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Westend besiegelt Croatia-Abstieg

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Der FC Croatia ist neben dem FFV Sportfreunde 04 der zweite direkte Absteiger aus der Kreisoberliga. Nach der 1:3-Niederlage gegen die SG Westend geht es nach achtjähriger Klassenzugehörigkeit runter in die Kreisliga A.

Die SG Westend trat sportlich fair auf und gewann. Foto: Archiv Mithat Gürser.

FC Croatia – SG Westend 1:3 (1:0)

Nachdem Anfang der Woche eine anonyme Mail beim Verband eingegangen war, stand die Partie unter Verbandsaufsicht. Der Vorwurf einer „Spielabsprache“ erhärtete sich jedoch nicht, denn die eingesetzte Mitarbeiterin aus dem Kreisfußballausschuss bestätigte den korrekten Ablauf der Begegnung. Croatia hatte nochmal alles mobilisiert und auch den seit letzten Herbst nicht mehr eingesetzten, aber noch spielberechtigten Jackie Lee Reljic reaktiviert. Die frühe Führung durch Ante Coric (4.) und der lange unentschieden stehende Zwischenstand im Parallelspiel GSU Hellas – Heddernheim (3:3) nährte die Hoffnung der Kroaten, mit einem Sieg und einem Hellas-Remis den Konkurrenten mit dem direkten Vergleich vom Relegationsplatz zu verdrängen.

Doch die Gäste wollten sich nichts nachsagen lassen und kamen Mitte der zweiten Halbzeit zum Ausgleich durch Ricardo Mankowski (67.) und gingen durch Torjäger Amin Anedam in Führung (74.). Der als Feldspieler eingewechselte Torhüter Luka Radosavljevic erzielte den Endstand (88.).

Croatia-Abstieg Ergebnis eines schleichenden Niedergangs 

Croatia-Pressewart Stanislav Konta war „traurig über den Abstieg.“ Letztlich gaben die sechs Punkte Abzug wegen des herbeigeführten Spielabbruchs beim FFV Sportfreunde den Ausschlag. Nach einer chaotisch verlaufenen Saison ist der Abstieg aber auch das Ergebnis eines schleichenden Niedergangs unter der Präsidentschaft von Mile Kelava. Der Club tut gut daran, in der Kreisliga A einen kompletten Neuaufbau zu starten. Westend-Trainer Vait Arslanoski, der sich vom spielenden Co-Trainer Nadeem Ahmed vertreten ließ, sagte: „Wir haben verdient gewonnen und einfachen Fußball gespielt, viele Chancen liegen lassen.“

Den Absprachegerüchten erteilte der Coach eindeutig eine Absage: „Das würden wir niemals machen. Ich gehe davon aus, dass das aus GSU-Kreisen kam. Wir geben immer alles, das haben wir trotz vieler Ausfälle bewiesen.“ Mit Rang zehn als Aufsteiger zeigte sich Arslanoski zufrieden: „Und nächstes Jahr wollen wir einen besseren Tabellenplatz.“

Schiedsrichter: Anas Jtite (FC Erlensee). Zuschauer: 95.

Tore: 1:0 Ante Coric (4.), 1:1 Ricardo Mankowski (67.), 1:2 Amin Anedam (74.), 1:3 Luka Radosavljevic (88.).