By Pedro | Published | Keine Kommentare
Drei Tage nach dem 1:0-Coup im Kreispokal gegen Verbandsligist FC Kalbach kam der SV 07 Heddernheim gegen den defensivstarken Aufsteiger SV Blau-Gelb nicht über ein 1:1 hinaus, hielt aber den zweiten Tabellenplatz.

SV 07 Heddernheim – SV Blau-Gelb 1:1 (1:1)
Der SVH begann mit fast identischer Anfangsformation wie gegen Kalbach, für den verletzten Zakaria Koubaa begann der sonst auch als Stammspieler agierende Marco Yatci. Bei den Gästen war das schwarze Torwarttrikot von Keeper Max Schwuchow kaum von den dunkelblauen Jerseys der Feldspieler zu unterscheiden. Zudem trug der frühere Bad Vilbeler eine grüne Hose wie die Gastgeber. Der Schiedsrichter winkte die Farbkombination durch. Heddernheim zum zweiten Mal in Folge ganz in grün – das freute die Traditionalisten. Den ersten Schuss der Heddernheimer durch Denit Yatci konnte Schwuchow zur Ecke lenken. Die Blau-Gelben standen massiv in der Deckung mit Fünferkette. Für die offensivstärkste Mannschaft der Liga war es so schwer, durchzukommen. Zunächst aber kamen die Gäste vom Ginnheimer Wäldchen mit einem ihrer schnellen Konter durch. David Abem Gagar war auf der linken Seite nicht zu halten, seine Hereingabe schob Jasper Toussaint ein (28.). Der Ausgleich kurz vor der Pause war eine Yatci-Produktion.
Marco über rechts auf Deniz, der volley zum 1:1 abnahm (44.). In der Nachspielzeit sah Heddernheims Innenverteidiger Dogan Nazim Erbulan nach einem Tumult erst Gelb, dann Gelb-Rot (45./+1). Der Schiedsrichter hatte die Tätlichkeit seines Gegenspielers Samuel Militello nicht gesehen und konnte sie so auch nicht ahnden. Im zweiten Abschnitt machte Heddernheim trotz Unterzahl das Spiel. Nach Flanke Deniz Yatci hatte der Stürmer aus Dänemark Anton Dupont Linden die Riesenchance, scheiterte aber an Schwuchow (51.). Aber auch die Gäste versuchten mit einem Mann mehr Akzente nach vorne zu setzen. Daniel Delmhorst schoss abgefälscht drüber, auf der Gegenseite ging der Volleyschuss von Marco Yatci nach Flanke Giuliano Amante drüber. Der eingewechselte Joker von Blau-Gelb Martin Schwetje hatte die beste Gästemöglichkeit, konnte aber Pap Assan Njie im Tor nicht überwinden. In der Schlussphase stellten die Grün-Weißen auf totale Offensive um. Viktor Talevski köpfte nach einer Ecke vorbei (80.). Dann kullerte ein langer Ball von Dupont Linden an den Pfosten (86.), ein Gästeakteur rettete gegen Marc Nopp auf der Linie (87.) und Linden köpfte den Ball nochmal an den Pfosten (90.).
Mit dem letzten Eckball wurde noch SVH-Rekordspieler Philipp Siegel eingewechselt, erreichte aber den Ball nicht mehr. In der anschließenden „Pressekonferenz“ sagte Blau-Gelb-Trainer Sascha Schwuchow: „Wir waren ersatzgeschwächt. Diese Woche hatten wir mehr Spieler im Training und der Kader somit größer. Trotzdem haben wir uns sehr tief reingestellt mit einer Fünferkette und drei davor die Mitte zugemacht. Heddernheim hat es sehr gut über die außen probiert, aber da haben wir sie kontrollieren können. Nach dem 1:0 hatten wir gute Möglichkeiten zum zweiten Tor. Ärgerlich das 1:1, das nicht unverdient war. Die Gelb-Rote Karte war für mich nicht berechtigt. Zweite Halbzeit hatten wir einen Mann mehr, aber wir wussten, dass wir das Spiel kontrollieren müssen. Uns ist es aber nicht gelungen, den Ball in der zweiten Reihe besser fest zu machen, läuferisch mehr zu tun. Am Ende hat Heddernheim alles nach vorne geworden, hatten aber mit dem Pokalspiel unter der Woche schwere Beine. Sie hätten den Siegtreffer verdient gehabt, ich bin also mit dem 1:1 zufrieden.“
SVH-Trainer Ivan Susak sagte nach den ersten Punktverlusten vor heimischer Kulisse: „Erste Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz, aber ohne zwingende Chancen. Wir wurden gut zugestellt im Zentrum, von daher haben wir viel über außen gespielt. Die Verlagerung vom Zentrum nach außen hat viel zu lange gedauert, sodass Blau-Gelb gut zur Seite schieben konnte. Die Gelb-Rote Karte war ärgerlich, denn der Schiri hatte überhaupt keinen Blick auf die Szene. Zweite Halbzeit waren wir auch mit einem Mann weniger die stärkere Mannschaft. Wir haben den Ball laufen lassen, flach gespielt. Der Gegner kam kaum hinterher. Im letzten Drittel hat die Cleverness gefehlt, es gab aber auch Pech. Zwei Pfostentreffer, auf der Linie gerettet. Wenn wir das Spiel gewinnen, wäre es auch okay gewesen. Wir haben aber im Pokalspiel gegen Kalbach zu viele Körner verloren. Wir waren zwar in Bestbesetzumg, aber die haben alle am Donnerstag gespielt gegen den Verbandsligisten.“ Für Heddernheim geht es am Sonntag in den Ostpark zum FC Gudesding (15 Uhr). Blau-Gelb erwartet zeitgleich die Concordia Eschersheim.
Schiedsrichter: Elias Mauntel (FSV Bad Orb). Zuschauer: 114. Tore: 0:1 Jasper Toussaint (28.), 1:1 Deniz Yatci (44.).