By Manfred | Published | Keine Kommentare
Aufsteiger FC Germania 08 Ginnheim holte mit dem 3:3 bei der FG Seckbach einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf, sah nach einer 3:1-Führung Mitte der zweiten Halbzeit aber schon wie der sichere Sieger aus.

Die Seckbacher sind weiter personell arg gebeutelt, von der Startelf im Eröffnungsspiel gegen Neu-Anspach standen nur noch 6 Spieler in der Elf gegen Ginnheim, so musste Toptorjäger Florian Schuberth angeschlagen auf der Bank zusehen, aber auch die Ginnheimer mussten auf Spieler verzichten. Die Gäste hatten in den letzten beiden Spielen kräftig Lehrgeld bezahlt, begannen aber erfrischend und gingen in der 4.Minute mit 1:0 in Führung, in der Seckbacher Abwehr war plötzlich viel Platz, in den Jost Guinand geschickt wurde und souverän vollstrecken konnte. Und die Führung hielt bis in die 20.Minute, als es aus gut 22 Metern leicht links abgesetzt einen Freistoß gab. Milad Wardak schnappte sich den Ball und schoss ihn an der Mauer vorbei in die Torwartecke zum 1:1 in die Maschen, dabei blieb es bis zur Pause.
Nach der Pause hatten die Gäste die erste Chance, der eingewechselte Lennard Klinger hob den Ball über Torwart Christoph Lange, sein Schuss wurde dann aber kurz vor der Linie geklärt (50.), neun Minuten später scheiterte Bastian Ullrich freistehend an Torwart Lange, ehe es dann in der 63.Minute zur erneuten Führung für Ginnheim kam, und wieder war es Guinand, der aus spitzem Winkel das 2:1 erzielte. Im einsetzenden Regen wirkten die Gäste jetzt überlegen und gingen in der 70.Minute mit 3:1 in Führung, ein Freistoß aus der eigenen Hälfte durch Torben Hellemann segelte in den Lauf von Cafer Eray Güresci, der sich die Chance nicht entgehen ließ, da hatte die Seckbacher Abwehr komplett geschlafen.
Doch die Gastgeber kämpften sich zurück und kamen zu guten Gelegenheiten, in der 75.Minute wurde nach einer Ecke der Torwart aus 4 Metern angeköpft, der Ball wurde dann von der Linie weggeschlagen, ehe durch den eingewechselten Jafet Tekue Schergish der 2:3-Anschlusstreffer fiel, nachdem dieser sich gegen 4 Gegenspieler durchgesetzt hatte. Und jetzt spielten fast nur noch die Seckbacher, nach einer Flanke von Alieu Sanneh Dampha versenkte Benedict Linzenmeier den Ball zum Ausgleich in den Maschen (83.), doch die Gastgeber waren mit dem Remis nicht zufrieden. In der 85.Minute umspielte Schergish den herausgeeilten Torwart Sören Vieth, doch sein Schuss wurde kurz vor dem Einschlag von Hellemann geblockt, und nur vier Minuten später startete Timon Windisch ein Solo und spielte den freistehenden Linzenmeier an, der aus 5 Metern nur den Torwart anschoss.
Die Ginnheimer verteidigten ihr Tor leidenschaftlich und brachten das 3:3 über die Zeit, Seckbach verlor in der dritten Minute der Nachspielzeit noch seinen Kapitän Milad Wardak durch eine gelb-rote Karte, nachdem er mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf eingestiegen war. Seckbachs Spielertrainer Manuel May zum Spiel: „schwieriges Spiel, schön, dass wir noch einen Punkt geholt haben zum Ende, wir haben nur zwanzig Minuten Fußball gespielt und vieles vermissen lassen, was wir eigentlich die letzten Spiele ganz gut gemacht haben. Auch Kommunikation und Lautstärke haben wir komplett vermissen lassen, dann haben wir verdient zurückgelegen, sind aber noch einmal zurückgekommen und haben den Punkt noch geholt, aber zufrieden kann man nicht sein.“
Ginnheims Sportlicher Leiter Benjamin von Allwörden wusste auch nicht genau, wie er den Punkt nach einer 3:1-Führung einordnen sollte: „gutes Spiel, gutes Tempo, leider am Ende Unentschieden, nach einer 3:1-Führung haben wir sie noch einmal herankommen lassen und die zwei Tore kassiert, aber Alles in Allem war der Kampf und die Einstellung da, wir haben eine Reaktion gezeigt nach den letzten Wochen, von daher eigentlich zufrieden, in Seckbach einen Punkt mitgenommen zu haben. Das heißt, nächste Woche genau dasselbe, Beienheim kommt, irgendwie einen Punkt oder mehr mitnehmen.“ Während die Ginnheimer also den ungeschlagenen Tabellenführer empfangen, reisen die Seckbacher zum Aufsteiger Türk Gücü Friedberg II.






