By Pedro | Published | Keine Kommentare

Der spielstarke Tabellenvierte der Gruppe 1 der Kreisliga A war im ersten Abschnitt in allen Belangen gegen die behäbig wirkenden Heddernheimer überlegen. Schon zu Beginn gab es Riesenchancen durch Phanuel Degene (3.) und Christian Lohmann (12.). Wehrheim, der in der Liga schon 14 Treffer erzielt hat, eröffnete dann den Torreigen nach einer Viertelstunde mit einem Schuss ins rechte Eck, der dann auch nach 27 und 32 Minuten freigespielt wurde und seinen Hattrick vollendete. Heddernheim zeitweise geschockt, wollte auf eigenem Platz nicht untergehen und kam dann binnen weniger Minuten kurz vor und kurz nach der Pause zum Ausgleich. Nachdem Cherano Willeführ einen Foulelfmeter verwandelt hatte (44.), verkürzte Deniz Yatci in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auf 2:3 (45./+1). Nach dem Seitenwechsel hütete Sven Kappel für Marc Tomczyk das SVH-Tor. Der wieder einsatzfähige Giuliano Amante ersetzte den glücklosen Luca Fortunato im Angriff. Kurz nach Wiederbeginn der Ausgleich, als Cherano den Ball über BG-Torhüter Max Schwuchow hob. Der Ball wäre am Tor vorbeigegangen, aber der nachsetzende Marco Yatci spitzelte den Ball noch zum 3:3 ins Tor (48.). Postwendend aber das vierte Tor der Gäste vom Niddapark, wieder durch Wehrheim, der auf eine Defensivposition gewechselt war (49.).
Dann ein kapitaler Schnitzer in der Heddernheimer Abwehr im Aufbauspiel, Christian Lohmann nahm es dankend an und schob zum 5:3 ein (53.). Doch auch jetzt ließ sich Heddernheim nicht hängen und spielte gefällig nach vorne. Cherano Willeführ verkürzte auf 4:5 (70.) und Marco Yatci egalisierte zum 5:5 (72.). Bei zehn Toren sollte es aber bleiben, auch weil Amante die Riesenchance in der 87. Minute nicht nutzen konnte. „Angesichts der ersten Halbzeit war ich sprachlos“, konstatierte SVH-Trainer Andreas Berggold. Der Coach sei in der Halbzeitpause sehr laut geworden, um die Akteure wach zu rütteln. „Wir haben alles vermissen lassen, was man eigentlich im Fußball braucht. Wir hatten keine Laufbereitschaft, führten keine Zweikämpfe. Wir waren zu behäbig, vom Kopf her überhaupt nicht da. Blau-Gelb war in allen Belangen überlegen und hat verdient 3:0 geführt. Wir haben dann zwei Tore vor der Halbzeit gemacht und wussten gar nicht warum. Das war unterirdisch, auch wenn wir nach der Pause schnell das 3:3 gemacht haben. Da denkst Du, die Jungs haben es kapiert. Aber wir kassieren dann wieder zwei Tore in vier Minuten. Dass wir dann aber wieder zurückkommen, davor ziehe ich den Hut. Wir haben nicht nachgelassen und das 5:5 erzwungen. Zufrieden bin ich aber nicht, das war eine Woche vor Rundenbeginn zu wenig.“
Nächsten Samstag zählt es dann, wenn der Tabellenfünfte Germania Ginnheim zum Restrundenauftakt an die Brühlwiese kommt (14.30 Uhr). Blau-Gelb-Trainer Sascha Schwuchow meinte zum Spiel: „Das Ergebnis 5:5 spricht schon Bände, es waren sehr viele Aktionen auf beiden Seiten. Durch die vielen Wechsel haben wir den Rhythmus nach der Pause verloren, haben dennoch 5:3 geführt. Am Ende können wir mit dem Remis zufrieden sein, denn wir spielen eine Klasse niedriger. Wir haben den Gastgebern alles abgerungen. Heddernheim war kräftemäßig und vom Zweikampfverhalten in der zweiten Halbzeit besser und kam verdient zum Ausgleich.“
Zu Nick Wehrheim sagte Schwuchow: „2003er Jahrgang, er hat bei Blau-Gelb in der Jugend unter meinem Bruder gespielt. Ich habe einen guten Kontakt zu ihm und er will sich bei Blau-Gelb bedanken für seine bisherige Fußballkarriere. Er will nicht mehr so hoch im Leistungsbereich spielen, deswegen hat er sich als Führungsspieler für Blau-Gelb entschieden.“ Für Blau-Gelb geht es am Samstag zum Auswärtsspiel zur DJK Schwarz-Weiß Griesheim (14.30 Uhr). „Wir gehören zu der Gruppe von sechs Mannschaften, die oben mitspielen und hoffen, dass wir am Ende aufsteigen und nächste Saison in der KOL mitspielen dürfen“, benannte Schwuchow das Saisonziel.
„Am Ende können wir mit dem Remis zufrieden sein, denn wir spielen eine Klasse niedriger.“
Blau-Gelb-Trainer Sascha Schwuchow
Schiedsrichter: Rachid Ouali (Eintracht Frankfurt). Zuschauer: 88.
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Nick Wehrheim (15./27./32.), 1:3 Cherano Willeführ (44./Foulelfmeter), 2:3 Deniz Yatci (45./+1), 3:3 Marco Yatci (48.), 3:4 Nick Wehrheim (49.), 3:5 Christian Lohmann (53.), 4:5 Cherano Willeführ (70.), 5:5 Marco Yatci (72.).



