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Turbulentes Ende in Walldorf, RW Frankfurt verpasst Sieg

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RW Frankfurt muss in der 10.Minute (!) der Nachspielzeit den 3:3-Ausgleich von RW Walldorf hinnehmen, Trainer Ibo Cigdem sprach von einer Fehlentscheidung, die den Sieg gekostet hat.

Die junge Mannschaft von RW Walldorf II kam spät zum 3:3-Ausgleich gegen RW Frankfurt. Foto: Archiv Andre Sturmeit

RW Walldorf II – RW Frankfurt 3:3 (2:0)

RW Frankfurt wollte seine kleine Aufstiegschance nach dem verpassten Dreier gegen Groß-Gerau noch nutzen und bei der zweiten Mannschaft von RW Walldorf siegen, am Ende gab es aber nur wütende und enttäuschte Gesichter. Am Anfang waren die Gäste aus Frankfurt überhaupt nicht auf dem Platz und lagen nach 12 Minuten durch zwei Tore von Saran Ram Kumar in der 3.Minute und Fabian Heidenreich bereits mit 0:2 in Rückstand. In der 26.Minute reagierte Trainer Ibo Cigdem und brachte mit Lian Feridani und Abdussamed Gürsoy zwei neue Spieler, Cigdem: „da waren fünf Leute auf dem Platz, die ihre Leistung nicht gebracht haben.“ Bis zur Pause bleib es beim 2:0 für Walldorf.

Zur zweiten Hälfte brachte Cigdem dann auch noch Din Bektas ins Spiel, und die Auswechslungen sollten sich auszahlen. In der 56.Minute erzielte Feridani das 1:2, ehe der ebenfalls eingewechselte Gürsoy in der 67.Minute zum 2:2 ausgleichen konnte. Als der zur Halbzeit gekommene Din Bektas in der ersten Minute der Nachspielzeit die 3:2-Führung für RW Frankfurt erzielen konnte, sah alles nach einem Sieg der Gäste aus, doch sie hatten die Rechnung ohne den Schiedsrichter gemacht. In der 94.Minute gab es nach einer Rudelbildung zwei gelb-rote Karten, für den Auslöser des Rudels auf Walldorfer Seite Nikolaus Pauly und auf Frankfurter Seite für den Torschützen zum 3.2, Din Bektas. Trainer Cigdem: „die rote Karte für meinen Spieler war absolut unberechtigt, der Spieler lief in Richtung des Rudels, wurde aber 10 Meter vorher von seinen Mitspielern aufgehalten, weil er schon gelb hatte, und trotzdem bekommt er gelb-rot“.

Cigdem, der selten Schiedsrichterleistungen kommentiert, war erzürnt über den Schiedsrichter: „zum Schluss verteilt der Schiedsrichter einfache gelbe Karten und bringt so überhaupt erst die Brisanz in das Spiel, und dann kommt der Gegner nach einer Fehlentscheidung noch zum Ausgleich.“ Was war passiert: in der zehnten (!) Minute der Nachspielzeit ließ Torwart Daniel Zeaiter nach den Worten von Cigdem liegend einen Schuss prallen, ging mit dem Ball am Fuß nach außen und nahm ihn dann auf, der Schiedsrichter entschied auf Freistoß für Walldorf, den Muhammed Erbay zum Ausgleich von 3:3 nutzen konnte.

Cigdem: „die Enttäuschung ist sehr groß, dass wir nach dieser Fehlentscheidung des Schiedsrichters noch zwei Punkte verlieren. Ich will die Schuld nicht nur beim Schiedsrichter suchen, wir haben die erste Halbzeit total verschlafen und viele Fehler gemacht, aber es ist nicht das erste Mal, dass meine junge Mannschaft um den Lohn gebracht wird. Am Ende des Tages haben wir durch viel Verletzungspech und Tore in der Nachspielzeit zuletzt zu viele Punkte verloren und haben nur noch theoretische Chancen auf den Relegationsplatz, aber wenn du eine Topmannschaft sein willst, musst du gegen diesen angeschlagenen Gegner einfach gewinnen.“

Am nächsten Wochenende empfängt RW Frankfurt, das jetzt als Tabellenfünfter 7 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz aufweist, die zweite Mannschaft von Kickers Offenbach.

Schiedsrichter: Fynn Felix Walter (SV Wiesbaden). Zuschauer: 90.

Tore: 1:0 Saran Ram Kumar (3.), 2:0 Fabian Heidenreich (12.), 2:1 Lian Feridani (56.), 2:2 Abdussamed Gürsoy (67.), 2:3 Din Bektas (90.+1), 3:3 Muhammed Erbay (90.+10)