Kalbach: Ziel einstelliger Platz

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Nach dem Aufstieg als Meister der Kreisoberliga Frankfurt ist der FC Kalbach drei Jahre nach dem Abstieg zurück in der Gruppenliga Frankfurt West. Der Fußball-Club aus dem Frankfurter Norden geht optimistisch in die Saison und peilt einen einstelligen Tabellenplatz an.

Kalbachs Macher: Der Sportliche Leiter Manfred Meyer. Foto: Mithat Gürser.

Nur drei Wochen nach dem letzten Spieltag, an dem mit dem 3:0 beim TuS Makkabi der erste Platz nach einem langen Zweikampf mit der Spvgg. Griesheim gesichert wurde, absolvierte das Team von Trainer Aaz-Dine Zarioh gegen Hessenligist FC Bayern Alzenau sein erstes Testspiel (3:5), drei Tage später war Regionalligist FSV Frankfurt (2:3) am Hopfenbrunnen zu Gast. Nur noch zwei weitere Vorbereitungsspiele konnte Kalbach bestreiten, gegen Rot-Weiß Walldorf II aus der Gruppenliga Darmstadt gab es ein 2:4 und bei Verbandsligist Rot-Weiss Frankfurt setzte es eine 1:9-Schlappe. Vier weitere geplante Tests wurden wegen Urlaubern oder zu vieler verletzter Spieler abgesagt.
„Die Sommerpause war zu kurz. Es kommt vermehrt zu Verletzungen, außerdem fliegen viele Spieler während der Sommerferien mit ihren Familien in den Urlaub“, kritisiert Kalbachs Sportlicher Leiter Manfred Meyer die Terminplanung des Verbandes. Wenn die Mannschaft dann im Laufe der Runde komplett auftreten könne, sei der Kader durch die Neuverpflichtungen dann „kompakter und breiter.“ Von den sechs Abgängen hatte am Ende nur Routinier Denis Fließ (zur SG Bornheim Grün/Weiß) einen Stammplatz. Nabil Kabbouz (Spvgg. Griesheim) war mehr ein Stand-by-Spieler. Adrielle Parotta (Teutonia Köppern), Navid Ghaffari Mehrjderi (Concordia Eschersheim), Feyzullah Elmas und David Andryeyev (beide Ziel unbekannt) spielten untergeordnete Rollen. Von den neun externen Neuzugängen sind etlichen Stammplätze zuzutrauen. Vom bisherigen Ligakonkurrenten TuS Makkabi bringen Maximilian Motsch, Noel Löbner und Aleksej Radulaski Qualität mit.
„Es war die richtige Entscheidung, Zarioh zum Cheftrainer zu ernennen.“ (Manfred Meyer)
Gruppenliga-Erfahrungen können Masood Sayed (TuS Hornau) und Maas Barrow (FV Stierstadt) vorweisen. Aus der Verbandsliga gekommen sind Tormann Firat Al Masri (Rot-Weiss Frankfurt) und Leonard Miric (Spvgg. Oberrad). Höherklassig erfahren sind auch Bernhard Opoku Appiah und Samuel Adu vom Gruppenliga-Absteiger SV Gronau. Die vorhandene individuelle Qualität des Kaders mit der breiten Achse um Torjäger Achraf Gara Ali (56 Saisontore), Ivan Delic, Oliver Pauls, Ricardo Harrabi und Kapitän Alexander Azimpour ist gepaart mit den Neuzugängen eine gute Achse, um auch eine Klasse höher erfolgreichen Fußball zu bieten. Von den genannten sind viele Führungspersönlichkeiten dabei, die junge Spieler zu besseren Leistungen antreiben können. Meistertrainer Aaz-Dine Zarioh, nach seiner aktiven Karriere im Fußball-Kreis zunächst als klassischer Co-Trainer beim SV Heddernheim, Concordia Eschersheim und unter Vorgänger Karol Drynda beim FC Kalbach zuarbeitend, konnte im ersten Jahr der alleinigen Verantwortung beweisen, dass er ein Team formen kann.
„Es war die richtige Entscheidung, Zarioh zum Cheftrainer zu ernennen. So wie er die Leute pusht, fokussiert und mit Disziplin arbeitet, ist er ein Gewinn für den Verein“, lobt Meyer. Das Umfeld und die Zuschauer, die sich zeitweise nach dem Abstieg in die Kreisoberliga von der Mannschaft abgewendet hatten, steht nun verstärkt wieder hinter Kalbach. In der Endphase der letzten Saison war ein Anstieg der Zuschauerzahlen am Hopfenbrunnen zu bemerken, „es kommen wieder mehr Kalbacher auf den Sportplatz“, erkennt Meyer, der wie so viele den Sportfreunden Friedrichsdorf die Favoritenrolle zutraut. Gerade die Duelle mit den Hochtaunus-Clubs sind für Kalbach aufgrund der geographischen Lage im Frankfurter Norden reizvoll, aber auch so freut sich Meyer „auf eine attraktive Liga, in der ordentlicher Fußball mit einem Schiedsrichtergespann gespielt wird.“ Für einen guten Platz in der Mitte reicht es für Kalbach allemal, der Verein wird mit diesem Kader mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen.

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