zugehörigen Spieler dabei. Zum Aufwärmen wurde nach Bällen gefragt und als ein Spieler der Gäste eine Behandlungsphase benötigte, wurde nach einem Koffer gefragt“, hieß es im Live-Ticker. Dann war es Eric Thorwarth, der es mit einem Schlenzer versuchte, allerdings neben das Tor.

Durch ein dämliches Foul vom SVB gab es dann Freistoß für die Gäste, aber der brachte nichts ein. Die fingen dann warum auch immer an zu meckern, sodass einer der Tarik-Spieler die Gelbe Karte sah. Die Schlussviertelstunde begann mit Konter der Gäste. Oualid Gourad lief auf der linken Seite durch, den Ball in die Mitte konnte Epp entschärfen. Auch die nachfolgende Ecke pflückte Epp sicher herunter. Ab der 83. Minute nahm der SVG seine Kräfte nur noch für einzelne Angriffe zusammen, das reichte aber für gefährliche Nadelstiche. Plötzlich tauchte der SVG vor Epp auf, es dauerte aber zu lange mit dem Abschluss. Auf der Gegenseite Freistoß Bonames nach Foul an Thorwarth. Gute Position für Spielertrainer Berntal, der Ball wurde von der Mauer gestriffen und verlor dadurch an Power. Kurz vor Schluss stand wieder der Schiedsrichter im Mittelpunkt: Thorwart lief an Keeper Tit vorbei und wurde von den Beinen geholt. „Klarer geht es nicht, aber der Schiedsrichter hat heute andere Pläne. Unfassbare Leistung, die der Schiedsrichter heute uns hier darbietet“, steht im Live-Ticker. Warum kurz vor Schluss noch eine Trinkpause angeordnet wurde, der SVG in Sachen Zeitspiel alle Register zog und nach 92 Minuten noch drei reguläre und drei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, kam den Gastgebern reichlich dubios vor. Was sich am Ende rächte, denn „aus dem Nichts“ fiel der Siegtreffer der Gäste durch Oualid Gourad (90./+4). Bonames kam noch zu einer guten Möglichkeit mit Roy Mokrzycki, aber alleinstehend ging der Ball über das Tor. Letztlich nahm der SV Griesheim Tarik durch ein cleveres Spiel nach 100 Minuten die drei Punkte mit an die Lärchenstraße mit.

Schiedsrichter: Falko Peckelsen (Königstein). Zuschauer: 40.

Tore: 1:0 Michael David Berntal (6.), 1:1 Oualid Naimi (23.), 1:2 Oualid Gourad (88.).   

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