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Orkanböen bei Ginnheims erstem Punkt

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Aufsteiger FC Germania 08 Ginnheim durfte im Nachholspiel erst zum zweiten Mal ran und holte sich seinen ersten Gruppenliga-Punkt gegen den Mitaufsteiger Türk Gücü Friedberg II in einem Spiel, was zwischenzeitlich wegen eines Gewitters unterbrochen werden musste.

Die Ginnheimer schwören sich vor ihrem ersten Gruppenliga-Heimspiel auf das Match ein. Foto: MZ

FC Germania 08 Ginnheim – Türk Gücü Friedberg II 2:2 (1:2)

Es war mit 20:30 Uhr schon eine späte Anstoßzeit, zum Glück war das Spiel kurz vor 23:00 Uhr beendet, ehe der lange ausgiebige Regen kam. Da die zwei Heimspiele des FC Germani 08 Ginnheim jeweils verlegt wurden und einmal spielfrei war, kamen die Gastgeber von der Woogwiese erst zum zweiten Spiel in ihrer allerersten Gruppenliga-Saison, Gegner war der Mitaufsteiger Türk Gücü Friedberg II, der mit 6 Punkten aus drei Spielen gut gestartet war. Und es fing denkbar ungünstig an für die Ginnheimer, die bereits in der 4.Minute den 0:1-Rückstand hinnehmen mussten, nach einem Abwehrfehler war Baris Samadi für die Friedberger erfolgreich. Doch die Gastgeber arbeiteten sich langsam in die Partie und kamen in der 12.Minute zum Ausgleich, eine Vorlage von Kapitän Oualid Boulehboub konnte Luis Kröger im Strafraum zum 1:1 verwerten.

In der 14.Minute wurde das Spiel unterbrochen, es zog ein Gewitter auf, dass auch Orkanböen und starken Regen mit sich brachte, die Zuschauer flüchteten in das Vereinsheim. Die Orkanböen zerlegten auch einen Baum, der das Aufbewahrungshäuschen des FC Tempo zerlegte (Bild siehe unten). Nach knapp 20 Minuten war der Spuk vorbei und das Spiel konnte fortgesetzt werden, wieder mit einem schlechten Start für Ginnheim. Friedbergs Celil Günay wurde am Strafraum angespielt, wo er völlig freistand, sein Schuss aus 16 Metern landete platziert im Tor der Gastgeber zur erneuten Führung für die Gäste, gespielt waren netto 15 Minuten. In der 26.Minute zog Ginnheims Kian Bonanno aus gut 30 Metern ab, Friedbergs Torhüter Sercan Kaplan konnte den Ball gerade noch über die Latte lenken. Und kurz vor der Pause konnte Friedbergs bester Spieler Günay einen Kopfball aus 9 Metern nicht genau platzieren, er landete in den Armen von Torwart Sören Vieth, mit dem 1:1 ging es dann in die Pause.

Nach dem Wechsel kam Ginnheim wieder besser ins Spiel und in der 56.Minute zum Ausgleich, nach einer Hereingabe von Kröger war Bastian Ullrich zur Stelle und konnte aus 10 Metern den Ball im langen Eck zum 2:2-Ausgleich versenken. Die Partie wurde jetzt hitziger und es entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier beider Mannschaften, die aber ihre durchaus vorhandenen Torchancen nicht nutzen konnten. Am Ende wurde es noch einmal hitzig, in der zweiten Minute der Nachspielzeit traf Ullrich mit einem Kopfball nur die Latte des Friedberger Tores, und vier Minuten später forderten alle Ginnheimer nach einem klaren Foul einen Elfmeter vom Schiedsrichter, der aber weiterlaufen ließ und eine Minute später das Spiel abpfiff.

Ginnheims Sportlicher Leiter Benjamin von Allwörden nach dem Spiel: „es war ein ausgeglichenes Spiel, das Ergebnis sagt alles, zweite Halbzeit haben wir besser angefangen, dann nachgelassen, verdient aber den Ausgleich gemacht. Der historische erste Punkt in der Gruppenliga, wie man so schön sagt, letztendlich vollkommen verdient. Wir haben gut mitgehalten, man sieht, dass man mitspielen kann, darauf kann man aufbauen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir können den anderen Mannschaften in der Gruppenliga durchaus Angst machen. „

Schiedsrichter: John Glasenapp (SKG Rumpenheim). Zuschauer: 140.

Tore: 0:1 Baris Samadi (4.), 1:1 Luis Kröger (12.), 1:2 Celil Günay (15.), 2:2 Fabian Ullrich (56.)