By Pedro | Published | Keine Kommentare

Posavina wollte das Spiel wegen der jährlichen Vereinsfeier „Posavska“, die am Samstagabend in Heusenstamm über die Bühne ging, gerne auf einen Wochentag verlegen, doch die Gäste stimmten dem nicht zu. „Die wollten am Freitagabend spielen, aber da habe ich drei Spieler, die arbeiten. In unserer Situation kann ich es mir nicht erlauben ohne drei Spieler irgendwo hinzufahren, wenn wir gegen den Abstieg spielen“, begründete Preußen-Trainer Artur Rissling. Die Gastgeber, die aus dem Pokalspiel in Nieder-Eschbach (2:4 nach Verlängerung) zwei gesperrte Spieler und zahlreiche verletzte zu beklagen hatten, spielten sogar mit Trainer Danijel Koturic in der Anfangself, Ersatzspieler waren wie eingangs erwähnt keine vorhanden.
„Das war ein bitterer Nachmittag, nachdem wir am Samstagabend rund 800 Teilnehmer an der Veranstaltung hatten“, erklärte Posavina-Pressesprecher Ante Pejic. Die Kroaten kamen gut in die Partie und gingen durch Anto Arlovic in Führung (10.). Nachdem bei den Gästen Routinier Maik Wagner eingewechselt wurde (30.), glich Preußen-Torjäger Pascal Bausch per Foulelfmeter aus (38.). Kurz vor dem Seitenwechsel ging Posavina erneut in Führung, denn Okan Tastan markierte das 2:1 (45./+1). Unmittelbar nach Wiederbeginn egalisierten die Gäste durch Ilias Dini (46.) und dann begann das Verletzungsmalheur bei den Posavinern. Tastan musste in der 52. Minute mit ausgekugelter Schulter raus und mit dem Rettungswagen abgeholt werden, die Gastgeber fortan zu zehnt. Minute 85: Auch Ivan Vukovic verletzt sich, muss mit dem Rettungswagen abgeholt werden.
Posavina zu neunt. Minute 90.+6: Es steht immer noch 2:2 und Goalgetter Arlovic passiert das gleiche. Auch er muss verletzt raus, der Rettungswagen nimmt ihn gleich mit. Posavina zu acht! Ein 2:2 wäre unter diesen Umständen ein achtbares Resultat gewesen, doch in der langen Nachspielzeit bekommen die Gäste gegen die geschockten Kroaten noch einen Foulelfmeter zugesprochen, den Bausch mit seinem 21. Saisontreffer verwandelt (90./+8). „Trotz viel Einsatz und der dreifachen Unterzahl mussten wir uns am Ende geschlagen geben“, sagte Pejic nach der vierten Pflichtspielniederlage in Folge, die Posavina aus dem Kreise der Aufstiegsaspiranten auf Rang sechs abfallen lässt. Für Viktoria Preußen war der Sieg sehr wichtig, da man nun bei drei mutmaßlichen Absteigern auf Relegationsplatz 14 steht.
„Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen, dass der Gegner nur mit elf Mann da war. Wir sind auch manchmal unterbesetzt. Gute Besserung an die verletzten Spieler von unserer Seite. Es waren ganz wichtige drei Punkte, auch wenn wir in Überzahl waren, war der Sieg verdient. Ich hatte mehr Leute auf der Bank und konnte nachlegen“, meinte Rissling. Zum angekündigten Debüt von Neu-Stürmer Stefano Amore kam es derweil noch nicht, vielleicht im Heimspiel am Sonntag gegen die Spvgg. 02 Griesheim. Posavina hingegen hat noch einmal spielfrei und kann bis zum 14. Dezember, wenn es gegen GSU Hellas geht, seine Wunden auskurieren.