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Zähes Spiel mit wenigen Höhepunkten an der Bertramswiese

By | Published | 2 Kommentare

Der Tabellendritte TuS Makkabi schaffte es nicht, durch das 1:1 gegen die SG Harheim am Rangzweiten SV 07 Heddernheim vorbeizuziehen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz konnte aber bei einem noch mehr zu bestreitenden Spiel auf einen Zähler verkürzt werden. Pokal-Halbfinalist Harheim bewies einmal mehr, dass man mit den Spitzenteams der Liga mithalten kann. Auf Rang sieben hat man aber nur noch minimale Chancen auf Rang zwei.
Harheims Trainer Gabriel Bernstein (ganz rechts) mit seiner Ersatzbank. Foto: Archiv Mithat Gürser. 
TuS Makkabi – SG Harheim 1:1 (1:0)

Die Partie an der nun künstlichen Bertramswiese verlief zäh und mit wenigen Höhepunkten. Torchancen blieben Mangelware, die Gäste hielten kämpferisch diszipliniert dagegen. Bei den Gastgebern fehlten die gesperrten Denis Bosnjak (Gelb-Rot-Sperre) und Santiago Alejandro Gamez Camaran (Sechs Spiele Sperre nach der Roten Karte in Heddernheim). Neu mit von der Partie war der erst kürzlich hinzugestoßene David Hrvacanin. Der 22-jährige linke Verteidiger war zuletzt vereinslos und absolvierte für Rot-Weiss Frankfurt 24 Spiele in der Verbandsliga Süd. Hrvacanin gab auch die Vorlage zum 1:0 durch Jakob Zapke kurz vor der Pause (44.). Nach dem Seitenwechsel wollten die Gastgeber unbedingt „Standardsituationen vermeiden“, wie Makkabi-Trainer Lasse Krakow darlegte. Dann aber passierte ein unnötiges Foul und es gab Freistoß für Harheim, den Ante Paradzik hinein brachte auf den Kopf von Kapitän Lukas Gärtner, der zum 1:1 vollendete (80.). „Am Ende war für uns mit dieser Personallage nicht mehr drin. In der Crunchtime-Phase fehlen uns wichtige Spieler gesperrt, verletzt oder aus Studiengründen. Auch von der Bank konnten wir offensiv nicht zulegen.“

Das Durchschnittsalter der Startformation wurde nur durch die Einsätze von Spielertrainer Marlon Huberman (39) und Kapitän Branislav Glamocanin (34) auf 24,7 Jahre hochgetrieben. Auf Seiten der Harheimer coachte Trainer Josip Coric, da sein Mitstreiter Gabriel Bernstein aus privaten Gründen verhindert war, aber hinterher die Partie auf den Videoaufnahmen studierte: „Im Prinzip war das Spiel fair, das war so weit in Ordnung. Wir mussten einige Male verletzungsbedingt wechseln. Nur eine Szene hat mich gestört, nämlich als unser Torwart Tim Mattick vom Gegenspieler mit gestrecktem Bein getroffen wurde und es daraufhin unangebrachte Kommentare von den Gastgebern gab. Das war ein grobes Foulspiel, das die Auswechslung unseres Torhüters zur Folge hatte. Da erwarte ich, dass der gegnerische Trainer nach dem Spiel kommt und sich für seinen Spieler entschuldigt. Makkabi ist immer laut vertreten, wenn sie ungerecht behandelt werden, ich erwarte dann aber auch Fairness gegenüber dem Gegner, wenn sowas passiert. Es geht auch um die Art und Weise, wie von der Bank aus gesprochen wird und das sage ich mit dem Nachnamen Bernstein.“  

Für Makkabi gilt es nun im Restprogramm mit FC Posavina (auswärts), GSU Hellas (heim), Germania Enkheim (A) und Viktoria Preußen (A) so viele Punkte wie möglich zu holen, um den zweiten Platz und die Relegationsteilnahme zu zementieren. Für die Harheimer, deren Chancen bei acht Punkten Rückstand nur theoretischer Natur sind, gilt es zunächst am Sonntag den designierten Meister Spvgg. 02 Griesheim drei Wochen nach dem Pokalaus im Halbfinale (2:3) zu ärgern.

Dann folgen noch die Partien bei Concordia Eschersheim (A), gegen den SV 07 Heddernheim (H) und beim FC Posavina (A). Mittelfeldspieler Fabian Urban laboriert nach einem erlittenen Tritt im Pokalspiel in Griesheim weiter an einer Fußgelenkverletzung. 

  • Schiedsrichter: Karsten Schön (Eintracht Oberrodenbach).
  • Zuschauer: 60.
  • Tore: 1:0 Jakob Zapke (44.), 1:1 Lukas Gärtner (80.).     

2 Responses

  1. Hier hausiert Bernstein mit seinem Namen Bernstein, dass er einen jüdischen Nachnamen hat und sich daher ein Urteil erlauben darf, dass die Trainerbank von Makkabi stark im Austeilen ist aber schwach im Einstecken ist.
    Er assoziiert also damit, dass es sich um eine jüdische Trainerbank handelt.
    Hier wird eine Religionsgruppe mit einem allgemeinen Verhalten gleichgesetzt.
    Das ist Antisemitismus in Reinkultur.
    Nichts anderes !

  2. Trainer und Vorstand von Makkabi erkundigten sich proaktiv nach dem verletzten Spieler und wünschten gute Genesung. Vorstandsmitglied Lemler bot zudem mehrfach(!) seine Hilfe an, nachdem den Gästen, die keinen Medizinkoffer dabei hatten, bereits notwendige Utensilien zur Verfügung gestellt wurden.

    Problematischer als die unwahren Behauptungen erscheinen mir aber die Denkmuster des Verantwortlichen der SG Harheim, die mehr über ihn selbst aussagen als über die Situation. Hier wird nicht nur ein vermeintliches Fehlverhalten kritisiert, sondern ein ganzer Verein pauschal mit negativen Eigenschaften belegt. Speziell die Erwähnung eines jüdischen Nachnamens trägt nichts zur Sache bei, sondern verschiebt die Diskussion vom Sport auf eine ethnisch-religiöse Ebene, wo sie schlichtweg nicht hingehört. An anderer Stelle, gegenüber einer anderen Minderheit, würden solche Aussagen zu Recht als rassistisch gelten, gegenüber dem jüdischen Verein werden sie jedoch problemlos geäußert. Die üblichen Doppelstandards – ein Paradebeispiel für mindestens latenten Antisemitismus.

    Umso wichtiger ist es, dass Makkabi weiterhin laut ist, nicht wegen Foulspielen oder Schiedsrichterentscheidungen, sondern wenn rund um Spiele Denkmuster wie die von Herrn Bernstein sichtbar werden.

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