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Frühstarter Bergen und Speuzer trotzen Minustemperaturen

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Die Frühstarter FSV Bergen und FFV Sportfreunde trafen sich zum ersten und einzigen Testspiel im Freien an diesem Sonntag und trotzten so den Minustemperaturen. Der A-Liga-Vorletzte und unterlag dabei dem Kreisoberliga-Schlusslicht auf teilweise schneebedecktem Kunstrasen mit 3:9 (1:3). 
Speuzer-Neuzugang Amir Grabovica (links), in der Mitte Schiedsrichter Sebastian Wiesner und rechts Bergen-Kapitän Mert Zyulkyarov. Foto: PA.  
FSV Bergen – FFV Sportfreunde 3:9 (1:3)

Beim FSV Bergen hat schon im Herbst Visar Dautaj das Traineramt als Nachfolger von Ferdi Cinay übernommen. Das Team aus dem Frankfurter Osten hat bisher alle Spiele verloren und nur drei Punkte auf der Habenseite, da Bergen gegen den zurückgezogenen SV Frankfurt Nord kampflos die Zähler einstrich.

Mit 22:111 Toren liegt die Mannschaft 14 Punkte hinter dem davor platzierten FC Fortuna. Der vorletzte Rang könnte aber zur Teilnahme an der Abstiegsrelegation reichen, wenn sich nicht die Absteigerzahl in den A-Ligen durch einen erhöhten Abstieg Frankfurter Clubs aus der Gruppenliga Frankfurt West erhöhen sollte. „Mir war wichtig, dass wir mit der neuen jungen Truppe schon früh beginnen, um fünf Wochen Vorbereitung zu haben und die Möglichkeit bekommen, als Team zusammen zu wachsen und uns auf dem Platz kennenzulernen. Die beste Trainingseinheit ist ein Fußballspiel am Wochenende, da wird den Jungs alles abgefordert. Mir war gar nicht bewusst, dass wir die einzigen sind, die so früh ein Testspiel machen. Wir haben aber mit 14-15 neuen Anmeldungen einen personellen Umbruch, so wollten wir relativ früh zusammenfinden, zumal wir witterungsbedingt noch kein Training hatten“, erklärte Dautaj. Immerhin drei Tore konnte Bergen gegen den klassenhöheren Kontrahenten erzielen, nach dem 0:1 markierte Hosseini postwendend den Ausgleich (8.). Im zweiten Abschnitt betrieben Demirci (73.) und Hosseini per Foulelfmeter (90./+1) noch Ergebnisverbesserung. Neun Gegentore mussten die Gastgeber allerdings hinnehmen, besonders zu Beginn des zweiten Abschnittes kam man mit dem hohen Tempo der Gäste nicht klar.

  • „Trotzdem bin ich mit der Art und Weise des Spiels zufrieden, aber natürlich sind das ein paar Tore zu viel“ (Bergen-Trainer Visar Dautaj).

„Das ist für einen Trainer nicht schön, aber das Ergebnis ist sekundär. Ich wollte sehen, dass wir als Mannschaft auftreten und uns gegenseitig helfen. In der Offensive hatten wir schöne Spielzüge, da konnten wir Erkenntnisse aus diesem Testspiel ziehen. Von daher hat die Kraft für die zweite Halbzeit gegen diese KOL-Mannschaft nicht gereicht. Trotzdem bin ich mit der Art und Weise des Spiels zufrieden, aber natürlich sind das ein paar Tore zu viel“, meinte Dautaj, der in Yemane Ghebru einen Feldspieler zwischen die Pfosten stellen musste. Die Sportfreunde erweckten einen guten Eindruck, auch wenn der Gegner nicht wirklich als Maßstab diente. Auf dem zu einem Drittel noch mit Schnee bedeckten Kunstrasen vermieden es beide Teams, über diese Seite zu spielen, was natürlich nicht immer vermeidbar war. „Wir müssen uns erneut neu finden, neu gestalten und haben extra früh mit den Trainingseinheiten begonnen, auch wenn wir nur laufen und ins Fitnessstudio gehen konnten. Die Jungs ziehen mit und wollen das Ziel, nicht abzusteigen, erreichen“, kommentierte Sportfreunde-Trainer Melih Yilmaz. Einer der vielen Neuzugänge, Mohamed Bousselmi (OSC Rosenhöhe Offenbach), konnte mit zwei Toren überzeugen (7./50.). Der im ersten Saisonabschnitt schon sechsmal erfolgreiche frühere Griesheimer Rafed Matmati traf ebenfalls doppelt (17./67.).

Modou Lamin Caesay verwandelte einen Freistoß zum 3:1 sehenswert direkt (21.). Der eingewechselte Steven Bauer erhöhte nach dem Seitenwechsel (50.). Dazu trafen noch Elvedin Jasic (60.), wie Amir Grabovica vom benachbarten Gruppenliga-Tabellenführer SV Bosnien/Herzegowina gekommen und Younes Kabbouch (85./89.), zuletzt bei Kreisoberliga-Absteiger Griesheim Tarik aktiv. „Der Glaube an den Klassenerhalt ist da, dementsprechend arbeiten wir jetzt sechs Wochen in der Vorbereitung hart. Das ist ein Zeichen, dass wir an uns glauben und dass wir nicht absteigen werden“, bekräftigte Yilmaz. Zehn Punkte Rückstand hat sein Team auf den Relegationsplatz, wenn drei Teams absteigen müssten. Zum Einzug in die Relegationsspiele mit den A-Liga-Vizemeistern (aktuell wären das der SC Riedberg und TuS Nieder-Eschbach) könnte aber schon der vorletzte Rang reichen und da beträgt der Abstand zur GSU Hellas nur einen Zähler. „Die Unterstützung vom Vorstand ist da, unsere eigene Motivation und der Ehrgeiz sind gegeben. Durch die neuen Spieler haben wir an Qualität gewonnen, ich habe ein gutes Gefühl und bin guter Dinge“, erklärte Yilmaz.  

  • Schiedsrichter: Sebastian Wiesner (SV Niederursel).
  • Zuschauer: 26.
  • Tore: 0:1 Mohamed Bousselmi (7.), 1:1 Mohammed-Hossein Hosseini (8.), 1:2 Rafed Matmati (17.), 1:3 Modou Lamin Caesay (21.), 1:4 Mohamed Bousselmi (50.), 1:5 Steven Bauer (58.), 1:6 Elvedin Jasic (60.), 1:7 Rafed Matmati (67.), 2:7 Timucin Demirci (73.), 2:8, 2:9 Younes Kabbouch (85./89.), 3:9 Mohammed-Hossein Hosseini (90./+1, Foulelfmeter). 
  • Bildergalerie: PA.