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Bornheim musste sich nach Aufholjagd geschlagen geben

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Mit der SG Bornheim verlor auch die vierte Verbandsligamannschaft Frankfurts an diesem Spieltag, nach einem 0:3 gegen den SV Pars Neu-Isenburg schnupperten sie in der Nachspielzeit noch am Ausgleich, am Ende blieb es beim 2:3.

Bereits in der zweiten Minute hätte Bornheim durch einen Kopfball von Toga Bodur in Führung gehen können. Foto: Andre Sturmeit

SG Bornheim – SV Pars Neu-Isenburg 2:3 (0:2)

Im Topspiel des 6.Spieltags empfing die SG Bornheim Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg, die auf den Trikots immer noch mit diesem Namen spielen und auch in den Statistiken noch unter diesem Namen geführt werden. Eine Umbenennung in 1senburg United wurde von den Verbänden abgelehnt, da Neu-Isenburg ausgeschrieben sein muss und ein Zusatz wie SV oder FC notwendig ist. Daraufhin benannte sich Pars in einer weiteren Mitgliederversammlung um in SV Neu-Isenburg 1 United, solange dies noch nicht offiziell umgesetzt ist, nennen wir sie weiterhin noch den SV Pars.

Das Topspiel entwickelte sich schnell zu einem Verbandsliga-Spiel auf hohem Niveau, die erste Chance hatte Tolga Bodur in der 2.Minute für die Gastgeber, dessen Kopfball nach einem Eckball knapp über das Tor strich. Die Gäste waren da effizienter und gingen mit ihrer ersten Chance in der 3.Minute mit 1:0 in Führung, nach einem Angriff über die rechte Seite behauptete sich in der Mitte Kays Iraqi und schob den Ball aus 10 Metern unhaltbar für den auch diesmal im Tor stehenden Younes Hamouti ein. Nachdem Zubayr Amiri mit einem Kopfball freistehend am Tor vorbei den Ausbau der Führung verpasste, war es auf Bornheimer Seite Lennard Marschik, der aus 10 Metern den Ball weit über das Tor schoss. Die Bornheimer hatten jetzt die besseren Chancen und wurden immer wieder nach Ecken brandgefährlich, doch Marschik löffelte den Ball aus 8 Metern erneut über das Tor.

Aber auch die Neu-Isenburger waren weiter gefährlich, Hamouti konnte allerdings zweimal klären, ehe es in der 41.Minute doch das 0:2 gab, einen langen Ball verlängerte Amiri mit dem Kopf in den Lauf von Savvas Konstantinidis, der souverän zum Halbzeitstand vollendete.  Es war ein hochklassiges Spiel auf spielerischem Niveau, auch wenn man sagen muss, dass die Spieler der Gäste aufgrund ihrer Erfahrung aus höherklassigen Ligen den etwas reiferen und abgeklärteren Eindruck hinterließen.

In der zweiten Halbzeit war es lange ein ausgeglichenes Duell ohne weitere Höhepunkte vor den Toren, ehe der ehemalige Bornheimer Taha Azaitouni mit einer Glanzleistung auf der linken Seite erneut Konstantinidis in Szene setzte, der keine Mühe hatte, in der 70.Minute aus 6 Metern das 3:0 zu erzielen. Wer glaubte, dass dies die Vorentscheidung sei, war noch nie bei einem Spiel in Bornheim, selbst Pars-Trainer Dejan Alempic meinte nach dem Spiel im Trainer-Talk: „wir wussten, wenn Bornheim erst einmal das 1:3 erzielt, brennt hier die Hütte.“ Und so kam es dann auch.

Trainer Christian Bader schickte Abwehrspieler Ben Schwarz in den Sturm und Bornheim gewann Übergewicht, in der 80.Minute war es dann soweit, der bis dahin glücklose Lukas Knell nahm 14 Meter vor dem Tor einen Abpraller direkt und hämmerte den Ball ins lange Eck, sein erstes Saisontor gleich ein Traumtor. Und mit der Unterstützung der zahlreichen Zuschauer griffen die Gastgeber weiter an, erst scheiterte Ben Schwarz mit einem Schuss an Torwart der Gäste, dann war er beim nächsten Angriff doch erfolgreich. Nach einer schönen Flanke wurde der Kopfball von Schwarz noch von Torhüter Nino Suserski pariert, im Liegen stocherte er den Abpraller dann zum 2:3 ins Tor, da waren 89 Minuten gespielt. Damit wurde eine aufregende Nachspielzeit eingeleitet, die an Spannung kaum zu überbieten war, denn die Bornheimer hatten noch die Riesen-Ausgleichschance.

Die Fans peitschten die Mannschaft jetzt nach vorne, und in der fünften Minute der Nachspielzeit gab es nach einem Handspiel auf der linken Seite noch einen Freistoß für die Gastgeber, Knell trat den Freistoß nach innen und der mit nach vorn geeilte Torhüter Hamouti kam mit dem Kopf an den Ball, er strich aber knapp am Tor vorbei und landete am Außennetz. Direkt danach erfolgte der Schlusspfiff und der SV Pars nahm die drei Punkte mit, den Heimweg traten die Neu-Isenburger wieder als neuer Spitzenreiter an, aber die Bornheimer können sich mit dieser Mentalität nichts vorwerfen lassen.

SG-Trainer Christian Bader: „ehrlich gesagt finde ich, wir hätten uns ein 3:3 verdient. Wir hatten mehr Spielanteile, hatten auch gute Chancen, waren im letzten Drittel aber nicht immer klar genug. Was Pars natürlich brutal macht, ist die Konsequenz, in der sie dann vor dem Tor agieren, das war uns bewusst, wenn sie vorne ins Laufen kommen, dass es dann für uns schwer wird, alles kann man am Ende nicht verteidigen. Wir gehen in die Halbzeitpause und sagen uns, dass wir uns nichts vorwerfen lassen können, kommen gut raus und haben viel Ballbesitz, aber wurden nicht wirklich gefährlich. Dann kassierst du mit einem Konter das 3:0, aber was ich heute sehr positiv mitnehme, viele Mannschaften lassen das Spiel dann laufen. Aber das ist halt das, was dieser Mannschaft inne lebt, die sagen, wir gehen jetzt nicht 3:0 heim und versuchen, noch etwas zu machen, 3:1, 3:2, und hintenraus mit ein bisschen Glück machst du das 3:3, alles in allem glaube ich, nimmt Pars hier glücklich etwas mit, aber auch am Ende nicht unverdient.“

Weiter geht es für Bornheim am Donnerstag mit der ersten Runde im Kreispokal, es geht zum Gruppenligisten FC Tempo, bei dem man vor zwei Jahren schon einmal ausgeschieden ist. In der Liga geht es dann am Sonntag weiter mit dem Spiel beim stark gestarteten Aufsteiger VfB Ginsheim, der in der Tabelle mit Platz 4 einen Platz vor den Bornheimern steht.

Schiedsrichter: Marcel Rühl (SG Hohenahr). Zuschauer: 290.

Tore: 0:1 Kays Iraqi (3.), 0:2 Savvas Konstantinidis (41.), 0:3 Savvas Konstantinidis (70.), 1:3 Lukas Knell (80.), 2:3 Ben Schwarz (89.)

Die Bilder stammen vom Fotografen Andre Sturmeit, der uns immer wieder mit Bildern der SG Bornheim beliefert.