By Pedro | Published | Keine Kommentare

Vor dem Spiel standen die Ginnheimer Spieler Spalier und applaudierten dem Meister, der mit sieben Punkten Vorsprung die Meisterschaft errungen hat und nun zum Abschluss nach 18 Spielen wieder mal ein Spiel verlor. Klassenleiter Gerhard Richter ehrte den Meister, der nach acht Jahren in die Gruppenliga Frankfurt West zurückkehrt, mit der Urkunde des Hessischen Fußballverbandes. Die „Schleifer“ waren aber nicht gekommen, um den Ginnheimer Germanen etwas zu schenken. Dennoch startete Ginnheim gut mit Oualid Bouleboub an die Unterkante der Latte (7.). Griesheim aber ging mit einem Fernschuss aus 55 Metern durch Ricardo Pereira in Führung, der am Elferpunkt stehende Ginnheimer Torwart Daniel Hummel konnte den Ball im zurücklaufen nicht mehr erreichen (11.).
Luis Kröger erzielte den Ausgleich für die Ginnheimer vor rund 320 Fans (31.). Angesichts der klaren Führung von TuS Makkabi bei Viktoria Preußen wussten die Ginnheimer nach dem Seitenwechsel, dass noch ein Tor her musste. Jost Guinands Kopfball fischte Griesheims Torhüter Nikola Bazina aus der Ecke. Griesheim kam immer wieder zu Kontern über Lars Christiansen und Marcus Kreckel, die den Ball nicht an Hummel vorbei brachten. In der 84. Minute dann der erlösende Ginnheimer Treffer durch Nico Tahirovic. Nach einer abgewehrten Ecke schob dieser den Ball in die Maschen. Letztlich reichte dieser Treffer und der aufstrebende Verein von der Woogwiese hat die Konkurrenz düpiert und zieht in die Relegationsrunde ein.
Zum Abschluss am 10. Juni nach Bad Vilbel
Erster Gegner ist am Mittwochabend auf neutralem Platz in Oberstedten der Gruppenliga-14. FSG Burg-Gräfenrode (20 Uhr). Weiter geht es am Samstag um 16 Uhr, wenn der Hochtaunus-Vize Usinger TSG an die Woogwiese kommt. Zum Abschluss geht es am 10. Juni an das altwehrwürdige Niddasportfeld zum FV Bad Vilbel, dem Vize der Kreisoberliga Friedberg. Sollte die FG Seckbach über die Relegation den Sprung in die Verbandsliga Süd schaffen, würden aus dieser Viererrunde zwei von vier die Qualifikation schaffen. Wie weit kann der Ginnheimer Wahnsinn noch gehen? Alterspräsident und Stadionsprecher Tonyo Gering nahm es mit Humor: „Vorher stand fest: Egal wie das Spiel ausgeht, es wird eine tolle Saison gefeiert. Nun müssen wir Überstunden machen. Drei Spiele und wenn wir daraus was mitnehmen, dann Erfahrung oder die Gruppenliga. Seit 1981 bin ich Ginnheimer und so stolz auf meinen Verein mit welchen symbolischen Mitteln so tolles erreicht wird. Als Aufsteiger 1A von Trainern und Management. Ich bin Germane mit Herz und glücklich.“
Gering hatte „ein KOL-Spiel der Extraklasse gesehen, es wurde vom Meister alles abverlangt und die Torhüter hatten auf beiden Seiten Auszeichnungen verdient. Bei Ginnheim haben die Köpfe gegen die Füße gewonnen.“ Gering hatte aber auch noch ein Lob für die Gäste: „Kompliment an die Spvgg. Griesheim. Nach dem Spiel alle leeren Plastikflaschen von der Trainerbank und vom Platz zurückgebracht. Die Kabine war nach dem Verlassen sauberer wie vorher. Note 1.“
Schiedsrichter: Adil Challioui (SKG Rumpenheim). Zuschauer: 320.
Tore: 0:1 Ricardo Pereira (11.), 1:1 Luis Kröger (31.), 2:1 Nico Tahirovic (84.).
Bildergalerie: Wir danken Mithat Gürser für die Impressionen von der Woogwiese!