By Pedro | Published | Keine Kommentare

Seit August 2017 hatte es kein Pflichtheimspiel der Griesheimer gegen den Nachbarn von der Mainzer Landstraße gegeben. Vor acht Jahren unterlagen die 02er in ihrer bis dato letzten Gruppenliga-Saison den „Speuzern“ am 1. Spieltag mit 1:3, die nach jener Saison in die Verbandsliga Süd aufstiegen.
Lange trennten beide Clubs also zwei Spielklassen, nun traf man sich nach dem 4:2-Auswärtssieg der Griesheimer im Hinspiel zum zweiten Mal wieder. Die Gäste kamen mit einigen alten Bekannten an die Eichenstraße, denn zahlreiche Funktionäre und Spieler hatten sich im Sommer von den „Schleifern“ abgewendet, um zu den Sportfreunden zu wechseln. In Sven Oker im Tor, Richmond Osei und Rafed Matmati standen gleich drei Ex-Griesheimer in der Startformation der Gäste, die nur mit 14 Spielern anreisten. Volles Aufgebot hingegen bei den Griesheimern, die situationsbedingt nur von zwei Wechseln Gebrauch machten, die Gäste wechselten gar nur einmal. Schwach die Zuschauerresonanz mit nur 40 Unentwegten. Klar war es kalt und es regnete, aber eingangs erwähnte Begegnung von vor acht Jahren zog noch rund 300 Zuschauer an.
Zum Spielverlauf: Griesheims Führung durch Lars Christiansen (11.) egalisierte postwendend Ex-Tarik-Akteur Mourad Aboulmakarim (12.). Wiederum der starke Stürmer Christiansen, der nach seiner Verletzung im achten Einsatz nun schon zum achten Mal traf, brachte Griesheim erneut in Führung (26.). Der aus Heddernheim gekommene Torjäger Marcus Kreckel erhöhte noch vor der Halbzeit (40.). Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste durch Mungu Frank Asam zum Anschluss (47.) und glichen durch Emre Toumpan aus (66.). Emrah Polat per Kopfball markierte den Siegtreffer im Anschluss an eine Ecke der Griesheimer (75.), die nach der Gelb-Roten Karte gegen Christiansen (79.) wegen wiederholten Foulspiels noch um den Sieg zittern mussten, da die Speuzer mit langen Bällen alles versuchten. „Eine schlechte zweite Halbzeit, da haben wir den Gegner noch mal stark gemacht. Eigentlich kamen wir gut in die Partie, hatten nach der frühen Führung eine Unachtsamkeit. Wir haben doch schon ordentlich die erste Halbzeit gespielt, sind verdient mit dem 3:1 in die Pause gegangen. Nach der Pause hatten wir schlechte Phasen, waren nach dem 3:3 verunsichert. Aufgrund der ersten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung. Wichtig war, uns sim letzten Heimspiel des Jahres ordentlich zu verabschieden“, fasste Griesheims Trainer Dominic Machado zusammen.
Am Sonntag kommt es für die Griesheimer ohne den gesperrten Christiansen zum Rückspiel beim SV Viktoria Preußen (14 Uhr), wo es einen 5:1-Sieg vor drei Wochen gab. Die Sportfreunde werden zeitgleich versuchen, nach dem 4:4 im Hinspiel, gegen die SG Westend den letzten Platz zu verlassen.