By Manfred | Published | Keine Kommentare

Auf dem nicht gewässerten und holprigen Rasenplatz in der Sondershausenstraße trafen zwei Mannschaften aufeinander, die eigentlich lieber Fußball „spielen“, Türkgücü wollte seine Serie von 9 ungeschlagenen Spielen ausbauen, der FC Tempo wollte den Relegationsplatz 2 verteidigen. In der ersten Viertelstunde war Türkgücü die bessere Mannschaft und versuchte immer wieder, mit langen Bällen über die Abwehrkette zum Erfolg zu kommen, dreimal wurde es richtig gefährlich vor dem Tor von Filip Stojikovic, dem Torwart des FC Tempo. Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten mehr Ballbesitz, kontrollierten das Spiel. Doch gute Torchancen sollte es in der ersten Halbzeit nicht geben, auch wenn der FC Tempo nach Ecken und weiten Einwürfen immer wieder gefährlich im Strafraum der Gastgeber auftauchte, die aber mit großem Einsatz alles wegverteidigten.
In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel immer mehr, es spielte sich zwischen den Strafräumen ab mit mehr Ballbesitz für Tempo, aber vielfach versprangen auf dem Untergrund die Bälle, sodass ein sauberes Passspiel kaum möglich war. In der 77.Minute dann die Führung der Gäste, nach einem hohen Ball ließ der bedrängte Türkgücü-Torwart Dusan Zbiljic das Leder fallen und Vladimir Trucic staubte zum 0:1 ab, das allerdings nicht lange Bestand haben sollte. Im Gefühl der gerade erzielten Führung war die Abwehr des FC Tempo unaufmerksam und Noyan Öz konnte direkt den 1:1-Ausgleich erzielen, er war von der rechten Seite mit einem Schuss ins lange Eck erfolgreich. Einzig nennenswerte Situation in der restlichen Spielzeit war ein Pfostenschuss von Öz in der Nachspielzeit, doch das Remis war letztendlich für beide verdient.
Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic: „ab der 15.Minute haben wir den Ball gehabt und waren die spielstärkere Mannschaft, aber konnten das leider nicht ausnutzen. Ein Spiel mit wenig Torchancen, am Ende durch den Pfostentreffer in der Nachspielzeit muss man dann zufrieden sein, dass man 1:1 spielt, ansonsten war das ein schweres Spiel bei Türkgücü.“
Türkgücüs Trainer Artug Özbakir, der nach der Saison den Verein verlässt: „wir haben gegen einen Gegner gespielt, der nicht umsonst auf dem zweiten Platz steht, der einen guten Fußball spielt, vor allen Dingen, der durch keine Körperphysio kommt, ein sehr robuster, aber sehr fairer Gegner. Wir wussten, was auf uns zukommt, wir konnten hier nur überstehen, wenn wir auch dagegenhalten, meine Jungs haben da super gemacht. Außerdem haben wir noch guten Fußball gespielt, kassieren unglücklich das 1:0 in einer Phase, wo wir eigentlich das Spiel in der Hand hatten. Aber wir zeigen Reaktion, machen das 1:1 direkt dahinter, und haben am Ende in der Nachspielzeit noch einen Pfostenschuss, aber am Ende geht das Unentschieden in Ordnung.“
Der FC Tempo rutscht auf Platz 3 ab, hat aber bei einem Punkt Rückstand auf die FG Seckbach und bei direkt gewonnenem Duell noch ein Spiel mehr zu absolvieren, darf sich aber keine Niederlage mehr leisten. Es folgen noch die Spiele gegen den FC Kaichen, beim FV Stierstadt, gegen den FC Karben und bei der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach. Auch für Türkgücü ist die Saison noch nicht vorbei, bei einem Direktabstieg vom FC Kalbach aus der Verbandsliga würde Tabellenplatz 13 Relegationsplatz bedeuten, und Türkgücü hat trotz 10 ungeschlagenen Spielen in Folge nur 2 Punkte Vorsprung vor diesem Platz 13. Es folgen noch Spiele bei der Spvgg. 05 Oberrad, gegen den FC Kosova, beim SV Bosnien/Herzegowina und am Schluss gegen den Türkischen SV Bad Nauheim.

