By Manfred | Published | Keine Kommentare
Im ersten Auswärtsspiel der Saison am fünften Spieltag erkämpfte sich der SV Bosnien/Herzegowina ein 0:0 bei Germania Ober-Roden, in einem Kampfspiel bei schwierigen Platzverhältnissen gab es auf beiden Seiten eine rote Karte.

Nach drei Heimspielen musste der SV Bosnien/Herzegowina erstmals auswärts ran, am Freitagabend gab es bei Germania Ober-Roden auch aufgrund des geöffneten Biergartens und vorheriger Veranstaltungen mit 250 Zuschauern eine beachtliche Kulisse, die allerdings nicht mit einem glanzvollen Spiel belohnt wurden, denn der Platz ließ ein gutes Fußballspiel nicht zu. Deswegen wurde es ein Kampfspiel zweier körperlicher Mannschaften, bei dem der Schiedsrichter in allen Belangen eine kurze Linie bei der Spielführung durchzog. Die erste Viertelstunde gehörte den Gästen, die durchaus spielbestimmend waren, aber im letzten Drittel nichts Nennenswertes kreieren konnten.
Die Germania versuchte, aus einer stabilen Abwehr immer wieder mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen und kam nach 15 Minuten besser ins Spiel, Hakan Firat schoss in der 21.Minute knapp am langen Eck vorbei, es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Bosnier, bei denen Kapitän Husejn Mevkic in der 12.Minute einen Schuss knapp neben das Tor setzte, mussten ab der 36.Minute in Unterzahl spielen, schon vorher waren die Gäste mit zwei gelben Karten belastet worden, dann griff der Unparteiische zu einer glatt roten Karte und bewertete das Foul von Mevkic als ein Einsteigen von hinten. Von diesem Zeitpunkt an übernahm Ober-Roden bis zur Halbzeit die Spielkontrolle, musste kurz vor der Pause auch noch zwei gelbe Karten einstecken, was sich in der zweiten Hälfte rächen sollte.
Der Spielergleichstand war in der zweiten Hälfte schnell erreicht, Luka Beric sah in der 47.Minute seine zweite gelbe Karte und musste mit gelb-rot den Platz ebenfalls verlassen. Die Partie war ausgeglichen, immer wieder mal drückte eine Mannschaft, ohne sich große Chancen zu erspielen. Bei einem Freistoß in der 75.Minute ließ Bosniens Torwart Daniel Zeaiter den Ball prallen, Paul Bickel schoss den Abpraller knapp vorbei. Es blieb am Ende in diesem Kampfspiel bei einem verdienten 0:0, wodurch die Bosnier erneut ihre Verbandsliga-Tauglichkeit nachwiesen. Pressesprecher Admir Malohodzic nach dem Spiel: „es war ein bisschen schwierig auf dem Platz, der war schwer bespielbar. Die erste Viertelstunde bis 20 Minuten waren sehr gut von uns, nach der roten Karte hatten wir logischerweise einen gewissen Knick bis zur Halbzeit. In der zweiten Halbzeit war es auch ein bisschen Glück, dass die gelb-rot bekommen haben, dann lief das Spiel ein bisschen anders. Wir haben versucht, Fußball zu spielen, hatten einen gewissen Drang nach vorne, aber es war halt sehr schwer. Und man hat es auch am Chancenmangel auf beiden Seiten gesehen, dass es ein gerechtes Unentschieden ist.“
Schiedsrichter Sven Marquardt versuchte, die neuen Regeln konsequent umzusetzen, was sich als nicht immer einfach erweist, pfiff viermal einen Einwurf zurück (zweimal wegen Zeit) und schickte einen Bosnier einmal eine Minute nach draußen, nach einem Foul eines Ober-Rodeners (Knie in den Rücken des Bosniers) brauchte der Gefoulte, der einen Freistoß bekam, etwas länger, um sich aufzuraffen, der Schiedsrichter meinte: „das dauert mir zu lange“ und schickte den Angeschlagenen für eine Minute nach draußen. Bei einer Auswechslung der Bosnier dauerte es dem Schiedsrichter auch zu lange, er pfiff und zählte 5 Sekunden schnell runter und ließ den Einwechselspieler erst einmal nicht auf das Feld.
Für fie Bosnier, die jetzt 5 Punkte nach 4 Spielen aufweisen, geht es am nächsten Samstag mit einem Auswärtsspiel beim 1.Hanauer FC weiter.







