Trotz Grüter-Rückkehr: Bad Vilbel unterliegt „Speuzern“

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Ein Punktspiel zwischen dem FV Bad Vilbel und dem FFV Sportfreunde dürfte es zumindest in der Neuzeit des Amateurfußballs bis zum Samstagabend nicht gegeben haben. Als der Frankfurter Fußballverein von der Mainzer Landstraße 2018 in die Verbandsliga Süd aufstieg, ging es für die Quellenstädter eine Etage höher in die Hessenliga. Vier Jahre später waren die „Speuzer“ nun am Samstagabend am Niddasportfeld am nördlichen Stadtrand zu Gast. 

Giorgi Kandelaki klatscht Visar Gashi nach dessen Elfmetertor ab. Foto: FVBV.

FV Bad Vilbel – FFV Sportfreunde 1:2 (1:0)

Der FV Bad Vilbel musste am Samstag in der Fußball-Verbandsliga Süd die dritte Niederlage im vierten Spiel hinnehmen. Im Duell mit dem FFV Sportfreunde aus Frankfurt gingen die Quellenstädter mit 1:2 (1:0) als Verlierer vom Rasen am Niddasportfeld. Der Blick auf den Aufstellungsbogen brachte einen überraschenden Namen zum Vorschein. Der 36-jährige Jonas Grüter spielt wieder für Bad Vilbel. Von 2016 bis 2020 war der defensive Mittelfeldspieler schon einmal unter den Fittichen von Trainer Amir Mustafic und 2018 als Leistungsträger am Hessenliga-Aufstieg beteiligt.

In der letzten Saison war er als Spieler und Co-Trainer bei Ligakonkurrent Rot-Weiss Frankfurt tätig. Mit Grüter in der Anfangself hatte die um 18 Uhr angepfiffene Partie recht gut für die Grün-Weißen begonnen, denn Visar Gashi hatte schon in der dritten Spielminute die erste Möglichkeit, seinen Abschluss lenkte Gästetormann Sebastian Seitz zur Ecke. Per Foulelfmeter brachte Gashi Bad Vilbel in der siebten Minute in Führung. Die Gäste warteten ihrerseits im Sturm mit Oliver Kovacic auf, der letzte Saison noch in Bad Vilbel spielte und den Verein noch vor Beendigung der Spielzeit verließ.

„Speuzer“ Tekin im Nachschuss erfolgreich

FFV-Torjäger Giuseppe Signorelli hatten die Wetterauer ganz gut im Griff, auch wenn er zu einigen Chancen kam, wie bei einem Kopfball, den der Italiener aber in die Arme von FV-Tormann Robin Orband platzierte. Nach dem Seitenwechsel bot sich Henri Lehmann die Möglichkeit, zu erhöhen, sein Kopfball ging über den Kasten. Ausgerechnet Kovacic holte dann den Elfmeter für die Gäste aus dem Frankfurter Gallus heraus. Erst parierte Orband gegen „Speuzer“ Danyal Tekin, dann war der Frankfurter im Nachschuss erfolgreich (50.). Schwer wurde es dann für Bad Vilbel nach einer laut FV-Sprecher Jan Werner »vertretbaren, aber harten Entscheidung«, die eine Gelb-Rote Karte gegen Führungsspieler Gashi zur Folge hatte (60.).

Kurz danach war dann Goalgetter Signorelli zur Stelle und markierte nach einer Flanke das Siegtor für die Gäste (65.). „Vom Spielverlauf eine eher unglückliche Niederlage“, meinte Werner und bedauerte, dass „am Ende nicht noch ein Punkt rausgesprungen ist“. Eine andere Analyse lieferte hingegen Sportfreunde-Coach Artug Özbakir ab. In der Schlussphase habe man „Bad Vilbel zu viel spielen lassen. Dennoch geht der Sieg völlig in Ordnung, wir haben mehr dafür getan und den besseren Fußball gespielt.“ 

Schiedsrichter: Paul Wenzek (Darmstadt). Zuschauer: 107.

Tore: 1:0 Visar Gashi (7./Foulelfmeter), 1:1 Danyal Tekin (50./Foulelfmeter), 1:2 Giuseppe Signorelli (65.).

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