By Pedro | Published | Keine Kommentare

Exakt zwei Monate nach dem ersten Duell ging es an der neuen Bertramswiese wieder auf Augenhöhe zu. Makkabis Trainer Lasse Krakow erklärte in seiner Stimme zum Spiel: „Verdienter Sieg, wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft.“ Der Coach sprach von einem „kuriosen Spiel, denn in der ersten Halbzeit wurden uns zwei Tore wegen Abseits aberkannt. Und zwar war das so, dass wir nach dem 1:0 schon gejubelt haben. Der Schiri hat dann zehn Sekunden gewartet und dann auf Abseits entschieden. Kurz danach das gleiche: Wieder jubeln wir und der Schiri wartet wieder fünf bis zehn Sekunden, um dann wieder Abseits zu pfeifen. Das waren schon sehr wilde Entscheidungen. Selbst der BSC-Trainer hat das vor allem beim ersten Tor gar nicht verstanden.“
Das führte zu Aufregung bei den Gastgebern über den Schiedsrichter. Nach dem Seitenwechsel habe der Bornheimer Unparteiische erneut einen Treffer wegen Abseits nicht anerkannt. „So was kurioses in der KOL habe ich noch nie erlebt. Jetzt wissen wir, wie die Spieler sich in der Bundesliga fühlen, wenn nach einem Tor schon gejubelt wird, das dann vom VAR revidiert wird. So hat sich das auch für uns in etwa angefühlt“, schilderte Krakow die Gefühlslage der Makkabäer. Hintenraus fiel dann in der vierten Minute der Nachspielzeit doch noch das Tor, was dann schlussendlich auch zählte.
Daniel Chimuanya Isike war der umjubelte Torschütze. Sein 6. Saisontor im 18. Einsatz! „Das war dann einfach hochverdient“, so Krakows Fazit. In der achten Minute der Nachspielzeit erhielt BSC-Akteur Pap Momar Moustapha Diouf die Rote Karte wegen Tätlichkeit. „Es gab ein Foul an der Seitenbande, dadurch knallte unser Spieler gegen die Bande. Da gab es ein bisschen Tumulte unter Zuschauern. Am Ende sind wir froh, dass es relativ friedlich auseinander gegangen ist.“ Jetzt heiße es „weiter hart arbeiten, denn am Sonntag steht der nächste harte Brocken gegen Germania Ginnheim an“, blickte Krakow voraus. Auf Seiten der Gäste vom nahe gelegenen Rosegger erkannte Trainer Eleyas Kahsay an: „Verdienter Sieg für Makkabi, die hatten das Spiel über 75 Minuten im Griff.“
Das Ende fand der BSC-Übungsleiter „unschön, denn der Schiedsrichter hatte es nicht mehr im Griff. Die Rote Karte nur für unseren Spieler, der mit geballten Fäusten angegriffen wird im Kopf an Kopf! Jeder hat es gesehen, auch die Trainer von Makkabi haben es dem Schiedsrichter gesagt, dass unser Spieler sowas nicht gemacht hat. Doch der Schiedsrichter war anderer Meinung.“ Nun geht es für den BSC, der als Tabellenvierter weiter eine Saison über den Erwartungen spielt und im Kreispokal-Viertelfinale steht, am Sonntag im Auswärtsspiel bei Aufsteiger SG Westend weiter (14.30 Uhr).
„Da gab es ein bisschen Tumulte unter Zuschauern“.
Makkabi-Trainer Lasse Krakow