By Manfred | Published | Keine Kommentare
Teklu Tewelde setzte in der Nachspielzeit mit einem direkt verwandelten Eckball den Schlusspunkt zum 3:2-Auswärtssieg bei der zweiten Mannschaft der Offenbacher Kickers, nachdem es lange nach einer Niederlage ausgesehen hatte.

Drei Niederlagen in Folge in der Verbandsliga nagten am Selbstvertrauen der SG Bornheim, doch bei Kickers Offenbach II zeigte die Mannschaft einmal mehr, welche Moral in der Truppe steckt. Dabei war es ein Auftakt zum Vergessen für die Mannschaft von Trainer Christian Bader, nach 14 Minuten stand es bereits 0:2, die Bornheimer gewannen so gut wie keinen Zweikampf und hatten teilweise wohl auch das falsche Schuhwerk gewählt. In der 12.Minute wurde ein vermeintliches Foulspiel an einen Bornheimer Verteidiger nicht gepfiffen und die folgende Hereingabe landete bei OFC-Spieler Mahmut Afsar, der keine Mühe hatte, mit seinem 4.Saisontor das 1:0 zu erzielen.
Nur zwei Minuten später war es OFC-Kapitän Yusuf Ates, der nach einem erneut verlorenen Zweikampf in der SG-Abwehr die Führung auf 2:0 ausbaute. In der 20.Minute holte Trainer Bader bereits zwei Auswechselspieler zur Bank, verzichtete aber bis zur 26.Minute auf einen Wechsel, ehe er Finn Sams für Jonathan Muntu brachte. Der OFC hatte weitere Chancen durch Ayman Boumaftah in der 17.Minute, der freistehend über das Tor schoss, und durch Afsar, der in der 34.Minute ebenfalls freistehend am langen Eck vorbeizielte. Nach 37.Minuten dann der überraschende Anschlusstreffer für die Gäste, Tolga Bodur erkämpfte sich den Ball und Teklu Tewelde zog aus 20 Metern ab, OFC-Schlussmann Tim Dornbusch ließ den Ball abklatschen, den Lukas Knell dann im zweiten Versuch über die Linie stochern konnte zum 1:2. Die Bornheimer versuchten es weiter durch Distanzschüsse, bei denen der gegnerische Torwart nicht immer sicher wirkte, so auch in der 42.Minute durch Bodur, der Ball wurde zur Ecke abgelenkt.
Dieser Schuss hatte für Bodur aber schwerwiegende Folgen, er blieb mit einer Knieverletzung am Boden liegen und wurde minutenlang behandelt, ehe er nach gut 10 Minuten von seinen Mitspielern an die Außenlinie gebracht wurde, wo er kurze Zeit später von einem Krankenwagen abgeholt wurde, von hier aus gute Besserung für Tolga Bodur. Nach knapp 15 Minuten Unterbrechung und der Einwechslung von Jannis Schwarz ging es in der ersten Halbzeit weiter, in der Nachspielzeit traf der OFC durch Nikola Benkovic nur den Querbalken des Tores.
In der Pause wechselte Trainer Bader erneut, für den mit Standschwierigkeiten zu kämpfenden Ben Schwarz kam jetzt Mohamed Adda in die Partie, und die Bornheimer waren jetzt besser in der Partie, dem eingewechselten Finn Sams war es in der 53.Minute vorbehalten, den 2:2-Ausgleich zu erzielen. Der OFC versuchte es jetzt mit einem Dreifachwechsel, die Partie wurde zunehmend hektischer, auch weil die Schiedsrichterin ihrer Linie treu blieb und sehr viel laufen ließ. In der 85.Minute hatten die Bornheimer dann eine Dreifachchance, doch zweimal wurde der Ball kurz vor der Linie geblockt, ehe Tewelde das Leder nicht richtig traf und am Tor vorbeizielte. Aber in der Nachspielzeit war es dann Tewelde, der mit einem direkt verwandelten Eckball (nicht in der erste in seiner Laufbahn) den Lucky Punch für die Bornheimer setzte und mit dem 3:2 den lange ersehnten Sieg herausschoss, denn die letzten zwei Minuten konnte der OFC sich keine Chance mehr erspielen.
SG-Trainer Bader war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „das war eines von diesen Bornheim-Spielen, von denen mir erzählt wurde, bevor ich hierhergekommen bin. Ich habe ja schon ein paar gesehen, aber das war vom Verlauf, wie es zustande gekommen ist, auch sehr besonders. 1:0, 2:0, ich würde sagen, falsche Materialwahl in den Situationen, dann mussten wir früh wechseln, Erneut mussten wir vor der Halbzeit nach der Verletzung von Tolga, hoffentlich ist es nicht so dramatisch, aber es sah nicht gut aus, noch mal wechseln, es steht 2:0 nach einer Viertelstunde und du stehst in der Situation mit dem Rücken zur Wand. Die Moral, die die Jungs heute gezeigt haben, ist einfach unglaublich, wirklich Riesenrespekt, nach dem, was in den letzten Wochen bei uns los war, sportlich gesehen, das ist nicht selbstverständlich. Die Jungs, die reinkamen, Energie gebracht, von Anfang an die Führungsspieler, Energie gebracht, brutal, ich bin maximal zufrieden und stolz, ich habe den größten Respekt vor den Jungs, denn das musst du erst einmal können in der Situation.“
Während der OFC im Abstiegskampf diesmal nicht punkten konnte, schob sich die SG Bornheim erst einmal bis Sonntag an den Bosniern vorbei auf Platz 7 und hat durch die drei Punkte einen weiteren Fall in der Tabelle damit verhindert, am nächsten Sonntag kommt es für die auswärtsstarken Bornheimer zum nächsten Heimspiel gegen den SKV RW Darmstadt, erst einmal steht am Mittwoch aber die 2.Runde im Kreispokal an, es geht zum B-Ligisten FC Maroc.




